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Wird der millionenteure und bereits verdreckte Belag in der Freien Strasse einfach so akzeptiert?
Neuer Belag und schon Verdreckt! ©Joël Thüring
  • 06. November 2023

Wird der millionenteure und bereits verdreckte Belag in der Freien Strasse einfach so akzeptiert?

Von Joël Thüring

Interpellation Joël Thüring betreffend „Grüsel-Belag!

Die Bauarbeiten zur Neugestaltung der Freien Strasse haben im Jahr 2020 begonnen und nehmen (sehr) langsam Gestalt an. Die ersten Platten aus Alpnacher Quarzsandstein sind im oberen Bereich bis zur Einmündung in die Streitgasse gelegt. In den kommenden Monaten soll der Rest der Strasse ebenfalls mit diesem Belag ausgestattet werden. Was bereits bei der Umgestaltung der Rheingasse mit demselben Belag befürchtet wurde, hat sich nun offensichtlich bereits bestätigt: Der Belag ist sehr anfällig für Verschmutzung und entsprechend wirkt der obere Teil der Freien Strasse bereits ausgesprochen ungepflegt. Die Platten sind mit Kaugummi, Spritzern und anderen Flecken übersät, ist unappetitlich und wirkt nicht sonderlich gepflegt. Die ursprüngliche Visualisierung des Bodens, die auch immer noch in der Freien Strasse auf Tafeln zu sehen ist, entspricht nicht der Realität und ist irreführend. Schon im Jahr 2018 wurde Unmut an diesem Belag laut, nachdem dieser in der Rheingasse verlegt wurde. Auf die entsprechende Kritik von LDP-Grossrat André Auderset (damals IG Kleinbasel-Präsident) erwiderte der Geschäftsleiter des Herstellers in der bz basel, dass der «Stein mit den Jahren eine natürliche Patina ansetzt und die Flecken dann nicht mehr so auffallen». Zumindest in Bezug auf die Rheingasse stimmt diese Aussage nach nunmehr fünf Jahren nicht – der Boden dort ist immer noch in einem unappetitlichen und unattraktiven Zustand.

Ich ersuche den Regierungsrat daher um die Beantwortung der nachstehenden Fragen:

1. Ist dem Regierungsrat diese starke Verschmutzung des Bodens bekannt und geht er mit dem Interpellanten einig, dass dieser «Grüsel-Belag» das Bild der Freien Strasse im Speziellen und unserer Stadt im Allgemeinen nachteilig beeinflusst?

2. Wieso ist dieser Belag bereits nach kurzer Zeit derart verschmutzt?

3. Entspricht der Alpnacher Quarzsandstein aus Sicht des Regierungsrates, nachdem die Verschmutzungsintensität evident ist, noch den ursprünglichen Anforderungen?

3.1 Falls ja, wieso wurde ein Belag ausgewählt, der derart rasch massive Spuren der Verdreckung aufweist und so zum «Grüsel-Belag» verkommt?

3.2 Falls nein, wird der Regierungsrat beim Lieferanten intervenieren? 4. Welche Massnahmen ergreift der Regierungsrat, um die Verschmutzung zu reduzieren und dafür zu sorgen, dass die dereinst neugestaltete Freien Strasse resp. Clarastrasse attraktiv und ästhetisch wird? 5. Muss aufgrund der erwähnten starken Verschmutzung der Reinigungsintervall erhöht werden resp. müssen Massnahmen ergriffen werden, damit der Belag nicht weiter verdreckt? 5.1 Falls ja, wie hoch sind die Mehrkosten (Personal- und Sachaufwand?) Der Hersteller entgegnete früherer Kritik in der bz basel, dass nach einigen Jahren der Stein «eine natürliche Patina ansetzt und die Flecken dann nicht mehr so auffallen».

6. Wann tritt dieser Zeitpunkt ein und ist damit vor der nächsten Gesamtsanierung der Strasse, die ja vermutlich – so wie Planungen in diesem Kanton an die Hand genommen werden - sicher schon bald ansteht, zu rechnen?

 




Ressort: Basel

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