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Plastikpiraten entern erneut Flüsse für die Forschung
  • 20. März 2017

Plastikpiraten entern erneut Flüsse für die Forschung

Von Super User

Bundesweite Citizen-Science-Aktion im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane geht im Mai in die zweite Runde / Lehrkräfte und Pädagogen können ab sofort wieder die kostenfreien Materialien bestellen und mit ihren Schulklassen oder Jugendgruppen die Plastikbelastung deutscher Fließgewässer untersuchen

Berlin - Raus aus dem Klassenzimmer und rein in die Natur: Vom 1. Mai bis zum 30. Juni ruft das Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane erneut zur Jugendaktion „Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier!" auf. Jugendliche von 10 bis 16 Jahren können dann selbst zu Forscherinnen und Forschern werden und dem Plastikmüll in Flüssen und Bächen auf die Spur gehen. Dass die Vermüllung der Ozeane ein globales Problem ist, ist inzwischen vielen Menschen bekannt. Das Ausmaß von Müllvorkommen in und an Fließgewässern, die den Müll ins Meer transportieren, ist dagegen noch weitgehend unerforscht. Als „Plastikpiraten" können die Jugendlichen dazu beitragen, diese Wissenslücke zu schließen.

Schon im Herbst 2016 waren knapp 200 Schulklassen und Jugendgruppen auf wissenschaftlicher Expedition an ihren heimischen Flussufern unterwegs. Bundesweit sammelten sie nicht nur Müll, sondern auch wichtige Forschungsdaten. Aufgrund der positiven Resonanz wird die Citizen-Science-Aktion nun wiederholt. Das begleitende Lehr- und Arbeitsmaterial können Lehrerinnen und Leiter von Jugendgruppen und Vereinen ab sofort auf www.wissenschaftsjahr.de/jugendaktion kostenlos bestellen.

Junge Forscherinnen und Forscher auf Plastikexpedition

Mit Hilfe einer wissenschaftlichen Anleitung dokumentieren die Jugendlichen die Müllvorkommen am Ufer und im Wasser, das sie auch auf kleine Mikroplastikpartikel untersuchen. Ihre erhobenen Daten tragen sie in eine digitale Deutschlandkarte ein. Dort können sie sehen, wie sauber ihr lokaler Fluss oder Bach im Vergleich zu anderen Fließgewässern ist. Alle Ergebnisse werden im Anschluss von der Kieler Forschungswerkstatt ausgewertet und fließen in eine wissenschaftliche Studie ein. Wie entwickelt sich das Müllvorkommen von der Quelle bis zur Mündung eines Flusses? Hängt die Verschmutzung von der Fließgeschwindigkeit ab? Daten von kleinen Bächen sind dabei genauso wichtig wie Untersuchungen von Elbe und Rhein. Ein möglichst umfassendes Bild über die Belastung durch Plastik ist nötig, um langfristig wirksame Schutzmaßnahmen ableiten zu können.

Müllhalde Meer

Bis zu 13 Millionen Tonnen Plastikmüll landen jährlich in den Weltmeeren – und ein großer Teil gelangt auch über die Flüsse dorthin. Mikro- und Makroplastik stellen eine große Gefahr für marine Lebewesen dar. Hundertausende von Tieren, darunter vor allem Seevögel, verenden jährlich durch Plastikmüll. Fische und Weichtiere wie Muscheln und Garnelen verwechseln das weniger als 5 Millimeter große Mikroplastik mit Nahrung. Mit der 2016 veröffentlichten Förderrichtlinie „Plastik in der Umwelt" investiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung 28 Millionen Euro in die Erforschung von Ursachen und Wirkung der Plastikmüll-Verschmutzung. Gleichzeitig möchte es die breite Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren. Aktionen wie die „Plastikpiraten" motivieren junge Menschen, vor der eigenen Haustür für den Meeresschutz aktiv zu werden.

Weitere Informationen zu den „Plastikpiraten" gibt es unter: Jugendaktion


Ressort: Energie und Umwelt

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