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4. Bildrausch – Filmfest Basel

DanzaDeLaRealidadDie vierte Ausgabe von Bildrausch – Filmfest Basel, das am Sonntagabend mit der öffentlichen Preisverleihung zu Ende ging, war ein grosser Erfolg. Ein opulentes Programm, das sich durch eine grosse Bandbreite der Beiträge auszeichnete, lockte so viele Zuschauer wie noch nie in das Festivalzentrum am Stadtkino Basel und die zweite Spielstelle im kult.kinoatelier. Optisch durch drei grosse, leuchtende Ballone verbunden, die schwebend über dem Theaterplatz, den Weg zum Bildrausch wiesen, waren sie fünf Tage lang Begegnungsstätte für Filmemacher und Gäste.

Allein zu den 13 Wettbewerbsbeiträgen waren fast alle Regisseure oder Hauptdarsteller angereist, um ihre Filme persönlich vorzustellen. So gab es sowohl während der Screenings, als auch im Nachhinein auf der Piazza vor dem Stadtkino Basel und in der exklusiv für das Festival eingerichteten Lounge in der Werkstatt der Kunsthalle Basel bis in die späten Nachtstunden zahlreiche Gelegenheiten für intensive und anregende Gespräche. Das facettenreiche Wettbewerbsprogramm eröffnete am Mittwochabend mit Johannes Holzhausensaugenzwinkerndem Institutionen-Porträt Das grosse Museum und schlug damit gleich zu
Beginn eine liebevolle Brücke zur Museumsstadt Basel. Ausgezeichnet wurde am Ende bei der feierlichen Preisverleihung am Sonntagabend in der Festivallounge das surreal bis tragikomische Comeback des grossen chilenischen Regisseurs Alejandro Jodorowsky TheDance of Reality. Stellvertretend für seinen Vater nahm Hauptdarsteller Brontis Jodorowsky den «Bildrausch-Ring der Filmkunst» entgegen. Spezielle Erwähnungen vergaben die drei Juroren Nanouk Leopold, Joanna Hogg und Andreas Ungerböck an den lakonischen Film noir Stratos des griechischen Regisseurs Yannis Economides und an Sorrow and Joy, die
schmerz- wie liebevolle Aufarbeitung einer persönlichen Tragödie des dänischen Auteurs Nils Malmros.
Malmros war in diesem Jahr mit einer umfassenden Werkschau auch eine der beiden Spezialreihen gewidmet. Der in seiner Heimat seit seinen Anfängen in den 60er-Jahren gefeierte Regisseur war hierzulande bislang kaum bekannt. Ab dem ersten Screening eroberten seine Filme aber die Herzen der Basler Kinogäste und entwickelten einen Sog, der einen unwillkürlich immer weiter in sein autobiografisch motiviertes Filmuniversum eintauchen liess. Breiten Interesses erfreute sich auch die zweite Spezialreihe mit dem «Wahrnehmungslabor 3D». Begleitet von Einführungen von Filmwissenschaftlern luden die ausgewählten Werke vornehmlich im kult.kino atelier zur Erkundung der räumlichen Bildmöglichkeiten. In einem abschliessenden Laborgespräch am Sonntagnachmittag hatten die Gäste Gelegenheit, gemeinsam mit den Wissenschaftlern und Kuratoren drängende Eindrücke der dreidimensionalen Nachbilder sowie Fragen zu den ästhetischen und narrativen Möglichkeiten von 3D zu diskutieren.

Weitere Highlights bildeten die special Screenings von Edgar Reitz’ jüngst dreifach mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichneter monumentaler Chronik Die andere Heimat in Anwesenheit des Kameramanns Gernot Roll sowie Frederick Wisemans kaleidoskopisches Universitätsportrait At Berkeley. Mit der Programmierung des vierstündigen Dokumentarfilms und der anschliessenden Podiumsdiskussion über die aktuelle Situation an Schweizer Universitäten und das Für und Wider privatwirtschaftlicher Gelder für die Forschung haben die Festivalmacher ein virulentes Thema aufgegriffen, das in den letzten Wochen durch den Fall Nestlé und die ETH Lausanne an Aktualität noch gewonnen hatte. Die erfreuliche Auslastung und die dennoch nach wie vor intime und herzliche Atmosphäre, die während der fünf Festivaltage zwischen Filmschaffenden und Publikum entstand, ist den Festivaldirektoren Nicole Reinhard und Beat Schneider ein Zeichen, dass sich Bildrausch
etabliert hat. Das Konzept, das statt strikter Trennung zwischen rotem Teppich und Zuschauern vielmehr die direkte Begegnung fördert, hat sich erneut bewährt und so blicken sie zuversichtlich auf das erste Bildrausch-Jubiläum im kommenden Jahr.

Jurybegründung:

Die Jury weist ausdrücklich auf die hohe Qualität des Wettbewerbs hin, die es aber umso herausfordender und schwieriger machte, einen einzelnen Film hervorzuheben. Nach einiger Diskussion, die uns in das Herz der Bedeutung des Kinos führte, beschäftigten uns drei Filme besonders. Da man uns gebeten hatte, nur einen Film auszuzeichnen, beschlossen wir, zwei besondereErwähnungen auszusprechen:


- an Stratos, für seine kraftvolle Erzählweise und für die aussergewöhnliche Leistung seines Hauptdarstellers Vangelis Mourikis
- und an Sorrow and Joy für die mutige und bewegende Darstellung eines aussergewöhnlich sensiblen Themas.
Der Bildrausch 2014 Preis geht an The Dance of Reality von Alejandro Jodorowsky für das Verschieben der Grenzen des Kinos und dafür, auf tief bewegende und komplexe Weise sein eigenes Universum zu schaffen. Alejandro Jodorowsky beleuchtet auf meisterhafte Art, was es heisst, ein Mensch zu sein.

Jury

Joanna Hogg, britische Filmemacherin
Nanouk Leopold, niederländische Filmemacherin
Andreas Ungerböck, Ko-Herausgeber des österreichischen ray Filmmagazin

Kommentare powered by CComment

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