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Rückblicke – Anblicke – Einblicke
Glas-Skulptur
  • 04. Juni 2018

Rückblicke – Anblicke – Einblicke

Von Bärbel Götz | Landratsamt Waldshut

Mechthild Ehmann – Preisträgerin der Bräunlich-Bieser-Stiftung

In Kooperation mit der Bräunlich-Bieser-Stiftung zeigen die freundeschlosstiengen e.V. eine Ausstellung mit der Künstlerin Mechthild Ehmann (*1960), die 2017 Preisträgerin der Bräunlich-Bieser-Stiftung war.

Doppelmond, rosa Marmor Die in Dachsberg wohnhafte Künstlerin absolvierte eine Steinmetzlehre an der Münsterbauhütte Schwäbisch Gmünd und studierte im Anschluss an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart Bildhauerei. Vom Werkstoff Stein herkommend, entdeckte sie später auch das Material Bronze und seit 2013 den Werkstoff Glas für sich. Dabei sind für die Künstlerin thematisch miteinander verbunden: Stein und Konzentration, Bronze und Reflektion, Glas und Transparenz.

„Den rohen Stein“, so Ehmann, „in ein eigenständiges, in sich geschlossenes aber bewegliches Subjekt zu verwandeln, dabei das Material und seine Eigenart zu würdigen und zur Geltung zu bringen – das ist mein Thema.“ Dabei dient die Politur der Oberfläche der Verdichtung und Intensivierung sowie der Selbstbehauptung.

Auch bei den Bronzearbeiten widmet sich Ehmann denselben Fragen, wobei das Wechselverhältnis zwischen Raum und Skulptur an Bedeutung gewinnt. Der Raum wird in die Skulptur hineingenommen, die Form löst sich fast auf, wird ungreifbar.

Bei den Glas-Arbeiten steigert sich die Politur zur Transparenz. In der Skulptur öffnet sich dadurch ein Innenraum, der eine völlig neue Perspektive, unerwartete Einblicke und Einsichten statt Ansichten ermöglicht.

Inhaltlich lassen die ganz autonomen Formfindungen Organisches oder Figürliches gelegentlich erahnen, verstehen sich aber nicht als Vereinfachung oder Reduktion von Gegenständlichem, sondern eher als Innenansichten, als Körperbewusstseinsskulpturen, und handeln eigentlich von der Gleichzeitigkeit der Gegensätze: schwer und leicht, statisch und beweglich, glatt und rau, sinnlich und streng, anziehend und abstoßend, farbig und farblos, flüssig und erstarrt, anarchisch und geordnet, innen und außen...

Die auf einem winzigen Auflagepunkt ausbalancierten und dadurch beweglichen Skulpturen überraschen und beglücken durch ihre unerwartete Leichtigkeit und ihre sinnliche Emotionalität, die den Betrachter unwillkürlich zum Anfassen animieren.

Ausstellung: Mi – So, 15 – 18 Uhr
Ausstellungsort: Schwarzenbergsäle, Schlossplatz 2, 79761 Waldshut-Tiengen
Vernissage: Donnerstag, 7. Juni 2018, 19 Uhr. Es spricht Johannes Kehm.


Ressort: Waldshut

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