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HTWG baut Angebote in der Studieneingangsphase aus

Ministerium fördert hochschulübergreifendes Konzept mit 560.000 Euro

Wer heute ein Studium beginnt, hat selten die gleichen Vorkenntnisse wie die Kommilitonin rechts oder der Kommilitone links neben ihm im Seminarraum. Die Studienanfänger insbesondere an Hochschulen für angewandte Wissenschaften wie der HTWG haben sehr unterschiedliche Bildungswege hinter sich: Abitur, Berufsausbildung, Meisterprüfung oder einen ausländischen Schulabschluss zum Beispiel. In den ersten beiden Semestern steigen noch viele Studierende aus sehr unterschiedlichen Gründen aus dem Studium aus oder wechseln noch einmal ihr Fach. Wer es aber in das Hauptstudium geschafft hat, hat gute bis sehr gute Chancen, das Studium erfolgreich zu beenden.



Die Hochschule Konstanz – Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) stellt sich seit vielen Jahren der zunehmenden Heterogenität unter den Studierenden. Nun erhält die Hochschule vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) eine Förderung in Höhe von 560.000 Euro für das Projekt „Einstieg hoch vier“. Mit insgesamt 27 Mio. Euro unterstützt das Wissenschaftsministerium von 2016 bis 2018 Strukturmodelle in der Studieneingangsphase an den Hochschulen im Land. Ziel ist es, den Studienerfolg nachhaltig zu fördern und Studienabbrüche zu verringern.

Das Projekt „Einstieg hoch vier“ an der HTWG sieht auf vier Ebenen Strukturmodelle für die Studieneingangsphase vor, um den Studieneinstieg für alle zu erleichtern und letztlich für mehr Studierende die Aussichten auf Studienerfolg zu verbessern. Die vier Ebenen des Projektes stehen unter den Oberbegriffen Orientierung, Kompetenzerweiterung, Monitoring und Flexibilisierung.

Fakultäten, Studiengänge, zentrale Einrichtungen, Fachschaften, AStA und engagierte Lehrende haben in den vergangenen Jahren viele Möglichkeiten für Studieninteressierte und –anfänger geschaffen, einen erfolgreichen Studieneinstieg zu gewährleisten – vom Studieninfotag über Mathevorkurse bis zu Angeboten des Studium generale. Mit dem Projekt „Einstieg hoch vier“ können die Angebote sichtbarer gemacht, im Austausch mit den Fakultäten gegebenenfalls auf andere Studiengänge übertragen oder auch ergänzt werden. „Viele Strukturen sind bereits vorhanden, die wir künftig noch besser verzahnen könnten“, erläutert Prof. Dr. Beate Bergé, Vizepräsidentin für Lehre und Qualitätssicherung der HTWG.

Ein Teilprojekt ist dem Studium vorgeschaltet und widmet sich der Orientierungsphase der Studieninteressierten. Hier sind Aktivitäten der Hochschule gefragt, die Schülerinnen und Schüler über das Studium und die Studiengänge informieren. „Möglichst konkrete Vorstellungen vom gewählten Studiengang können vor Enttäuschungen während des ersten Semesters bewahren“, betont Dr. Frauke Link, Referat Lehre und Qualitätsmanagement.

Die zweite Ebene greift nach der Einschreibung. Sie gilt der Kompetenzerweiterung, der Konsolidierung von Wissen und dem Füllen von Wissenslücken. Einen Schwerpunkt werden hier Angebote zur Vertiefung von Kompetenzen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) bilden, aber auch in Fremdsprachen, Projektmanagement oder wissenschaftlichem Schreiben. Angebote sollen vor dem Studienstart wie auch semesterbegleitend bestehen. „Je nach Profil müssten Studierende vielleicht nochmal vernachlässigtes Englisch auffrischen oder  Wissenslücken in Mathematik angehen“, erläutert Beate Bergé. Dank der Projektförderung werde es möglich sein, systematischer voneinander zu lernen oder nach Synergien zu suchen und die Fakultäten bei der Integration der Angebote für die Studieneinstiegsphase in das Curriculum zu unterstützen. „Im Vordergrund steht dabei, dass sich die Maßnahmen an den spezifischen Bedürfnissen der jeweiligen Studiengänge orientieren“, betont Sandra Hertlein.

Eine dritte Ebene umfassen Monitoringangebote für Studierende. Denkbar ist eine Software, die es Studierenden ermöglicht, ihren Studienfortschritt sowohl qualitativ wie quantitativ einzustufen. Dr. Frauke Link kündigt an: „Damit werden Studierende beispielsweise erkennen, wo sie durch verschobene Prüfungen in Konflikt mit Studienprüfungsordnungen oder bei BAföG-Anforderungen in Verzug geraten könnten.“

Beim Blick auf die Heterogenität von Studierenden sind auch stark unterschiedliche Lebensumstände zu berücksichtigen, wie Studium mit Kind, während der Pflege von Angehörigen oder Studieren mit Behinderung. Hier gilt es zu überprüfen, inwieweit die HTWG Studierenden in besonderen Lebenslagen mit Angeboten zur Flexibilisierung des Studiums noch besser entgegen kommen kann. „Mit Unterstützung des Qualitätsmanagements werden wir erheben, welche Bedürfnisse und Veränderungsbedarfe bzw. Verbesserungspotenziale bestehen und wie wir darauf reagieren können“, stellt Prof. Dr. Beate Bergé in Aussicht.

Ministerium fördert hochschulübergreifendes Konzept mit 560.000 Euro

 

Wer heute ein Studium beginnt, hat selten die gleichen Vorkenntnisse wie die Kommilitonin rechts oder der Kommilitone links neben ihm im Seminarraum. Die Studienanfänger insbesondere an Hochschulen für angewandte Wissenschaften wie der HTWG haben sehr unterschiedliche Bildungswege hinter sich: Abitur, Berufsausbildung, Meisterprüfung oder einen ausländischen Schulabschluss zum Beispiel. In den ersten beiden Semestern steigen noch viele Studierende aus sehr unterschiedlichen Gründen aus dem Studium aus oder wechseln noch einmal ihr Fach. Wer es aber in das Hauptstudium geschafft hat, hat gute bis sehr gute Chancen, das Studium erfolgreich zu beenden.

 

Die Hochschule Konstanz – Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) stellt sich seit vielen Jahren der zunehmenden Heterogenität unter den Studierenden. Nun erhält die Hochschule vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) eine Förderung in Höhe von 560.000 Euro für das Projekt „Einstieg hoch vier“. Mit insgesamt 27 Mio. Euro unterstützt das Wissenschaftsministerium von 2016 bis 2018 Strukturmodelle in der Studieneingangsphase an den Hochschulen im Land. Ziel ist es, den

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