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  • 13. Februar 2016

„Kauf von Billigprodukten geht auf Kosten der Ärmsten“

Von Robert Eberle | Erzbischöfliches Ordinariat

Erzbischof Burger fordert in Fastenhirtenbrief Sensibilität für Benachteiligte

Freiburg (pef). „Der Kauf von Billigprodukten ist heute eine große Versuchung und geht auf Kosten der Ärmsten dieser Welt“, schreibt Erzbischof Stephan Burger in seinem Fastenhirtenbrief, der am Samstag (Vorabendmessen) und am Sonntag (14.2.) in allen Gottesdiensten im Erzbistum Freiburg verlesen wird. Der Erzbischof von Freiburg schreibt darin weiter: „Unser eigener Lebensstil hat konkrete Auswirkungen auf Menschen in anderen Ländern.“ So trage das Konsumverhalten in Deutschland dazu bei, dass in anderen Teilen der Erde bei Produktionen keinerlei Sicherheitsstandards eingehalten und Menschen ausgebeutet würden. Das bildet, nach den Worten von Erzbischof Burger, „den Nährboden für eine ungerechte Welt und ist der Beginn von Unfrieden und Flucht“.

Der Erzbischof von Freiburg fordert die Menschen dazu auf, ihr Kaufverhalten zu überdenken – auch mit Blick auf die Anschaffungen von Seelsorgeeinheiten und kirchlichen Einrichtungen. „Es braucht unsere Unterstützung für den regionalen Handel wie für den gerechten Welthandel. Dies ist Ausdruck dafür, dass wir Verantwortung übernehmen und nachhaltig handeln.“ So gehöre es zum christlichen Auftrag, sensibel zu bleiben, für die Bedürfnisse Anderer, Verantwortung zu übernehmen, „auch für das Wohlergehen kommender Generationen. Wo ich Auge, Ohr und mein Herz für meinen Mitmenschen offen halte, wird das Reich Gottes konkret erfahrbar.“ Dieses Reich Gottes sei nicht abstrakt und weltfern, sondern „überall dort gegenwärtig, wo Glaube, Hoffnung und Liebe unser Leben prägen. Das hat Konsequenzen für unser Leben und Zusammenleben in Familie, für Nachbarschaft und Gemeinde.“

Erzbischof: Neu ringen um das Verständnis vom Schutz des menschlichen Lebens

Konsequenzen habe das auch beim Verständnis vom Schutz des menschlichen Lebens: „Zwar ist die Menschenwürde jedes Einzelnen international verbrieftes Recht. Dass aber auch bei uns um das rechte Verständnis immer wieder neu gerungen werden muss, zeigt die Sterbehilfedebatte ebenso wie die Frage nach dem Schutz des ungeborenen Lebens und die Frage des Machbaren innerhalb der Gentechnik“, schreibt Erzbischof Stephan Burger.

Misereor-Fastenaktion: „Das Recht ströme wie Wasser.“

Misereor-Bischof* Burger schreibt, bei seiner Brasilien-Reise im vergangenen Dezember habe er erlebt, wie Großkonzerne und politische Akteure ohne Rücksicht auf die Menschen vor Ort ihre Interessen verfolgen: „Kleinbauern und Fischern werden Versprechungen und Geschäfte angeboten, die angeblich eine bessere Zukunft eröffnen. Doch haben diese Fischer und Kleinbauern eingewilligt, so haben sie auf Dauer das Nachsehen. Versprochenes wird nicht eingehalten. Dass Reichtum eine ungebremste Anziehungskraft ausübt, dass Korruption und die Interessen Weniger über das Schicksal so Vieler bestimmen, ist dort auf Schritt und Tritt zu erleben.“

So stehe die Misereor-Fastenaktion, die am ersten Fastensonntag (14.2.) in Würzburg eröffnet wird, unter dem Leitwort: „Das Recht ströme wie Wasser.“ Der Erzbischof schreibt: „Wer die Gewässer im Amazonasgebiet in ihren Ausdehnungen gesehen hat, wer um die Bedeutung dieser Lebensströme für die dortigen Anwohner weiß, der erahnt in der jeweiligen Bedrohung durch Staudammprojekte oder durch die Ausbeutung des Regenwaldes die Sehnsucht der Menschen, dass ihnen in ihrer Situation Recht und Gerechtigkeit widerfahren, dass Recht und Gerechtigkeit wie Wasser strömen mögen (vgl. Am 5,24).“

* Erzbischof Stephan Burger leitet seit dem 26. September 2014 die für Misereor zuständige Kommission für Entwicklungsfragen der deutschen Bischofskonferenz. Als Vorsitzender des höchsten Leitungsgremiums des bischöflichen Hilfswerks verantwortet er als „Misereor-Bischof“ die Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika, Asien, Lateinamerika und Ozeanien und die damit verbundenen Geldmittel. Misereor ist das Hilfswerk der katholischen Kirche. Es hilft den Ärmsten der Armen. Gemeinsam mit einheimischen Partnern unterstützt es Menschen jeden Glaubens, jeder Kultur, jeder Hautfarbe. Seit 1958 - in  über 103.000 Projekten.


Ressort: Glaube und Gesellschaft

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