Regionalportal und Internetzeitung für Pressemeldungen!

 

Resolutionen angenommen

Der Grosse Rat fordert eine praxisgerechte Lösung für Musikerinnen und Musiker aus Drittstaaten und bricht eine Lanze für das Erlernen einer zweiten Landessprache

Der Grosse Rat hat auf Antrag der SP-Fraktion zwei Resolutionen angenommen. Die eine fordert, dass für rund 55 freischaffende Musikerinnen und Musiker aus Drittstaaten, die das Land gemäss einem Entscheid des Basler Amts für Wirtschaft und Arbeit nächsten Sommer verlassen müssen, eine verlängerte Aufenthaltsregelung gefunden wird. Der Regierungsrat und der Bundesrat werden aufgefordert, für freischaffende Künstler aus Drittstaaten generell eine praxisgerechte Aufenthaltslösung zu finden. Der Grosse Rat hat die Resolution mit 70 zu 16 Stimmen (5 Enthaltungen) überwiesen. Die zweite Resolution (60 zu 26 Stimmen, 1 Enthaltung) fordert die eidgenössischen Räte auf, beim Bundesrat und der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren darauf zu drängen, dass dem frühen Erlernen einer zweiten Landessprache oberste Priorität eingeräumt wird.

Resolutionen benötigen im Grossen Rat ein Zweidrittelmehr.

Die gefassten Resolutionen des Basler Parlaments im Wortlaut:

Resolution betreffend Musikerinnen und Musiker aus Drittstaaten

Anfangs September 2014 teilte das Amt für Wirtschaft und Arbeit Basel-Stadt den freischaffend tätigen Musiker/-innen die Praxisänderung hinsichtlich der Bestimmung für den Aufenthalt und Erwerbstätigkeit von Ausländer/-innen mit. In Anwendung der Bestimmungen des eidg. Ausländergesetzes vom 16. Dezember 2006 (Stand 1. Februar 2014) ist es Musiker/-innen bzw. Künstler/innen aus Drittstaaten nicht mehr erlaubt, in der Schweiz Wohnsitz zu haben. Sie dürfen sich nur noch temporär bis maximal acht Monate im Lande aufhalten, sofern sie nicht eine 75%-Anstellung bei einem Arbeitgeber haben.

Diese Regelung ist praxisfern, weil es für diese hochspezialisierten Künstler/-innen in der Regel kaum solche 75%-Stellen gibt. Sie bestreiten ihren Lebensunterhalt, indem sie in Teilpensen an den verschiedenen Basler Musikinstitutionen tätig sind und in Orchestern im In- und Ausland mitwirken.

Die Praxisänderung hat für die rund 55 betroffenen Künstler/-innen wie auch für Basel-Stadt einschneidende Konsequenzen. Die meisten müssen die Schweiz bis Ende August 2015 verlassen. Damit verliert die Region Basel hochqualifizierte Künstler/-innen, die zum Teil hier die Ausbildung absolvierten und für die Ausbildung zukünftiger Musiker/innen besorgt sind.

Die starre Regelung des eidg. Ausländergesetzes nimmt zu wenig Rücksicht auf die aktuellen gesellschaftlichen Begebenheiten in den jeweiligen Tätigkeitsgebieten und Branchen, und es sind neben den Künsterler/-innen noch weitere Bereiche davon betroffen.

Der Grosse Rat fordert deshalb,

  • dass der Regierungsrat und/oder der Bundesrat (Bundesamt für Migration) für die von der Praxisänderung betroffenen Musiker/-innen aus den Drittstaaten eine Regelung für einen Kurzaufenthalt bis mindestens Ende 2015 sucht.
  • dass sich der Regierungsrat beim Bund einsetzt und mit allen Mitteln darauf hinwirkt, dass es freischaffenden Künstler/-innen aus Drittstaaten möglich ist in der Schweiz praxisgerecht tätig zu sein.

Resolution betreffend dem Erlernen einer zweiten Landessprache

Eines der wesentlichen Merkmale der Schweiz ist die Vielfalt der Kulturen und Sprachen. Sie bedingt ein gutes Mass an gegenseitiger Solidarität, Interesse am anderen und das Verständnis dafür, dass die gegenseitige Beachtung der eigentliche Zusammenhalt des Landes ist. Mit Sorge und Unverständnis haben wir zur Kenntnis genommen, dass in einer wachsenden Zahl Kantone das Erlernen einer zweiten Landessprache nicht mehr als unverzichtbarer Lerninhalt der Primarschulen verstanden wird. Der Kanton Freiburg hat als Brückenkanton und Vermittler zwischen Sprachregionen alle Kantone aufgerufen, hier zu intervenieren, damit dem frühen Erlernen einer zweiten Landessprache in allen Kantonen weiterhin bzw. erneut oberste Priorität eingeräumt wird.

Dieser Meinung schliessen wir uns an und deshalb fordert der Grosse Rat des Kantons Basel-Stadt die eidgenössischen Räte auf, sowohl beim Bundesrat als auch bei der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) vorstellig zu werden.

  • Beim Bundesrat, um diesen aufzufordern, vermehrt in das gegenseitige Kennenlernen und Verstehen der Landeskulturen zu investieren, den Austausch zu fördern sowie das Erlernen der zweiten Landessprache in der Primarschule im Interesse des Landes zu verfolgen.
  • Bei der EDK, um diese eindringlich zu bitten, die Lücken des Erlernens der zweiten Landessprache in der Lehrerbildung sowie bei den Lehrmitteln zu schliessen als auch den Kantonen Vorschläge zu unterbreiten, wie interindividuelle Unterschiede im Sprachlernen gelöst werden könnten.

Kommentare powered by CComment

Arbeitgeber-Benefits und wie sie die Jobwahl beeinlussen

Jun 18, 2019
Info-Grafik Jobwahl
Jobware Trend-Report 2019: Fast die Hälfte der Männer will Dienstwagen, Frauen ist Fitness wichtiger Paderborn – Für viele Männer entscheidet sich die Jobwahl an der Dienstwagen-Frage. Zu diesem…

Heil durch den Ski-Winter

Jan 17, 2019
Skifahrer - Foto: obx-medizindirekt
Regensburg - Zuerst die gute Nachricht: Die Häufigkeit der Unfälle im alpinen Skisport ist in den vergangenen 30 Jahren um rund die Hälfte zurückgegangen. Dennoch sind immer noch knapp 50.000…

Kinderuni Hochrhein mit phaenovum-SchülerInnen auf großer Bühne

Feb 08, 2019
phaenovum-SchülerInnen Jule Knauer (2.v.l), Maja Spanke (3. v.l.) sowie Ronja Spanke (1. v.l.) als Moderatorin bei der Kinderuni Hochrhein, die zu Gast war im Schullabor EXPERIO Roche; Kaiseraugst (CH); Fotograf: Philipp Wente
Warm-up für Jugend forscht: Mutige Jungforscherinnen und -forscher teilen Wissen auf großer Bühne. Mit einer Sonderausgabe war die Kinderuni Hochrhein Anfang Februar bei Roche zu Gast: Fünf…

MM Atlantis Basel - Auftakt des neuen Kulturkonzepts

Jan 21, 2019
 „DeadBeatz“
Seit fast drei Monaten empfängt Parterre Basel im Traditionslokal Atlantis Gäste mit innovativer und anspruchsvoller Küche. Mit dem neuen Jahr startet nun auch das neue Kulturkonzept. Echte…

»FinsterWald – Finde Deinen Weg durch den Märchenwald zur magischen Lichtung«

Feb 01, 2019
Finsterwald (c) GRIMMWELT Kassel
Die GRIMMWELT Kassel eröffnet am 10.04.2019 die Märchenwald-Ausstellung »FinsterWald«. In der multimedialen Rauminstallation können Besucher nachempfinden, wie sich die Helden aus Grimms Märchen…

„Nicht auf hohem Niveau jammern, sondern handeln!“

Mai 06, 2019
Staat als recht gefräßig . . .
BdSt zur anstehenden Mai-Steuerschätzung / Prioritäten setzen und Soli abschaffen! „Es sollte nicht vor Steuerausfällen gewarnt werden, die es gar nicht gibt“, kommentiert BdSt- Präsident Reiner…

Schmieden in Wehr

Apr 11, 2019
Foto: Rosello
Wehr – noch sind Plätze frei beim "spanischen Schmied". Wer Interesse hat möchte sich bitte rechtzeitig anmelden! "Schmiedekunst" (5 Abende) Kurs-Nr.: 119-201534 In diesem Kurs mit Kunstschmied…

Klimawandel hat deutliche Folgen

Feb 21, 2019
 	 Schneeglöckchen als Marker. Der Frühling beginnt deutlich früher. Quelle: WetterOnline
Wir erleben zurzeit einen bereits sehr frühlingshaften Februar mit Temperaturen von bis zu 20 Grad. Die ersten Auswirkungen der Klimaveränderung auf die Natur sind inzwischen deutlich zu erkennen.…

Gebäudereinigerinnen wehren sich gegen Griff ins Portemonnaie

Mai 16, 2019
Bild-Unterzeile Müssen ohnehin jeden Euro zweimal umdrehen: Reinigungskräfte. Wer nur einen Teilzeitjob hat, soll künftig keinen Zuschlag bei Überstunden bekommen. So wollen es die Arbeitgeber. Die Gebäudereiniger- Gewerkschaft IG BAU hält dagegen: „Das ist der Griff ins Portemonnaie von Menschen, die hart arbeiten und ohnehin wenig verdienen.“
Von der Arbeitszeit bis zu den Urlaubstagen – alles geregelt. Bislang jedenfalls. Jetzt aber wird der Job für die insgesamt 2.200 Reinigungskräfte im Landkreis Konstanz zur „Wackelpartie“. Denn die…

Büro-Flucht im Trend: 61% der Angestellten wollen raus

Mär 28, 2019
Jobware Trend-Report 2019: 3 von 5 Angestellten liebäugeln mit dem Home-Office / Liegt die Büro-Flucht im Trend? Oder sind Co-Working-Spaces im Kommen?
Paderborn – Für immer mehr Arbeitnehmer hat die Möglichkeit, das Home-Office zu nutzen, höchste Priorität im nächsten Job. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Forsa-Umfrage, die im Auftrag der…

Brennender Komposthaufen gelöscht

Feb 22, 2019
Feuerwehr Reichenau löscht Komposthaufen
Kurz nach Mitternacht entdeckten Passanten am Freitagmorgen 22.02.2019 in Reichenau-Mittelzell bei einem Gewächshaus in der Nähe des Sportplatz Sandseele ein Feuer und riefen die Feuerwehr um Hilfe.…

dvi: 82 Prozent der Deutschen fordern Strafen für Vermüllung.

Jun 05, 2019
Berlin – Anlässlich des Tages der Umwelt hat das Deutsche Verpackungsinstitut e. V. (dvi) die Bevölkerung in einer repräsentativen Umfrage zum Thema der öffentlichen Vermüllung von Straßen, Plätzen,…
joyetech-ego-aio-silber
Mai 12, 2019 2921

Sind POD-Systeme die Zukunft der E-Zigarette?

Klein, handlich und komfortabel in der Anwendung - das sind die Eigenschaften, mit denen…
Immobilien am Hochrhien
Jun 21, 2018 2703

Immobilien am Hochrhein

Das Topthema seit langen Zeiten ist das Wohnen zwischen Basel und Konstanz. Wohnen und…
rakete sceene
Aug 09, 2017 7461

Web-Content & Web-System

Joomla und andere Content Management Systeme stehen für Einfachheitaber auch für…
Megaphone
Aug 23, 2018 12497

Ihr Artikel bei uns!

Weit gestreute Pressemeldungen und Inhalte bleiben im Trend. Schließlich kann man die…
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok