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Corona an den Augen ablesen?

Professor Dr. Dr. Walter Sekundo, Leiter der Klinik für Augenheilkunde an der Philipps-Universität Marburg und des Smile Eyes Augenzentrums Marburg. ©Smile Eyes

Bindehautentzündung kann auf eine Infektion hindeuten

München — Die kalte Jahreszeit hat uns voll im Griff, und damit steigen auch wieder die Corona-Neuinfektionen. Wie bereits seit Beginn der Pandemie bekannt, äußert sich eine Infektion anhand verschiedener Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und den Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn. Daneben kann auch eine Bindehautinfektion auf eine Infektion mit dem Virus hindeuten. Im Interview erklärt Univ.-Prof. Dr. med. Walter Sekundo, Leiter der Klinik für Augenheilkunde an der Philipps-Universität Marburg und des Smile Eyes Augenzentrums Marburg, was es damit auf sich hat.

Wie wird eine Bindehautentzündung im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion diagnostiziert?
Prof. Dr. Sekundo: „Die Patienten haben die gleichen Symptome wie bei jeder anderen viralen Bindehautentzündung: Gerötetes Auge und Sekretion aus dem Auge. Ein spezifisches Krankheitsbild einer Corona-Bindehautentzündung gibt es in dem Sinne nicht. Man kann lediglich versuchen, aus dem Sekret Corona-Viren nachzuweisen oder abzuwarten, bis dann die echte Erkrankung ausbricht.“

Was sind die Symptome dieser Bindehautentzündung?
Prof. Dr. Sekundo: „Die Symptome sind die gleichen wie bei jeder viralen Conjunctivitis, nämlich wässrige Sekretion und eine gerötete und entzündete Bindehaut.“

Ist eine Bindehautentzündung ansteckend?
Prof. Dr. Sekundo: „Ja, sie ist ansteckend. Allerdings ist es so, dass in den meisten Literaturberichten beschrieben wird, dass die Patienten entweder bereits Lungen- oder Rachensymptome einer Covid 19-Infektion haben. Oder, wenn es eine Primärmanifestation ist, d. h. die Bindehautentzündung zuerst auftritt, dass es dann zwei bis drei Tage später doch letztendlich zum Fieber und typischen anderen respiratorischen Symptomen einer Covid 19 Erkrankung inklusive einer Pneumonie kommt.“

Womit können die Symptome gelindert werden?
Prof. Dr. Sekundo: „Die Behandlung erfolgt symptomatisch. Im Regelfall mit Tränenersatzmitteln. Eine gewissen Linderung können auch Steroide verschaffen, wie auch bei anderen viralen Erkrankungen. Und wenn man die Gefahr sieht, dass eine bakterielle Infektion hinzukommt, kann ggf. noch Antibiotikum hinzugegeben werden. Grundsätzlich gilt: so lange eine reine virale Beteiligung vorliegt, gibt es keine spezifische Therapie, die am Auge helfen kann. Wenn das Immunsystem das Virus ausreichend bekämpft, gehen auch die Symptome einer Bindehautentzündung durch Corona-Viren weg.

Die Smile Eyes Augenkliniken und Augenzentren bieten Ihnen an 15 Standorten über 20 Jahre Erfahrung in der Augenheilkunde sowie ein umfassendes Spektrum an Augenlaserverfahren und Linsenimplantationen.

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