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Integration von Flüchtlingen in Kitas
  • 29. Juni 2016

Integration von Flüchtlingen in Kitas

Von Isabelle Royé | agentur05 GmbH

98 % der Kitaleitungen fühlen sich von der Politik im Stich gelassen

Köln -. „Damit Integration gelingt, sollten Flüchtlingskinder so schnell wie möglich verpflichtend Kitas besuchen – allerdings fehlt dafür die Unterstützung von Bund und Ländern.“ Diese sowie weitere hochaktuelle Aussagen präsentiert die neue, repräsentative BeWAK-Studie (Befragung zur Wertschätzung und Anerkennung von Kitaleitungen) von Wolters Kluwer Deutschland, die unter der wissenschaftlichen Begleitung von Prof. Dr. Ralf Haderlein von der Hochschule Koblenz durchgeführt wurde.

„Die BeWAK-Studie soll die Herausforderungen der Kitaleitungen untersuchen und auf aktuelle Probleme im Kita-Alltag aufmerksam machen“, erklärt Carola Schneider, Verlagsleiterin Kita-Management beim Veranstalter des DKLK, Wolters Kluwer. „Der DKLK bietet die perfekte Plattform, um die hochaktuellen Ergebnisse zu diskutieren und der Öffentlichkeit näher zu bringen.“

Studie zeigt hohe Unterstützungsbereitschaft, aber auch mangelnde Sprachkenntnisse

Der DKLK lud neben den Vorträgen auch zu Diskussionsrunden über die gegenwärtigen Herausforderungen im Kita-Alltag ein. Dabei sorgte die aktuelle, repräsentative BeWAK-Studie des Veranstalters Wolters Kluwer für Gesprächsstoff. Erst zwei Wochen zuvor, auf dem DKLK in Berlin am 15. Juni 2016, wurden die Ergebnisse der Studie zur Integration von Flüchtlingskindern in Kitas vorgestellt. In der Umfrage wird vor allem das Engagement der Fachkräfte deutlich. Zwar sind fast 90 Prozent der Befragten der Meinung, dass Flüchtlingskinder so früh wie möglich in Kindertagesstätten betreut werden sollten. Jedoch zeigt die Studie auch offensichtliche Probleme in den Kitas: 98 Prozent der Befragten fühlen sich nicht gut vorbereitet auf die Arbeit mit Flüchtlingskindern. Hauptprobleme sind den Angaben zufolge zu 65 Prozent mangelnde Sprachkenntnisse und fehlendes Personal. Doch auch unzulängliche Finanzierung und fehlende Räumlichkeiten werden von über 20 Prozent der Kitaleitungen als Hürde für die Aufnahme von Flüchtlingskindern angegeben.

Hohe Eigeninitiative des Kita-Personals ohne Unterstützung von der Politik

Die Vorbereitung auf die neuen Aufgaben findet in der Regel außerhalb der Kita und auf private Initiative hin statt. Als größte Unterstützung nennt die Mehrheit des Personals das eigene Kita-Team. Das lässt zwar erneut auf eine hohe Eigeninitiative des Kitapersonals schließen, zeigt zugleich aber auch auf, dass Bund und Länder bei der Bewältigung der Probleme kaum Hilfestellung geben: Lediglich 1 Prozent der Befragten  nimmt die Regierung als unterstützend wahr. In der BeWAK-Studie des vergangenen Jahres erzielte die Politik ein ähnliches Ergebnis.

Die Umfrage war nur eines der zahlreichen Themen auf dem Deutschen Kitaleitungskongress (DKLK) in Augsburg. Die bundesweit führende Fachveranstaltung für Kitaleitungen bot den rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern darüber hinaus über 60 hochkarätige Vorträge und Workshops zu Themen wie Qualitätsstandards, Führung und Kommunikation in der Kindertagesstätte. Top-Referenten der Veranstaltung waren unter anderem Musikproduzent Thomas M. Stein, Kommunikationsexperte Prof. Samy Molcho sowie Buchautorin und Sachverständige im Bereich Frühpädagogik, Dr. Ilse Wehrmann.

Der DKLK in Augsburg war der dritte von vier Kongressen in 2016. Ein weiterer Kongress findet in diesem Jahr noch vom 20.-21. September in Berlin statt.

Die ausführlichen Studienergebnisse stehen zum Download für Sie unter http://www.deutscher- kitaleitungskongress.de/dklk-2016/service/presse.html bereit. Für alle weiteren Infos zum DKLK besuchen Sie www.deutscher-kitaleitungskongress.de oder wenden Sie sich direkt an den Pressekontakt.


Ressort: Bildung und Kultur

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