
- 23. Juli 2026
Gemeinderatswerkstatt legt den Fokus auf noch mehr Zusammenarbeit in der Region
Mit dem Zukunftsprozess Hochschwarzwald verfolgt die Hochschwarzwald Tourismus GmbH derzeit in enger Zusammenarbeit mit Gemeinden, Bürger:innen und regionalen Akteur:innen das Ziel, eine gesamtheitliche Zukunftsstrategie für die Region zu entwickeln. Dadurch soll der Hochschwarzwald als Tourismusdestination und als lebenswerter, wirtschaftlich tragfähiger und identitätsstarker Lebensraum für Einheimische wie Gäste langfristig gewahrt und weiterentwickelt werden. Die einzelnen Ortsprofile spielen dabei eine ebenso zentrale Rolle für die Umsetzung konkreter Projekte wie das Denken und Handeln über Gemeindegrenzen hinweg. Dies zeigte die Gemeinderatswerkstatt, die am 18. Juli im Kurhaus Titisee stattfand.
Titisee-Neustadt - Am Samstag, den 18. Juli 2026, trafen sich bei der Gemeinderatswerkstatt Hochschwarzwald Bürgermeister:innen, Gemeinderät:innen sowie Vertreter:innen der Hochschwarzwald Tourismus GmbH (HTG) in Titisee, um gemeinsam über die zukünftige Entwicklung der Region zu beraten. Die Veranstaltung markierte einen weiteren wichtigen Schritt im Rahmen des vom LEADER-Förderprogramm der Europäischen Union geförderten Projekts Zukunftsprozess Hochschwarzwald. Bei dem Projekt geht es um die Erarbeitung einer gemeinsamen Zukunftsstrategie für die Region, in der die Profile der einzelnen Gemeinden geschärft und daraus Perspektiven für die weitere Entwicklung abgeleitet werden, um den Hochschwarzwald langfristig als attraktiven Reise- und Lebensraum zu sichern.
Mit öffentlichen Beteiligungsformaten, etwa einer Umfrage oder einer digitalen Ideenkarte, wurde der Zukunftsprozess im Frühjahr 2026 begonnen. In der anschließenden Phase entwickelten Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung, Vereinen und Bürgerschaft gemeinsam während der sogenannten „Großen Reise“ in intensiven Workshops konkrete Projektideen für die 21 Mitgliedskommunen der HTG.
Mit der Gemeinderatswerkstatt am 18. Juli wurde die nächste Phase des Projekts eingeleitet – mit dem Ziel, die Besonderheiten und Stärken der 21 Gemeinden sichtbar zu machen, gemeinsame Handlungsfelder zu identifizieren und konkrete Ansätze für lokale wie regionale Projekte weiterzuentwickeln.
Mit über 80 Teilnehmenden und einem abwechslungsreichen Mix aus interaktiven Formaten war die Stimmung der Veranstaltung durchweg positiv. Zu Beginn setzten sich die Teilnehmenden mit den assoziierten Selbst- und Fremdbildern der Hochschwarzwaldgemeinden auseinander. Dabei wurde herausgearbeitet, welche Merkmale die einzelnen Orte prägen, welche Gemeinsamkeiten bestehen und wo Potenziale für eine stärkere Zusammenarbeit liegen.
Diese Reflexion bildete die Grundlage für die weitere Arbeit an Zukunftsthemen, die sowohl die einzelnen Kommunen als auch die gesamte Region betreffen. Ein besonderes Highlight war eine Übung, bei der jede Gemeinde zunächst drei Merkmale benannte, für die sie stehen möchte. Anschließend schätzten jeweils zwei Nachbargemeinden ein, wofür die betreffende Gemeinde aus ihrer Sicht steht – und umgekehrt. Die Ergebnisse sorgten für viele spannende Gespräche, da die Außenwahrnehmung teilweise überraschende und wertvolle Perspektiven aufzeigte.
Im weiteren Verlauf wurden unterschiedliche Projektideen gesammelt, diskutiert und priorisiert. Dabei standen sechs zentrale Themenfelder im Mittelpunkt: Ortskernentwicklung, Große Häuser/Begegnungsorte, Mobilität, Kultur, Kommunikation sowie der Themenkomplex Wege, Sport und Bewegung.
Die Teilnehmenden arbeiteten heraus, welche Projekte besonders geeignet sind, um die Lebensqualität vor Ort zu stärken, die touristische Attraktivität der Region weiterzuentwickeln und neue Impulse für eine nachhaltige Regionalentwicklung zu setzen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf regionalen Impulsprojekten und auf der Frage, wie Kooperationen zwischen den Gemeinden künftig noch wirkungsvoller gestaltet werden können. Auch die Rolle der HTG wurde in diesem Zusammenhang betrachtet – insbesondere im Hinblick auf Vernetzung, Kommunikation, Projektbegleitung und die Unterstützung gemeinsamer Initiativen.
Zum Abschluss der Werkstatt wurden konkrete nächste Schritte für ausgewählte Projektideen festgehalten. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für die weitere Zusammenarbeit dienen und dazu beitragen, die Region Hochschwarzwald gemeinsam zukunftsfähig zu gestalten.
Die Gemeinderatswerkstatt machte deutlich, dass die Gemeinden über vielfältige Potenziale verfügen und durch abgestimmtes Handeln wichtige Impulse für die Entwicklung des Hochschwarzwalds setzen können. Besonders wertvoll für die Initiatoren des Projekts war der breite Konsens darüber, dass es künftig noch mehr interkommunale Zusammenarbeit braucht und Formate dieser Art regelmäßig stattfinden sollten.
Das Projekt geht nun in seine abschließende Phase, bei der es darum geht, auf Grundlage der erarbeiteten Ideen und Konzepte konkrete Projekte umzusetzen, die zur Erhaltung der Lebensqualität und Verbesserung des Aufenthaltserlebnisses für Gäste beitragen. Zur Abstimmung der weiteren Vorgehensweise besuchen die zuständigen Ansprechpartner:innen der HTG die einzelnen Orte und stimmen die nächsten Schritte gemeinsam mit den beteiligten Akteur:innen ab. Im Anschluss werden für die jeweiligen Projekte klare Verantwortlichkeiten sowie die zuständigen Instanzen festgelegt. Darüber hinaus wird geprüft, ob innerhalb der HTG zusätzliche Rollen oder Zuständigkeiten geschaffen werden müssen, um die Projekte wirksam zu begleiten und zu koordinieren. Ziel ist eine strukturierte und zielgerichtete Weiterführung der Projekte mit eindeutig definierten Verantwortlichkeiten sowie einer engen und kontinuierlichen Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und der HTG.
Die öffentliche Präsentation der Ergebnisse ist für Oktober 2026 vorgesehen. Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter: zukunftsprozess-hochschwarzwald.de.







