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350.000 Euro Nothilfe für die Rohingya

Nothilfe für die Rohingya

Erzbistum Freiburg und Caritas international informieren über Verwendung

Freiburg (pef). Mehr als 500.000 Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya sind inzwischen aus Myanmar nach Bangladesch geflohen. Weitere 100.000 Menschen warten noch auf eine Gelegenheit, die Grenze zu überqueren. Insgesamt befinden sich nach UN-Angaben rund 700.000 Menschen in der Region, von denen weit mehr als die Hälfte (rund 60%) Kinder sind. Die Versorgungslage in den Lagern ist schlecht und die Menschen leben unter extremen, unwürdigen Bedingungen, durch die sowohl der Staat Bangladesch als auch die UN überfordert sind.

Vor diesem Hintergrund hat das Erzbistum Freiburg Caritas international, dem Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, kurzfristig eine Unterstützung von 350.000 Euro zur Linderung der größten Not zugesagt. Dadurch konnte Caritas international für die Region bislang rund 450.000 Euro als Unterstützung zur Verfügung stellen. Experten von Caritas international und Vertreter des Erzbistums Freiburg haben jetzt Einzelheiten über die Verwendung der Spende und über die akute Nothilfe des Hilfswerks bekanntgegeben.

Neben Domkapitular Dr. Peter Birkhofer, der das weltkirchliche Engagement des Erzbistums Freiburg leitet, und Dr. Oliver Müller, Leiter von Caritas international, nahm auch Peter Seidel, Länderreferent von Caritas international, an dem Gespräch teil. Er ist erst in der vergangenen Woche aus Bangladesch zurückgekehrt, wo er die Hilfsmaßnahmen koordiniert hat.

„Katastrophe darf nicht vergessen werden“

Die Flüchtlinge haben sich nahe der Stadt Cox Bazar niedergelassen. Dadurch sind die Lager, die dort bereits seit den 1990er Jahren entstanden sind, zu einem Mega-Camp angewachsen. Caritas international kooperiert vor Ort aufgrund ihrer Expertise mit der Caritas Bangladesch. Die Hilfen sind eng mit den UN-Maßnahmen koordiniert.

Peter Seidel berichtete, wie internationale Helfer versuchen, die akute Not durch die Verteilung von Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Plastikplanen und Kleidung zu lindern. Caritas Bangladesch habe vor einigen Tagen damit begonnen, ergänzende Nahrungsmittel und Kochutensilien an 10.000 Familien zu verteilen. Genauso wichtig sei es, die hygienischen Bedingungen zu verbessern.

Ein Teil der durch das Erzbistum Freiburg bereitgestellten Spende in Höhe von 350.000 wird in die Maßnahmen der akuten Erstversorgung fließen. Ein weiterer Teil wird für Notunterbringung, die Bereitstellung von Wasser und sanitäre Anlagen verwendet. Darüber hinaus für den Schutz besonders verletzlicher Gruppen wie Kinder, Behinderte, Alte und Schwangere. Besonders Kinder sind vor sexuellem Missbrauch, Verkauf und Versklavung gefährdet.

„Die Gefahr besteht, so Peter Seidel, „dass diese Flüchtlingskatastrophe uns noch Jahrzehnte beschäftigen wird, sehr schnell aber von der Weltgemeinschaft ausgeblendet und dann vergessen wird.“ Offen sei, so Peter Seidel, ob die Flüchtlinge in der Region von Cox Bazar bleiben werden, oder ob die Regierung von Bangladesch eine dezentrale Verteilung im Land anstrebt, was Caritas international begrüßen würde. Für die Caritas bedeutet das bereits jetzt, dass der Hilfebedarf über lange Zeit bestehen bleiben wird.

Erzbistum Freiburg will mit Spenden auf Notsituationen hinweisen

Das Erzbistum Freiburg engagiert sich auch über die aktuelle Krise in Bangladesch hinaus weltweit immer wieder stark in verschiedenen Regionen. So hat das Erzbistum im März diesen Jahres eine Million Euro für Nothilfe und Präventionsarbeit zur Bewältigung der Hungerkatastrophe in Ostafrika zur Verfügung gestellt und im April 300.000 Euro Soforthilfe für die Opfer der Flutkatastrophe in Peru. Mit einer Summe von 1,95 Millionen Euro im Jahr 2017 gehört das Erzbistum Freiburg zu den größten Spendern von Caritas international. Bereits in den vergangenen Jahren hat sich das Erzbistum immer wieder mit großen Spenden an der Bewältigung akuter Notsituationen beteiligt, so etwa in Syrien, Irak, Jordanien und Nepal. Außerdem stockt das Erzbistum in diesem Jahr seinen „Fonds für vergessene Katastrophen“ von 150.000 auf 300.000 jährlich auf.

Mit den Spenden des Erzbistums ist die Hoffnung verbunden, die Öffentlichkeit auf den akuten Hilfsbedarf hinweisen und zu weiteren Spenden motivieren zu können. „Auch wenn wir als Erzbistum verhältnismäßig hohe Summen bereitstellen“, so Domkapitular Peter Birkhofer, „können wir damit die Folgen großer Katastrophen nie alleine lindern. Das geht nur, wenn wir an die Solidarität aller appellieren“.

Unterstrichen wird die Bedeutung der Lage in Bangladesch durch den Plan von Papst Franziskus, Ende November Myanmar und Bangladesch zu besuchen. Ob dabei ein Besuch des Lagers bei Cox Bazar erfolgen wird, steht zur Zeit noch nicht fest.

Tags: Flüchtling

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