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03. Juni 2026
Kreuzallergien: Wenn Pollen und Essen zusammenspielen
Kreuzallergien entstehen, weil das Immunsystem auf ähnliche Eiweiße in Pollen und bestimmten Lebensmitteln reagiert – besonders häufig betroffen sind Obst, Gemüse und Nüsse.
Viele Menschen mit Heuschnupfen bemerken nicht nur Beschwerden während der Pollensaison, sondern auch nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel. Ursache dafür sind sogenannte Kreuzallergien. Das Immunsystem verwechselt ähnliche Eiweißstrukturen in Pollen und Nahrungsmitteln und reagiert auf beides mit allergischen Symptomen. Was dahinter steckt, erklärt die Debeka, Deutschlands größte private Krankenversicherung.
Wie entstehen Kreuzallergien?
Normalerweise toleriert das Immunsystem harmlose Eiweiße in Pollen und Lebensmitteln. Bei Allergikern stuft es diese Stoffe als Gefahr ein – und regiert mit Abwehr. Enthalten Lebensmittel ähnliche Eiweiße reagiert der Körper auch auf diese – eine Kreuzallergie entsteht.
Typische Kombinationen von Pollen und Lebensmitteln
Bestimmte Pollen lösen besonders häufig Kreuzallergien mit bestimmten Nahrungsmitteln aus:
- Birkenpollen: Apfel, Birne, Kirsche, Pfirsich, Haselnuss, Karotte, Sellerie
- Beifußpollen: Sellerie, Karotte, Paprika, Gewürze wie Pfeffer, Anis, Kümmel, Fenchel
- Gräser- und Roggenpollen: Tomate, Erbse, Erdnuss, Melone, Weizen
Nach dem Verzehr dieser Lebensmittel können Symptome wie Jucken oder Kribbeln im Mund, Schwellungen an Lippen oder Gaumen, Niesen oder tränende Augen auftreten. In seltenen Fällen kommt es zu stärkeren Reaktionen wie Hautausschlag oder Kreislaufproblemen.
Tipps für den Alltag
Viele Betroffene vertragen bestimmte Lebensmittel besser, wenn sie diese erhitzen. Kochen, Backen oder Dämpfen verändert die Eiweiße – das Immunsystem erkennt sie dann nicht mehr. Besonders bei Äpfeln gilt: Alte Sorten wie Boskoop oder Gravensteiner lösen seltener Beschwerden aus als neue Züchtungen. Verschiedene Zubereitungsarten und Sorten vorsichtig ausprobieren.
Was tun bei Verdacht auf Kreuzallergie?
Lebensmittel nicht vorsorglich aus dem Speiseplan streichen. Besser ärztlich abklären, welche Nahrungsmittel tatsächlich Beschwerden verursachen. Ein Allergietest hilft, die Auslöser zu erkennen und unnötige Einschränkungen zu vermeiden.






