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SPD-Kanzlerkandidat Schulz zu Gast bei den Kölner Ford-Werken

Martin Schulz, SPD-Kanzlerkandidat, war heute zu Gast bei Ford in Köln-Niehl. Er besuchte dort die Fiesta-Fertigung zum Ende der Frühschicht. Begrüßt wurde er dort vom Leiter der Fiesta-Fertigung Vic Daenen und Karl Anton, Director Vehicle Operation, Ford of Europe, der einen Überblick über die Kölner Fahrzeugfertigung und zum Standort gab. Auf der halbstündigen Tour durch die Fertigung informierten Karl Anton, Director Vehicle Operation, Ford of Europe, Vic Daenen, Leiter Fiesta-Fertigung, und Sara Gielen, Area Managerin Trim and Final, den Kanzlerkandidaten der SPD über die Fertigungsabläufe an den wesentlichen Stationen in der Produktion. Dazu gehörte unter anderem die Hochzeit, der Arbeitsschritt, bei dem Karosse und Antriebsstrang zusammengeführt werden. Schulz interessierte sich ebenfalls für den Einsatz des kollaborierenden Roboters beim Einbau von Stoßdämpfern. Er nutze auch die Gelegenheit, sich mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an der Linie über die Besonderheiten ihrer Arbeitsplätze zu unterhalten.

Im anschließenden Gespräch mit Gunnar Herrmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH, Dr. Clemens Doepgen, Geschäftsführer Regierungsangelegenheiten, und Rainer Ludwig, Geschäftsführer Sozial- und Personalwesen, informierte sich der SPD-Kanzlerkandidat über aktuelle handels- und umweltpolitische Themen.

Die Ford-Vertreter sprachen unter anderem die Auswirkungen für Ford durch den Austritt Englands aus der Europäischen Union an. Gunnar Herrmann betonte im Gespräch mit Martin Schulz: "Ein harter Brexit, könnte die Wiedereinführung von Zöllen für Autos und Autoteilen zwischen Großbritannien und der EU bedeuten und wäre nachteilig für beide Volkswirtschaften. Daher ist es für die Autoindustrie wichtig, dass es im Jahr 2019 keinen harten Schnitt und keine Wiedereinführung von WTO-Zöllen gibt. Wir brauchen eine frühe Indikation für eine Übergangsregelung, damit wir effektiv planen können." Ford ist Marktführer in Großbritannien. Aus Köln wird der Ford Fiesta und aus dem saarländischen Ford-Werk in Saarlouis die Modell Ford Focus, C-Max und Grand C-Max nach Großbritannien exportiert. Das Motorenwerk in England/Dagenham versorgt die Fahrzeugfertigungen von Ford in Europa mit Dieselaggregaten.

Ein weiterer Austausch fand zur Umweltgesetzgebung und der Zukunft der Automobilindustrie statt. Hier ging es im Wesentlichen um die Rahmenbedingungen für autonomes Fahren und die Elektromobilität.

Zum Abschluss seines Besuchs bei Ford kam Martin Schulz am Nachmittag zu einem Austausch mit Betriebsräten der Ford-Werke und dem IG Metall Vertrauenskörper zusammen. In dem Gespräch ging es um Zukunftsthemen wie die voranschreitende Digitalisierung, Industrie 4.0, damit einhergehende neue Arbeitsformen und Fragen zur Elektromobilität. Katharina von Hebel, stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats, betonte im Gespräch mit dem SPD-Kanzlerkandidaten: "Die Politik muss die Rahmenbedingungen schaffen und die Automobilhersteller auf dem Weg ins digitalisierte Zeitalter unterstützen, damit dieser so gut wie möglich hinsichtlich der Beschäftigungssicherung unserer Kolleginnen und Kollegen gelingt."

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