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Neue Ausstellung im Museum Schiff - „Bilder erzählen Geschichten“

Haus am Marktplatz

Laufenburg ist beidseits des Rheins bekannt für seine malerische Altstadt. Die neue Ausstellung nun passt „wie gemalt“ zu diesem Image. Gezeigt wird Laufenburg buchstäblich in all seinen Farben. Zu sehen sind Gemälde, insbesondere Aquarelle, mit Ansichten des Zweiländerstädtchens – die aber nicht nur deren Schönheit zeigen, sondern auch von Veränderungen zeugen, vom Wandel und mitunter von Verlust und Vergänglichkeit. Diese Geschichte und Geschichten werden in einer besonderen Kombination aus Bildern und Hintergrund-Texten präsentiert.

So zeigt zum einen das „Museum Schiff“ erstmals Werke aus der im Jahr 2017 vom Verein erworbenen, 35 Werke umfassenden Sammlung Friedrich Huster. Der Kunstmaler, geborenen 1919 in Düsseldorf, kam zwar vor allem dank seiner Ansichten von seiner Wahlheimat Zermatt, wo er im Jahr 2000 starb, zu Bekanntheit. Vor rund 50 Jahren jedoch hielt er im Auftrag von Ernst Sibold auch Ansichten von Laufenburg mit seinem Pinsel auf Leinwand fest – fast fotografisch genau, weshalb er so gesehen nicht nur Kunst, sondern auch ein Zeitdokument schuf. Ergänzend dazu werden Bilder des Malers Rudolf Schütz zu sehen sein, der die Stadt schon seit Jahren in ihren Veränderungen begleitet sowie Werke von Renate Kaiser, die viel mit Aquarelltechnik arbeitet und Ansichten aus Laufenburg-Baden zur Verfügung stellt.

Außerdem hat die Ausstellungsgruppe unter Leitung von Kuratorin Ariane Dannacher auf Grundlage des kürzlich erschienenen 139. Bandes der Reihe „Kunstdenkmäler der Schweiz“, der sich insbesondere Laufenburg widmet, sowie anhand ergänzender Literatur und dem vereinseigenen Archiv zu Häusern und Quartieren deren Geschichte, aber auch menschliche Schickale und Geschichten ihrer Bewohner zusammenzutragen und beides miteinander zu einer Erzählung in der Ausstellungsbroschüre verbunden. Spannendes, Bewegendes und auch manch Überraschendes sind dazu zu erfahren. Da geht es beispielsweise um Gerichtsstreitigkeiten wegen eines Backofens, die letzten Landwirte im Wasen, um die Frage, was das Haus „Münze“ mit dem früheren Münzprägerecht der Stadt zu tun hat, um das „Bärenviertel“ und um den letzten Berufsfischer von Großlaufenburg Friedrich Schmid-Mösch. Auch werden die Spuren wirtschaftlicher Veränderung in der Stadt anhand einzelner Berufsbiografien und Lebensschicksale nachgezeichnet.

Eröffnet wird die Ausstellung am Samstag, 10. Oktober.
Wegen der aktuellen Corona-Pandemie wird es allerdings keine Vernissage im bisherigen Rahmen geben. Stattdessen finden zeitversetzt mehrere öffentliche Führungen zu dieser Wechselausstellung statt.
14.00 Uhr Gruppe 1 (max. 10 Personen)
15.00 Uhr Gruppe 2 (max. 10 Personen)

Huster, Friedrich (1919 - 2000), beim Marktplatz, Aquarell, 1970
Der 1971 abgerissene Gebäudekomplex beim Marktplatz beherbergte im Haus Nr. 4 eine Bäckerei. Die Dokumente verzeichnen im 19. Jahrhundert, dass das Geschäft zunächst der Familie Stäuble gehörte, später ging es in die Familie Frey über, bis Karl Sauter die Bäckerei am Marktplatz 1912 übernahm.
In den Häusern Nr. 5 und 6 befand sich der Spezereiladen von Amelie Trautweiler-Trautweiler (1836-1914). Sie stammte aus Kleinlaufenburg und war die Frau von Michael Trautweiler (1830-1881), dem ehemaligen Verwalter der Weberei Kern & Cie im Hammer in Laufenburg Baden. Als sie 1914 starb, war sie 78 Jahre alt und hatte ihren Mann um 33 Jahre überlebt.
Später ging das Haus an Heinrich Hengherr über, den Schuhmacher aus Zizenhausen. Er kam 1911 nach Laufenburg und wurde 1916 eingebürgert. Zuerst übernahm er die Schuhreparaturwerkstätte 1911 von Jegge an der Unteren Wasengasse, später wirkte er am Marktplatz bis 1944. Im März desselben Jahres verkaufte er seinen Betrieb Armin Bosshardt und zog nach St. Gallen, kam aber im Herbst des gleichen Jahres wieder nach Laufenburg an den Unteren Wasen zurück und starb am 19. Oktober 1944.

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