- 19. Januar 2026
8500 Tonnen Lebensmittel gerettet - ein Wachstum von 11 Prozent
8’500 Tonnen gerettete Lebensmittel bedeuten konkrete Hilfe für Menschen in Not und einen messbaren Beitrag zum Klimaschutz: Im Jahr 2025 stellte die Schweizer Tafel rund 1,7 Millionen Einkaufstaschen à 5 kg bereit und verhinderte die Freisetzung von 14’205 Tonnen CO₂.
Die Stiftung Schweizer Tafel hat im Jahr 2025 rund 8’500 Tonnen einwandfreie, aber überschüssige Lebensmittel vor der Vernichtung bewahrt und an soziale Einrichtungen in der Schweiz verteilt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von gut 11 Prozent. Damit konnte die Schweizer Tafel ihre Wirkung erneut deutlich steigern – sowohl im sozialen als auch im ökologischen Bereich.
Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung waren Produkte aus der Lebensmittelindustrie. In diesem Zusammenhang hat auch die im August 2025 lancierte Tiefkühllogistik, mit der erstmals tiefgefrorene Produkte systematisch gerettet und verteilt werden können, zum gesteigerten Volumen beigetragen.
Gleichzeitig gelang es der Schweizer Tafel, ihre Abhol- und Verteil touren weiter zu optimieren, was zu einer effizienteren Logistik führte.
Die Wirkung 2025 in Zahlen:
- Gerettete Lebensmittel: 8’506 Tonnen
- Warenwert: 61‘781‘000 CHF
- Einkaufstaschen à 5 kg: 1’701'200 Stück
- Vermiedene CO₂-Emissionen: 14’205 Tonnen CO₂ eq
Die geretteten Lebensmittel kamen armutsbetroffenen Menschen in der ganzen Schweiz zugute – über soziale Institutionen wie Gassenküchen, Notschlafstellen, Frauenhäuser, Obdachlosenheime sowie Lebensmittelabgabestellen. Dort entstehen aus den Lebensmitteln Mahlzeiten oder konkrete Entlastung im Alltag für Menschen mit nachweislich geringem Einkommen.
Mehr Effizienz, mehr Nutzen
Die positive Entwicklung im Jahr 2025 zeigt, dass gezielte Investitionen in Logistik und Infrastruktur einen direkten Einfluss auf den gesellschaftlichen Nutzen haben. Durch die Kombination aus neuen Kühl- und Tiefkühlkapazitäten, effizienteren Touren und der engen Zusammenarbeit mit Detailhandel und Lebensmittelindustrie konnte die Schweizer Tafel deutlich mehr Lebensmittel retten.
Gerade im Rahmen des nationalen Aktionsplans gegen Lebensmittelverschwendung zeigt sich aber, dass trotz messbarer Fortschritte weiterhin grosser Handlungsbedarf besteht. Gleichzeitig wird deutlich, dass nachhaltige Lösungen nur im gemeinsamen Zusammenspiel aller Akteure entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette möglich sind.
Marc Ingold, Geschäftsleiter der Schweizer Tafel, sagt: «Jede Tonne Lebensmittel, die wir retten, wirkt doppelt: Sie unterstützt Menschen in Not und verhindert gleichzeitig unnötige CO2-Emissionen. Das Wachstum im Jahr 2025 zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Gemeinsam mit den Akteuren der Lebensmittelbranche wollen wir Food Waste weiter reduzieren und nachhaltig gesellschaftlichen Mehrwert in der Schweiz schaffen.»
Täglich im Einsatz für Mensch und Umwelt
Die Schweizer Tafel sammelt täglich überschüssige Lebensmittel bei Detailhandelsfilialen und Partnern aus der Lebensmittelindustrie ein und verteilt sie kostenlos an soziale Einrichtungen in der ganzen Schweiz. Ein zentraler Pfeiler dieser Arbeit ist der Einsatz von Freiwilligen und Zivildienstleistenden, die massgeblich dazu beitragen, dass Lebensmittel dort ankommen, wo sie dringend gebraucht werden.
Ausblick
Auch im kommenden Jahr wird die Schweizer Tafel gezielt in den Ausbau der Tiefkühllogistik sowie in weitere Optimierungen der Transport- und Verteil Prozesse investieren. Ziel ist es, den Nutzen für Mensch und Umwelt weiter zu steigern und gleichzeitig die Logistik noch effizienter und emissionsärmer zu gestalten.