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Barocke Frauenpower begeistert bei Uraufführung
Autorin und Zontian Sandhya Hasswani (2.v.l. in blau) im Kreis der Darstellenden bei der Zugabe von Wunderkram anlässlich der Uraufführung in der Kultschüür Laufenburg. Stilgerecht hatte die Autorin den Aufführenden eine Flasche Jubiläumswein und das Buch über die "letzte Äbtissin" überreicht ©Volkskunstbühne/Zonta
  • 08. Juni 2026

Barocke Frauenpower begeistert bei Uraufführung

Von Klaus-Ulrich Battefeld | Zonta-Club Bad Saeckingen-Hochrhein

Zontian Sandhya Hasswani präsentiert Theaterstück in der Laufenburger kultSCHÜÜR

Ein kraftvolles Zeichen für weibliche Selbstbestimmung und historische Frauenpower setzte am Samstagabend die Uraufführung des Theaterstücks „Die Reise nach Wien“ in der auf Anhieb ausverkauften kultSCHÜÜR Laufenburg (CH). Die packende historische Vorpremiere der Volkskunstbühne Rheinfelden rückt den oft unterschätzten, energischen Widerstand von Frauen im Barockzeitalter ins Scheinwerferlicht.
Das Stück basiert auf dem Erfolgsroman „Die letzte Äbtissin“ von Sandhya Hasswani. Dass die historische Vorlage eine so tiefgehende Würdigung weiblicher Stärke erfuhr, ist kein Zufall: Die Autorin engagiert sich selbst aktiv im Zonta Club Bad Säckingen-Hochrhein. Getreu den Zonta-Leitsätzen – der weltweiten Förderung und Stärkung von Frauen in der Gesellschaft – hauchte Hasswani einer Pionierin der regionalen Geschichte neues Leben ein.

Im Mittelpunkt des Geschehens im Jahr 1785 steht die Äbtissin Mari-Anna von Hornstein-Göffingen. Konfrontiert mit einem kaiserlichen Dekret zur Schließung des Frauenstiftes Säckingen, fügt sie sich nicht dem patriarchalen Herrschaftsanspruch. Mit unbeugsamem Willen, diplomatischem Geschick und purer barocker Frauenpower reist sie an den kaiserlichen Hof nach Wien. Ihr mutiger Auftritt beim Kaiser und ein süffisant-weibliches Ränkespiel sichern den Fortbestand des Stiftes um Jahrzehnte.
Die Inszenierung von Regisseur Dietmar Fulde arbeitete die Kernthemen in enger Zusammenarbeit mit der Autorin meisterhaft heraus. Das Stück zeigte eindrucksvoll, dass Frauen im Barock strategisch kluge Akteurinnen waren, die ihre Rechte mit Nachdruck verteidigten. Damit schlug die Aufführung eine flammende Brücke zu modernen gesellschaftlichen Debatten über weibliche Führung und Gleichberechtigung.

Das spielfreudige und ausdrucksstarke Ensemble der Volkskunstbühne Rheinfelden – grandios unterstützt durch Sonja Wunderlin und Gabriel Kramer (Wunderkram) – brachte diese emotionale Zerrissenheit und den stolzen Widerstandsgeist kraftvoll auf die Bühne und zog das Publikum von der ersten Minute an in seinen Bann. Die Darstellenden und die anwesende Autorin wurden vom begeisterten Publikum frenetisch gefeiert. Stilgerecht überreichte die Autorin den Aufführenden eine Flasche Jubiläumswein und das Buch über die "letzte Äbtissin" . Kommentar von Claudia Palladino als Darstellerin der Äbtissin, als sie diese auf dem Buch sah: "huch, das bin ja ich!"

Nach diesem prächtigen Auftakt in der Laufenburger kultSCHÜÜR wandert das Stück weiter durch die Region. Die nächsten Aufführungen finden am 13. und 14. Juni auf dem Campus in Rheinfelden statt. Das Bühneli Lörrach führt das Stück am 17. Juni auf, Die Bad Säckinger Festspielgemeinde am 20. und 21. Juni und am 27. Juni ist es im Katholischen Gemeindehaus in Grenzach-Wyhlen zu sehen. Einzelheiten bei https://volkskunstbuehne.de/. Das historische Spektakel vom Hochrhein wird stilgerecht unterstützt von der Hochrheinkommission. Wir gratulieren und wünschen Stück und Ensemble viel Erfolg!


Ressort: Waldshut

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