
- 24. Juli 2026
Bayerns Heilbäder bekräftigen: "Auf das klare Bekenntnis müssen jetzt Taten folgen"
Staatsregierung würdigt Gesundheitstourismus als Zukunftsmodell
München - Die Bayerische Staatsregierung hat die wirtschaftliche und gesundheitspolitische Bedeutung des Gesundheitstourismus für Bayern ausdrücklich hervorgehoben. Im Bericht zur Kabinettssitzung in dieser Woche betont sie die zentrale Rolle von Heilbädern, Kurorten und Staatsbädern für Prävention, Gesundheitsförderung und die Entwicklung des ländlichen Raums. Für den Bayerischen Heilbäder-Verband (BHV) ist dies ein klares Signal, Prävention künftig stärker in der Gesundheitspolitik zu verankern.
"Dass die Staatsregierung den Gesundheitstourismus als Zukunftsmodell für Bayern hervorhebt, ist ein starkes Signal, auf das klare Bekenntnis müssen jetzt Taten folgen", sagt BHV-Präsident Peter Berek. "Unsere Heilbäder und Kurorte sind weit mehr als attraktive Reiseziele. Sie verbinden medizinische Kompetenz, Prävention und Erholung und sind ein wichtiger Baustein einer modernen Gesundheitsversorgung."
Milliardenwert für Bayern
Die von der Staatsregierung veröffentlichten Zahlen unterstreichen die Bedeutung der Branche: 5,6 Millionen Übernachtungsgäste, rund 23 Millionen Übernachtungen, 5,6 Milliarden Euro Umsatz, 2,9 Milliarden Euro Wertschöpfung, mehr als 86.000 Arbeitsplätze und über 520 Millionen Euro Steuereinnahmen im Jahr 2025.
"Diese Zahlen zeigen, dass Investitionen in den Gesundheitstourismus weit über die Tourismusbranche hinaus wirken", sagt BHV-Geschäftsführer Frank Oette. "Sie stärken regionale Wertschöpfung, sichern Arbeitsplätze und kommen über erhebliche Steuereinnahmen letztlich dem gesamten Freistaat zugute."
Der Verband, der die Interessen von rund 70 Heilbädern, Kurorten und Kurbetrieben in Bayern vertritt, begrüßt deshalb auch die Investitionen des Freistaats in die touristische Infrastruktur. Zwischen 2021 und 2025 flossen mehr als 50 Millionen Euro in entsprechende Projekte, rund 40 Millionen Euro davon unmittelbar in Heilbäder, Kurorte und Staatsbäder.
Sonderrolle braucht verlässliche Finanzierung
Worauf der BHV gleichzeitig hinweist: Die staatlich anerkannten Heilbäder und Kurorte müssen im Vergleich zu anderen Gemeinden zusätzliche Anforderungen erfüllen. Um ihre Prädikate dauerhaft zu sichern, investieren sie kontinuierlich in Gesundheits-, Kur- und Freizeitinfrastruktur sowie in hohe Qualitätsstandards.
"Wenn der Freistaat die besondere Bedeutung der Heilbäder und Kurorte für Gesundheit, Prävention und Tourismus anerkennt, muss sich diese Sonderrolle künftig auch in der kommunalen Finanzierung widerspiegeln", sagt der Vorsitzende des Bayerischen Heilbäder-Verbands. "Die besonderen Anforderungen werden bislang nicht ausreichend berücksichtigt. Deshalb setzen wir darauf, dass der seinerzeit vom heutigen BHV-Ehrenvorsitzenden und CSU-Landtagsfraktionschef Klaus Holetschek geforderte Sonderlastenausgleich nun zeitnah umgesetzt wird." Das wäre nach Worten Bereks ein konsequenter Schritt, um Bayerns einzigartige Bäderlandschaft dauerhaft zu sichern.
Zugleich bekräftigt der Verband seine Forderung nach einer stärkeren Verankerung der Prävention im Gesundheitswesen. Gemeinsam mit dem Deutschen Heilbäderverband hat der BHV hierzu vor wenigen Wochen konkrete Vorschläge zur Reform des Präventionsgesetzes an führende Gesundheitspolitiker in Berlin übergeben. "Bayern verfügt über hervorragende Voraussetzungen, bei Prävention bundesweit Maßstäbe zu setzen", so Berek. "Jetzt gilt es, das klare Bekenntnis der Staatsregierung in konkrete gesundheitspolitische und finanzielle Entscheidungen zu übersetzen."







