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Vorschlag für EU-Gebäuderichtlinie belastet Privatvermieter
Geschäftsführer Matthias Heißner
  • 21. Februar 2022

Vorschlag für EU-Gebäuderichtlinie belastet Privatvermieter

Von Prisca Häner

Die EU-Mitgliedstaaten sollen mit der neuen EU-Gebäuderichtlinie die rechtliche Möglichkeit erhalten, den Einsatz fossiler Brennstoffe in Gebäuden zu verbieten. Zielsetzung der Richtlinie ist unter anderem, dass ab 2030 alle neuen Gebäude in Europa emissionsfrei sein sollen.

Bereits im Dezember letzten Jahres stellte die EU-Kommission ihre Vorschläge für eine Verschärfung der Gesetzesgrundlage vor. Demnach sollen neue öffentliche Gebäude bereits ab 2027 emissionsfrei sein. „Für Neubauten ist diese Gebäuderichtlinie bestimmt zu begrüßen“, meint Matthias Heißner, Mitbegründer und Geschäftsführer des Bonitätsprüfers Mietercheck. „Aber für private Besitzer älterer Gebäude kann dieser Vorstoß fatale Folgen haben.“

Gravierende Auswirkungen auf Wohnungsmarkt 

Denn bei Gebäude der Energieklassen F und G wird eine Sanierung keine Option sein, weil der Ersatzneubau allein schon in Deutschland Kosten in Milliardenhöhe verursacht. Laut Haus & Grund sind hierzulande ungefähr drei Millionen Gebäude betroffen, die in zwei Stufen ab 2030 und 2033 nicht mehr genutzt werden dürften.

Matthias Heißner sieht das kritisch. „Für viele private Eigentümer und damit auch für private Vermieter beendet die EU damit die Wirtschaftlichkeit der eigenen Immobilie. Ihnen bleibt keine andere Möglichkeit als betroffene Immobilien abzustoßen.“ Das wiederum würde die Situation auf dem Wohnungsmarkt verschlechtern. „Und die ist heute schon angespannt.“

Des Weiteren ist zu befürchten, dass die energetischen Mindestanforderungen bei vielen Gebäuden technisch nicht umsetzbar sind. „Außerdem wissen wir nicht, ob die Baubranche überhaupt über genügend handwerkliche Ressourcen verfügt, um die Richtlinie in dem Zeitfenster umzusetzen“, so Matthias Heißner. Hier sei gerade die Bundesregierung in der Pflicht, nachzusteuern.

Über Mietercheck.de: 2004 wurde die auf Vermieterbelange spezialisierte Auskunftei in das zuständige Register aufgenommen. Der Experte für online Bonitätsprüfungen und Vermieterauskünfte Mietercheck.de überprüft seither datenschutzkonform und tagesaktuell die Bonität potenzieller Mieter in den größten Datenbanken Europas. Das Unternehmen mit Sitz in Stuttgart steht für über 15 Jahre Expertenwissen rund um das Thema Vermietung. Über Mietercheck.de wurden bereits über eine Million online Bonitätsprüfungen durchgeführt, aber auch politisch sorgt das Unternehmen für Veränderung: 2006 wurde durch die stetige Medienpräsenz von Mietercheck.de beispielsweise der Begriff „Mietnomaden“ in den Duden aufgenommen. Gegründet wurde Mietercheck.de von Immobilienunternehmern mit eigenen Vermietungen, die daher aus eigener Erfahrung wissen, dass die klassische Bonitätsprüfung für eine Mietentscheidung nicht immer ausreichend ist. Sie nutzen die gesetzlichen Möglichkeiten für die einzigartige Bonitäts-Systematik, die Vermietern – und damit auch Mietern – eine langfristige und positive Zusammenarbeit ermöglichen soll. https://mietercheck.de/   


Ressort: Wirtschaft

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