Regionalportal und Internetzeitung für Pressemeldungen!

 

Display Top

Der Fessenheim Störfall 2014

In Sachen Fessenheim-Störfälle hat der BUND das gleiche Problem wie die Medien. Wir müssen uns zwangsläufig wiederholen

"Im französischen AKW Fessenheim gab es 2014 eine Überschwemmung. Die Betreiberfirma stellte das Ereignis als harmlos dar. Doch nach Recherchen von WDR und "Süddeutscher Zeitung" könnte es einer der dramatischsten AKW-Unfälle in Westeuropa gewesen sein.

Am 9. April um 17 Uhr gehen gleich mehrere Alarmsignale auf der Leitwarte des Reaktorblocks 1 in Fessenheim ein: Wassereinbruch auf mehreren Ebenen, Defekte an elektrischen Isolierungen, Ausfall eines der beiden Systeme zur Reaktorschnellabschaltung. Der Versuch, den Reaktor ordnungsgemäß herunterzufahren scheitert - die Steuerstäbe lassen sich nicht bewegen.

"Es betrifft hier den Reaktorkern, also die Seele, die Zentrale der Anlage", sagt Manfred Mertins, der seit Jahrzehnten als Sachverständiger für Reaktorsicherheit tätig ist. Er war lange Mitarbeiter der Gesellschaft für Reaktor- und Anlagensicherheit, GRS, die im Auftrag der Bundesregierung die Sicherheit von Atomkraftwerken beurteilt. "Wenn ich hier unterstelle, dass ein System schon ausgefallen war, muss ich sagen: Damit war die Abschaltung nicht mehr in dem vorgesehenen Umfang sichergestellt", so Mertins. "Also insofern ein sehr ernstes Ereignis." Die französische Atomaufsicht schrieb wenige Tage nach dem Unfall an die Leitung des Kraftwerks einen Brief. Der Inhalt ist auch für Mertens erschreckend. "Es gibt eine Information, dass für etwa drei Minuten die Temperatur im Reaktorkern aus dem Ruder gelaufen ist. Das ist sicherlich darauf zurückzuführen, dass man keine Informationen mehr über die Regelung im Kern hatte." Die Mannschaft habe in diesem Moment den Reaktor quasi blind gefahren, sagt Mertins.

Die Betreiber und die Präfektur beruhigten und verharmlosten auch 2014 wie immer. Auch die ASN (Autorité de sûreté nucléaire) hat hier wieder einmal weggeschaut und als Kontrollbehörde versagt. BUND, Umweltbewegung und Medien haben bei einer solchen Fessenheimer-Störfall-Meldung das gleiche Problem: Das Monopol zur Auswertung und Bewertung von Störfällen liegt zuerst immer beim Betreiber EDF. Das natürliche Interesse der EDF an einer „objektiven Bewertung“ solcher Unfälle kennen wir und wir haben auch immer erlebt, wie in Fessenheim versucht wurde, Unfälle herunter zu spielen. Leider kontrolliert die Kontrollbehörde ASN viel zu wenig.

Das Problem im ältesten AKW Frankreichs, in Fessenheim, ist nach Ansicht von BUND-Geschäftsführer Axel Mayer die Häufung extrem vieler „kleiner und großer“ Vorfälle und Unregelmäßigkeiten in den letzten Jahren. Dies spricht für eine schlechte Sicherheitskultur im Atomkraftwerk und eine schlechte Sicherheitskultur ist immer auch eine Gefahr für die Menschen. Alternde, laufzeitverlängerte AKW (in Fessenheim stehen die ältesten Reaktoren dieses Typs in Frankreich, die 1977 und 1978 in Betrieb genommen wurden) mit versprödeten Reaktordruckgefäßen vergrößern die Unfallgefahr.

Auch die massiven finanziellen Probleme, der aktuelle Fast-Bankrott von EDF und AREVA, führen dazu, Unfälle herunter zu spielen. Um den Bankrott zu verhindern, versuchen die beiden "armen aber mächtigen" Atomkonzerne sehr erfolgreich eine Gefahrzeitverlängerung für alle französischen AKW zu erreichen. Da passen schwere Störfälle nicht ins Konzept. Dazu kommt die Erdbebengefahr im Rheingraben. Die Unfälle von Tschernobyl und Fukushima werden sich "genau so" nicht wiederholen. Die nächste Katastrophe, ob in Ost- oder Westeuropa, oder eben in Fessenheim, wird neue, nicht vorhersehbare und nicht planbare Ereignisabläufe bringen. Überall, wo Menschen arbeiten, gab und gibt es Fehler. Die Atomtechnologie verträgt keine Fehler, insbesondere nicht in einem altersschwachen AKW.

Echte Sicherheit gibt es erst, wenn der französische Präsident François Hollande sein Versprechen umsetzt und das altersschwache AKW Fessenheim schnellstmöglich abstellt. Um den politischen Druck aufrecht zu erhalten wird es am Oberrhein zum Tschernobyl-Jahrestag wieder grenzüberschreitende Proteste geben. Die Brücken-Aktionen sollen am Sonntag den 24.4.16 um 12 Uhr auf vielen Brücken am Oberrhein stattfinden.

Kommentare powered by CComment

Internationales Schlittenhunderennen in Todtmoos

Jan 04, 2019
Schlittenhunderennen in Todtmoos
Ende Januar ist Todtmoos ein angesagtes Ziel für Schlittenhundeführer und Freunde von Huskies. Erwartet werden über 100 Musher mit ihren Tieren. Erstmalig starten auch Läufer mit ihrem Hund an der…

Alles um's Haar

Jan 29, 2019
Voreingestelltes Bild
::cck::180::/cck::::introtext::Waschen, Schneiden, Föhnen alles aus einer Hand, egal ob für Frauen Männer oder Kinder. friseurWAGNER bietet alles aus erner Hand. Ob Permanente Glättung oder…

Cyberspace am Hochrhein!

Feb 07, 2019
verlegte Glasfaser
Wie das Internet an den Hochrhein kommt, zeigt deises Youtoube Video aus dem Kanal "Telekom Netz". Um 96 Glasfasern 35 km über den Wald zu legen, ist man erst einmal eine Weile beschäftigt.…

Bauen mit Holz

Feb 11, 2019
Voreingestelltes Bild
::cck::181::/cck::::introtext::Mit Holz bauen bietet neben guter und natürlicher Wärmedämmung eine behagliche Wohnatmosphäre.::/introtext::::fulltext::Durch das im Holz gebundene Kohlenstoff leisten…

Pralinen und Trüffel aus der Trompeterstadt

Jan 12, 2019
Voreingestelltes Bild
::cck::179::/cck::::introtext::Hochwertige Trüffel, Pralinen und Schokoladensorten aus der Trompeterstadt am Hochrhein.::/introtext::::fulltext::Eine große Auswahl gewährleistet, dass für jeden…
Immobilien am Hochrhien
Jun 21, 2018 1921

Immobilien am Hochrhein

Das Topthema seit langen Zeiten ist das Wohnen zwischen Basel und Konstanz. Wohnen und…
Content Rakete
Aug 09, 2017 6762

Web-Content & Web-System

Ihr Content auf fremden Seiten Sie kennen das Potential für SEO wenn eigene Meldungen auf…
Jun 21, 2018 2387

Schule am Hochrhein

Erreichbarkeit Wie am Hochrhein durch die Geologesche Gegebenheit erforderlich, müssen…
Megaphone
Aug 23, 2018 8647

Ihr Artikel bei uns!

Content ist King! Sie möchten Ihre Unternehmens-Artikel streuen, und nicht…
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok