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Grosses Interesse am Tag der offenen Museen 2026
Kulturreferent Walter Scheiwiller begrüsst die Gäste im Sternen in Thayngen zum Tag der offenen Museen ©Robert Bolli
  • 27. Mai 2026

Grosses Interesse am Tag der offenen Museen 2026

Von Anna Geiger | Regionaler Naturpark Schaffhausen

Über 1300 Besucherinnen und Besucher entdeckten die Museumsvielfalt im Regionalen Naturpark Schaffhausen am Tag der offenen Museen

Am Sonntag, dem 17. Mai 2026, öffneten insgesamt 18 Museen im und um den Regionalen Naturpark Schaffhausen im Rahmen des Internationalen Museumstags ihre Türen. Über 1300 Besucherinnen und Besucher nutzten diese Gelegenheit, die vielfältige Museumslandschaft der Region zu entdecken und einen abwechslungsreichen Kulturtag zu erleben. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Regionalen Naturpark Schaffhausen und dem Museumsverein Schaffhausen durchgeführt.

Ob regionale Geschichte, traditionelles Handwerk, Naturkunde oder Landwirtschaft – die teilnehmenden Museen boten ein vielseitiges Programm mit Führungen, Ausstellungen, Vorführungen und spannenden Einblicken hinter die Kulissen:

Das Kulturzentrum Sternen in Thayngen erfreute mit einer Foto- und Keramikausstellung, einem Knorr- Raum und offenem Atelier allein über 100 Besuchende. Im gegenüber gelegenen Reiatmuseum Thayngen konnte die heimatkundliche Ausstellung erlebt werden. Im Klettgau besuchten Interessierte unter anderem das Schloss Beringen und erfuhren im Pflug- und Schmiedemuseum Guntmadingen, wie in der historischen Schmiede gearbeitet wird. Auch in Neunkirch wurde in der Alten Schmitte heiss geschmiedet, und das Ortsmuseum und das Stellwerkmuseum Klettgau öffneten ihre Türen. In Hallau gaben das Ortsmuseum und das Kantonale Weinbaumuseum Einblicke in die lokale Geschichte und den Weinbau. Im Gipsmuseum Schleitheim gab es halbstündige Fahrten mit der Gartenbahn in den Gipsstollen und im Museum Schleitheimertal lockte die neue Dauerausstellung «de Egipter» Gäste ins Museum. Im unteren Kantonsteil erkundeten die Gäste das Puppenmuseum Buchberg mit seinen über 1000 «Bäbis» und Teddybären. In der Stadt Schaffhausen konnten gleich mehrere Museen besichtigt werden: Das Museum zu Allerheiligen bot ein vielseitiges Programm rund um das Tagesmotto «Beauty – alles für die Schönheit». Im Museum Stemmler und im IWC Museum gab es von Hörtouren rund um die Tierwelt bis zum persönlichen Austausch mit einem Uhrmacher viel zu entdecken und das Museum im Zeughaus war mit beiden Standorten in Schaffhausen und Diessenhofen dabei. Ebenfalls in Diessenhofen beteiligte sich das Museum kunst + wissen mit spannenden Führungen.

Viele Besucherinnen und Besucher nutzten das sonnige Frühlingswetter, um mehrere Museumsbesuche miteinander zu verbinden. Besonders geschätzt wurden «die enorme Vielfalt», «das Angebot mit den Führungen» sowie die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. Gelobt wurden ausserdem «die motivierten Freiwilligen», der «unkomplizierte Zugang» sowie der kostenlose Eintritt. Viele Teilnehmende freuten sich darüber, eher unbekannte Museen entdeckt zu haben. Eine Besucherin fasste ihre Eindrücke so zusammen: «Spannend waren die vielen regionalen Geschichten, die uns bei den Führungen erzählt wurden.» Andere betonten die Freude am persönlichen Austausch: «Die Möglichkeit, ein Museum zu besuchen und sich mit Leuten zu unterhalten», oder «dass man wieder einmal daran erinnert wird, Museen zu besuchen.»

Auch das museumsübergreifende Gewinnspiel erfreute sich grosser Beliebtheit. In den teilnehmenden Museen konnten jeweils auf die Ausstellungen bezogene Quizfragen beantwortet werden. Unter allen Teilnehmenden werden Anfang Juni drei Gutscheine für die regionalen Naturpark-Wirten im Gesamtwert von CHF 300.00 verlost – den Gewinn spendiert der Museumsverein Schaffhausen. «Es freut uns, dass wir zu unserem 100-Jahr-Jubiläum feststellen dürfen, dass sich die Museumsregion Schaffhausen im Aufwind befindet. Gerne spendieren wir auch das nächste Mal einen kleinen Preis», resümiert Andreas Schiendorfer, Präsident vom Museumsverein Schaffhausen.

Nicht nur die Gäste, sondern auch die teilnehmenden Museen ziehen eine positive Bilanz. Besonders erfreulich sei gewesen, dass viele Gäste mehrere Museen besucht hätten: «Gäste, die bei uns waren, besuchten auch andere Museen – und umgekehrt! Nicht nur die eigene Fangemeinschaft wurde angesprochen, sondern auch neue Besucherinnen und Besucher.» Die grosse Resonanz beeindruckte zahlreiche Beteiligte: «Ich war überwältigt von den vielen Besuchern und dem grossen Interesse.» Auch die Zusammenarbeit wurde positiv hervorgehoben: «Die koordinierte Werbung durch den Regionalen Naturpark Schaffhausen haben wir sehr geschätzt. Sie war ansprechend gestaltet und auf verschiedenen Kanälen präsent. Herzlichen Dank!»

Der Tag der offenen Museen war Teil des Internationalen Museumstags, der weltweit auf die Bedeutung von Museen als Orte der Bildung, Vermittlung und Bewahrung des kulturellen Erbes aufmerksam macht. Museen leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Geschichte, Kultur und Wissen für kommende Generationen zugänglich zu machen. Die Veranstaltung wurde vom Kanton Schaffhausen durch einen Beitrag aus dem Lotteriegewinn-Fonds unterstützt und auch die Mobiliar – Generalagentur Schaffhausen leistete einen Beitrag.<ü> «Wir freuen uns sehr, dass der Tag der offenen Museen so gut angenommen wird und sowohl für die teilnehmenden Museen als auch für die vielen Gäste einen grossen Mehrwert bietet. Der nächste Tag der offenen Museen ist für das Jahr 2028 geplant, wir organisieren ihn alle zwei Jahre im Wechsel mit den Tagen der offenen Künstlerateliers. Diese finden am Pfingstwochenende 2027 statt – man darf sich also bereits auf das nächste Kultur-Event freuen.» erklärt Anna Geiger, Leiterin des Bereichs Bildung und Kultur beim Regionalen Naturpark Schaffhausen.

Regionaler Naturpark Schaffhausen

Die Region Schaffhausen mit ihren Natur- und Kulturlandschaften ist einzigartig. Die Hügel des Randens, die weiten Rebberge und Landwirtschaftsflächen, Wälder, die typischen Dörfer und der Rhein verleihen der Gegend ihre Vielfalt. Zum Naturpark gehören die Regionen Randen, Südranden, Hochrhein, Klettgau und Reiat. Beteiligt sind auch zwei deutsche Gemeinden. Damit ist der Regionale Naturpark Schaffhausen der erste grenzüberschreitende Park der Schweiz. Innovative Akteurinnen und Akteure geben der Region in den Bereichen Landwirtschaft, Gewerbe, Tourismus, Natur, Bildung und Kultur immer wieder neue Impulse. Das Ziel des Regionalen Naturparks Schaffhausen ist die Zusammenarbeit und Vernetzung inner- und ausserhalb des Parkperimeters, überregional, national und international (Deutschland)


Ressort: Hochrhein

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