Viele Autofahrer setzen bei akuter Müdigkeit auf die falschen Tricks
Nur eine Pause mit Kurzschlaf oder Bewegung kann helfen
Berlin – Autofahrerinnen und Autofahrer unterschätzen häufig die Gefahr von akuter Müdigkeit am Steuer und setzen auf vermeintliche Hilfsmittel wie etwa laute Musik aus dem Radio. Dies ergab eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR). Im Rahmen der Kampagne „Vorsicht Sekundenschlaf! Die Aktion gegen Müdigkeit am Steuer.“ mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) wurden 1.000 Autofahrerinnen und Autofahrer befragt.
Bei Müdigkeit greifen viele Autofahrerinnen und Autofahrer zu den falschen Hilfsmitteln: 60 Prozent öffnen ein Fenster, 38 Prozent setzen auf Kaffee oder Energydrinks und 30 Prozent drehen die Musik auf. Gerade bei den 18- bis 29-Jährigen liegen koffeinhaltige Getränke (53 Prozent) und laute Musik (51 Prozent) gegen Müdigkeit hoch im Kurs. Diese vermeintlichen Hilfsmittel können jedoch das Einschlafen nicht verhindern.
Vollsperrung der Kreisstraße 6591 wegen Sanierungsarbeiten
Waldshut-Tiengen — Weil sowohl der Straßenbelag als auch Teile der Entwässerung erneuert werden, wird die Kreisstraße 6591 ab Montag, 26. August 2024, 7 Uhr voll gesperrt. Eine Umleitung wird für die Zeit der Bauarbeiten eingerichtet.
Die K6591 weist seit Jahren Schäden auf. Diese werden nun auf dem 2,2 Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen der Schwarzen Säge und der Abfahrt nach Rotzingen behoben und so der Verkehr sicherer gemacht. Zuvor wurden die übrigen Straßenabschnitte saniert. Im Rahmen der Bauarbeiten wird die bestehende Asphaltdecke im betroffenen Streckenabschnitt ersetzt. Dazu müssen unter anderem bestehende Straßenschichten abgefräst werden. Neben dem Belag werden auch alte und teilweise schadhafte Teile der Straßenentwässerung erneuert. Die Arbeiten machen eine Vollsperrung der gesamten Straße bis voraussichtlich Ende September notwendig.
Was hilft gegen Ablenkung im Auto?
Wie kann die Unfallursache Ablenkung beim Autofahren am wirkungsvollsten bekämpft werden?
Bonn (DVR) – Über die Hälfte der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer in Deutschland (51 Prozent) sind der Meinung, dass die Unfallursache Ablenkung am wirkungsvollsten durch härtere Strafen, etwa erhöhte Bußgelder und Punkte in Flensburg, bekämpft werden kann. Dies ergab eine repräsentative Befragung, die im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) im November 2016 vom Marktforschungsinstitut Ipsos bei 2.000 Personen über 14 Jahren durchgeführt wurde.
Wer unter dem Einfluss von Cannabis steht, sollte nicht Auto fahren
ACV mit klarer Position
Gut eineinhalb Monate nach der begrenzten Freigabe von Cannabis hat der Bundestag verkehrsrechtliche Anpassungen am Gesetz auf den Weg gebracht. Zukünftig soll, ähnlich wie bei Alkohol (0,5 Promille), auch bei Cannabis ein Grenzwert eingeführt werden. Der Entwurf sieht einen Grenzwert von 3,5 Nanogramm Tetrahydrocannabinol (THC) pro Milliliter Blut vor, wie von der interdisziplinären Expertengruppe des Bundesverkehrsministeriums empfohlen. Derzeit gilt in der Rechtsprechung ein niedrigerer Wert von 1,0 Nanogramm THC pro Milliliter Blut.
Für den ACV Automobil-Club Verkehr ist die geplante Anhebung des THC-Grenzwerts mit Risiken verbunden. ACV Geschäftsführer Holger Küster betont: „Die Erhöhung darf nicht den Eindruck erwecken, es sei unbedenklich, unter Cannabiseinfluss Auto zu fahren. Unabhängig vom Grenzwert brauchen wir ein klares Signal: Wer unter der Wirkung von Cannabis steht, fährt nicht.“