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Vier SNSF Starting Grants für Forschende der Universität Basel

Vier Wissenschaftler der Universität Basel haben sich erfolgreich um einen Starting Grant des Schweizerischen Nationalfonds (SNSF) beworben, die dieser im Frühjahr als Ersatz für die Förderungsinstrumente des European Research Council (ERC) lanciert hat: Prof. Marek Basler und Prof. Kelly Tan vom Biozentrum sowie der Physiker Prof. Patrick Maletinsky und der Chemiker Dr. Christof Sparr erhalten für ihre Forschungsvorhaben Fördermittel von in der Regel je rund 1,5 Millionen Franken, verteilt über fünf Jahre.

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Prof. Marek Basler
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Prof. Kelly Tan
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Prof. Patrick Maletinsky
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Dr. Christof Sparr

Prof. Marek Basler (*1978) forscht seit 2013 als Assistenzprofessor für Infektionsbiologie am Biozentrum. Er untersucht in seinem Projekt das Typ-VI-Sekretionssystem, einen Injektionsapparat, den Bakterien nutzen, um einen Cocktail aus Effektorproteinen oder Toxinen in verschiedene Zellen einzuspritzen. Ziel seines Projekts ist es, den Zusammenbau sowie die Funktionsweise des Injektionsapparates genauer zu beschreiben und zu verstehen, wie damit Proteine aus dem bakteriellen Zytosol in die Zielzellen befördert werden.

Erst im Oktober 2014 ist Prof. Kelly Tan (*1979) als SNF-Professorin für Neurobiologie ans Biozentrum der Universität Basel berufen worden. Im Rahmen ihres geförderten Projekts erforscht sie in erster Linie Basalganglien, ein Nervennetzwerk im Gehirn, das die Bewegungen unseres Körpers kontrolliert. Dabei untersucht sie, wie die Nervenverbindungen miteinander verbunden sind. Zudem erforscht sie veränderte Schaltkreise der Parkinson-Krankheit im Mausmodell und möchte herausfinden, ob diese Veränderungen reversibel sind.

Prof. Patrick Maletinsky (*1979) ist seit 2012 Inhaber der Georg-H.-Endress-Stiftungsprofessur für Experimentalphysik am Swiss Nanoscience Institute an der Universität Basel. Ziel seines Projekts ist es, ein neuartiges und höchst sensitives Mikroskop für lokale Magnetfeldmessungen zu realisieren und dieses auf aktuelle Fragen der Festkörperphysik anzuwenden. Die Festkörpersysteme, welche das Team untersuchen wird, bezeichnet man als «stark korrelierte Elektronensysteme»; sie besitzen eine Vielzahl magnetischer Eigenschaften, die bislang nur ungenügend verstanden sind, aber für zukünftige elektronische Anwendungen äusserst nützlich sein könnten. Die Experimente werden es erlauben, solche magnetischen Effekte bei extrem tiefen Temperaturen zum ersten Mal zu studieren. Für grössere Anschaffungen von Instrumenten erhält das Projekt zusätzliche rund 0,5 Mio. Franken bewilligt.

Den vierten SNSF Starting Grant erhält Dr. Christof Sparr (*1980) vom Departement Chemie, wo er seit 2013 als Habilitand eine Forschungsgruppe leitet. Sein Projekt befasst sich mit der Entwicklung von stereoselektiven Synthesemethoden zur Herstellung strukturell wohldefinierter organischer Verbindungen. Inspiriert durch biokatalytische Prozesse, kommen dabei Aminosäurederivate als chirale Katalysatoren zum Einsatz. Diese initiieren Reaktionskaskaden, in denen für die Arzneimittelentwicklung und die Energieforschung wichtige Strukturgerüste gebildet werden. Dadurch kann der effiziente und ressourcenschonende Zugang zu aussichtsreichen chiralen Substanzklassen untersucht werden.

Befristeter Ersatz für die europäischen Förderungsinstrumente

Der Schweizerische Nationalfonds hat die SNSF Starting Grants im Frühjahr 2014 als Übergangsmassnahme für Forschende in der Schweiz lanciert, die nach der Annahme der sogenannten Masseneinwanderungsinitiative an der Ausschreibung des European Research Council (ERC) im Jahr 2014 nicht teilnehmen durften. Seit Mitte September sind Forschende in der Schweiz wieder zu ERC Grants zugelassen, dies als befristete Lösung bis Ende 2016.

Insgesamt 145 Forschende hatten Gesuche um einen SNSF Starting Grant eingereicht, die vom SNF evaluiert wurden; unterstützt wurden nun 27 Projekte mit einer Gesamtsumme von 40,6 Mio. Franken. Die Ausschreibung stand sämtlichen wissenschaftlichen Disziplinen offen und richtete sich an Nachwuchsforschende, die an Schweizer Forschungsinstitutionen arbeiten. Der Beitrag pro Projekt beträgt in der Regel maximal 1,5 Mio. Franken, die Laufzeit bis zu fünf Jahre.

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