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Ein Ausflug in die Pilze – das ist zu beachten
Pilze ©Gerald Kaufmann
  • 10. Oktober 2022

Ein Ausflug in die Pilze – das ist zu beachten

Von Redaktion

Ein Ausflug in die Pilze – das ist zu beachten

Eine frisch gesammelte Pilzmahlzeit lässt im Herbst viele Herzen höher schlagen. Und das durchaus zurecht, denn die Zubereitungsarten der appetitlichen Waldbewohner sind zahlreich. Allerdings gilt es beim Ausflug ins Grüne einige Aspekte zu beachten, damit man sich selbst und der Umwelt dabei einen Gefallen tut.

Am besten schon vor dem Start auf die richtige Ausstattung achten

Es erklärt sich eigentlich von selbst, dass der Sonntagsanzug und die feinen Schuhe nicht das richtige Outfit für die Pilzsuche darstellt. Ein robustes Hemd Herren, eine jeweils dazu passende Hose und Jacke und stabile Schuhe sind deutlich besser geeignet. Sollte es bereits kühler sein, kann es sich auch anbieten, zum Rollkragenpullover Herren zu greifen. Ein wind- und wetterfestes Zwiebelsystem trägt aber in jedem Fall dazu bei, dass man sich in der Natur wohl fühlt. Apropos Natur und Wohlgefühl: Für die Ernte beziehungsweise den Transport der Pilze bieten sich ein spezielles Pilzmesser und ein offener luftiger Korb an.

Das Pilzmesser hat den Vorteil, dass sich die Pilze durch die Krümmung der Klinge fachgerecht abtrennen lassen; mit dem am anderen Ende befindlichen Pinsel können die Pilze zudem noch direkt vor Ort von Erde, Nadeln und anderen Verunreinigungen vorgereinigt werden. Wichtig: Hacken, Schaufeln und Co. sind von offizieller Seite aus bei der Pilzernte verboten und kein Ersatz für ein entsprechendes Messer!

Ebenso sollte man Körben gegenüber Plastiktüten oder vergleichbaren luftdichten Verpackungen den Vorzug geben. Pilze vertragen kein warmes, stickiges Lagerungsklima und sollten daher zügig, ohne allzu großen Druck und luftig nach Hause transportiert werden.

Wann ist der passende Zeitpunkt für die Pilzsuche? Und worauf kommt es beim Aufenthalt im Wald an?

Oftmals überlegen sich Menschen, die im Hochrhein-Gebiet auf Pilzsuche gehen wollen, ob die Wetterbedingungen am konkreten Ausflugstag stimmen. Es kommt aber mindestens genauso sehr darauf an, wie sich die Tage und Wochen zuvor präsentiert haben. Heiße Trockenphasen erweisen sich dabei als ebenso schlechte Hilfe wie kalte und nasse Zeiten. Der Ausflug will also etwas im Voraus geplant werden.

Dies ist auch insofern wichtig, weil es zuweilen für bestimmte Waldareale Sperrzeiten gibt. Diese können unter anderem mit der Brunftzeit von Wildtieren wie dem Rotwild oder Rodungsarbeiten begründet sein. Logisch, dass man in solchen Gebieten nicht auf Pilzsuche geht. Und auch in Bezug auf die Menge der mitgenommenen Pilze heißt es, das richtige Maß zu finden. Ein Blick in die genaue Landes-Pilzverordnung schafft hier Klarheit. Als Faustregel gelten aber maximal zwei Kilo Pilze pro Person und Tag – bei Gruppen über vier Personen maximal acht Kilo Pilze. Wer also wirklich nur für sich und seine Familie und eine Mahlzeit sammelt, hat in der Regel nichts zu befürchten.

Genau bestimmt ist halb gewonnen

Eine Pilzvergiftung ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und kommt deutlich schneller vor als man meinen möchte. Besonders gefährlich dabei: Gerade sehr giftige Pilze wie die Knollenblätterpilze, der Pantherpilz oder der Kahle Krempling haben durchaus appetitliche essbare Doppelgänger. Auch schmecken sie selbst nicht unbedingt unangenehm. Dadurch, dass das Gift manchmal erst nach einigen Stunden seine Wirkung entfaltet, ist es besonders wichtig, schon bei den ersten Symptomen Hilfe wie bei der regionalen Johanniter Unfallhilfe zu suchen. Auch dann, wenn nur kleinste Mengen gegessen wurden.

Somit ist es von größter Relevanz, nur die Pilze zu ernten, die man eindeutig bestimmt hat. Zudem ist die gefährliche Verwechslungsgefahr bei Lamellenpilzen tendenziell größer als bei Röhrenpilzen. Es bietet sich also an, lieber letztere zu sammeln. Und auch in diesem Fall nimmt man am besten nur Exemplare, die nicht von Schädlingen befallen sind oder sich als zu alt und zu schwammig erweisen.

Solche, die auf Holz wachsen, kann man mit dem Pilzmesser kurz unterhalb der Stielbasis abschneiden. Ansonsten kann man sie auch vorsichtig aus dem Boden herausdrehen und das dabei entstehende Loch zwecks Mycel-und-Bodenschonung wieder verschließen. Und dann heißt es grob vorsäubern, ab in den Korb und nach Hause!




Ressort: Sport und Freizeit

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