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Fasten gegen zu viel Fett im Blut?
ziemlich leerer Teller - Adobe Stock
  • 06. März 2023

Fasten gegen zu viel Fett im Blut?

Von Jens Henning-Billon | obx-medizindirekt

Fasten liegt im Trend: Viele Menschen verzichten auch, um ihre Cholesterinwerte zu senken. Kurzfristig hilft das, aber nach dem Ende der Fastenzeit lassen die Effekte schnell nach, sobald die alten Ernährungsgewohnheiten wieder Einzug halten. Einen natürlichen Weg, langfristig etwas gegen zu viel Fett im Blut zu tun, eröffnen Pektine, wie sie unter anderem im Apfel vorkommen.  

Regensburg (obx-medizindirekt) - Deutschland gehört nach offiziellen Daten des WHO Global Health Observatory gemeinsam mit Luxemburg, Dänemark und Island zu den Ländern auf der Welt mit den höchsten Cholesterinwerten. Mehr als zwei Drittel der Deutschen leben mit einem zu hohen Cholesterinspiegel. Die schlechten Blutfettwerte sind neben dem Wunsch, ein paar überflüssige Pfunde zu verlieren, auch einer der Gründe, warum sich immer mehr Menschen für die Idee des Fastens begeistern. Rund zwei Drittel der Bundesbürger (63 Prozent) halten es für gesundheitlich sinnvoll, mehrere Wochen gezielt auf Genussmittel oder Konsumgüter zu verzichten. Das ist rund ein Viertel mehr als vor zehn Jahren. Doch oft sind die Effekte nur von kurzer Dauer.

Was bedeutet es, einen "erhöhten Cholesterinspiegel" zu haben? Es befindet sich zu viel von dem "schlechten" LDL-Cholesterin im Blut. In Blutgefäßen können sich dadurch Ablagerungen bilden. Diese behindern den Blutfluss und können ihn sogar vollständig zum Erliegen bringen. Diese Verkalkung der Arterien ist es, die das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle erhöht - in der westlichen Welt und auch in der Bundesrepublik immer noch Todesursache Nummer 1. Begünstigt werden die schlechten Blutfettwerte neben mangelnder Bewegung auch durch eine fett- und zuckerreiche Ernährung. So verwundert es nicht, dass die meisten Menschen laut der Umfrage, die das Institut Forsa im Januar 2023 im Auftrag der DAK-Gesundheit durchgeführt hat, neben Alkohol vor allem auf Süßigkeiten und Fleisch verzichten.

Oft sind die erfreulichen Effekte des Fastens - vom Gewichtsverlust über einen niedrigeren Blutdruck bis hin zu reduzierten Blutfettwerten - aber nicht von Dauer und können sich sogar ins Gegenteil verkehren, wie Professorin Susanne Klaus vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke deutlich macht. Nach ihren Worten ist der Hauptgrund für den so genannten "Jojo-Effekt" der verminderte Energie-Grundumsatz des Körpers: Während des Fastens schaltet der Körper in eine Art "Energie-Sparprogramm" um, das er auch nach Ende der Verzichtszeit beibehält. Was ebenfalls den Energie-Verbrauch drückt: Fasten führt zwar zum einen zum Abbau der Fettpolster, mindert aber auch die Muskelmasse. Und gerade die Muskeln sind es, die eine Menge Energie verbrauchen.

Besonders in Mode ist zurzeit auch eine Fastenmethode, bei der Menschen täglich über einen längeren Zeitraum nichts essen: das intermittierende Fasten. Beim Modell "16:8" beispielsweise ist die Nahrungsaufnahme nur über eine Periode von acht Stunden erlaubt, 16 Stunden wird nichts gegessen. Was bringt das "Intervallfasten"? "Neuere Studien kamen zu dem Ergebnis, dass sich das Intervallfasten in seiner Wirkung nicht oder nur wenig von anderen Diätformen unterscheidet", heißt es bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Ist das intermittierende Fasten ein Königsweg, um die eigenen Blutfettwerte langfristig erfolgreich zu senken? Die Ergebnisse einer amerikanischen Studie deuten darauf hin, dass das nicht der Fall ist. Der amerikanische Ernährungswissenschaftler Dr. John Trepanowski, der unter anderem an der renommierten Universität Stanford forschte, verglich die Auswirkungen bei zwei Patientengruppen: Eine reduzierte im Rahmen einer herkömmlichen Diät die Kalorienaufnahme, eine zweite lebte nach den Regeln des Intervallfastens. Das erstaunliche Ergebnis: Nach 12 Monaten war die Konzentration des ungünstigen LDL-Cholesterins in der Fasten-Gruppe signifikant höher (11,5 mg/dl) als in der Gruppe mit der kontinuierlichen Energierestriktion.

Mediziner vom Intermountain Medical Center in Utah fanden zudem heraus, dass der Cholesterinspiegel beim Fasten sogar ansteigen kann, zumindest kurzfristig. Dies beobachteten sie bei Patienten, die 24 Stunden lang nur Wasser zu sich nahmen. Die Wissenschaftler vermuten: Durch den "Hungerstress" reagiert der Körper mit erhöhter Cholesterinproduktion und gewinnt Energie aus Fett statt aus Zucker.  

Viele Menschen fragen sich deshalb, gerade auch anlässlich der Entscheidung, ob sie fasten sollen: Gibt es natürliche Alternativen, die langfristig den Cholesterinspiegel senken helfen? Die gute Nachricht: Verschiedene Studien haben inzwischen den Nachweis erbracht, dass sich erhöhte Cholesterinwerte auch auf natürliche Weise senken lassen. Als Schlüssel gelten dabei Pektine, wie sie unter anderem in hoher Konzentration in Schalen und im Gehäuse von Äpfeln vorkommen.

Studien der Florida State University und von Wissenschaftlern aus Österreich kamen zu einem ähnlichen Ergebnis: Durch die in den Äpfeln enthaltenen Pektine gelang es, den erhöhten Cholesterinspiegel der Studienteilnehmer um zwischen 23 und 30 Prozent zu senken. Apfelpektin könnte vielen Menschen neue Hoffnung geben, ihre Blutfettwerte dauerhaft und nachhaltig auf natürliche Weise zu mindern. Um eine Wirkung zu erzielen, ist eine Einnahme über einen längeren Zeitraum hinweg nötig. Apfelpektin ist heute eine langfristig angelegte Ergänzung der Ernährung zum Erhalt eines natürlichen Cholesterinspiegels.

Wirkung ab sechs Gramm Apfelpektin pro Tag
Die cholesterinsenkende Wirkung des Pektins selbst ist ab einer täglichen Aufnahme von sechs Gramm nachgewiesen. In Deutschland ist reines Apfelpektin unter dem Handelsnamen "ApfelCholest" erhältlich. Das Präparat, hergestellt in der Bundesrepublik, enthält in der empfohlenen Tagesdosis von fünf Komprimaten sechs Gramm Apfelpektin und somit den Pektin-Gehalt von zehn Äpfeln.


Ressort: Lifestyle & Wohlbefinden

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