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Nur noch wenige Tage – Der Maler und die Menschen

Ulrich C. Eipper - Selbstbildnis

Schloss Bonndorf stellt Porträts von Ulrich C. Eipper aus.

Noch bis zum 13. Oktober 2019 zeigt Schloss Bonndorf, das Kulturzentrum des Landkreises Waldshut, die Ausstellung „Der Maler und die Menschen mit Porträts von Ulrich C. Eipper. Sie ist mittwochs bis sonntags jeweils von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Künstler und Lehrer Ulrich C. Eipper war eine prägende Persönlichkeit im Landkreis Waldshut. In diesem Jahr wäre der 1929 in Herrenberg geborene Maler 90 Jahre alt geworden. Wer ihn kannte, weiß bis heute von eindrücklichen Begegnungen oder markanten Worten zu berichten. Die von der Familie Eipper gegründete Stiftung hält die Erinnerung an den Künstler wach. In diesem Sinne trat die Stiftung an das Kulturamt des Landkreises heran. Schnell war die Idee geboren, eine Ausstellung mit doppelt regionalem Bezug zu kuratieren: Porträts, die Eipper von Menschen aus der Region gemalt hat.

Am Sonntag eröffnet Landrat Dr. Martin Kistler in Anwesenheit der Familie Eipper die Ausstellung. Gezeigt werden darin neben Porträts von Familienmitgliedern, auch Bilder von Persönlichkeiten wie dem Volksbank-Direktor Kobler und von Kindern, die Eipper in stundenlangen Sitzungen bei Laune hielt. Da er selbst ein begeisterter Musiker war und Cello spielte, sind auf einigen Porträts auch Instrumente zu sehen. Das Können des Malers zeigte sich auch in seinen großflächigen Figurstudien, die ebenfalls in Bonndorf zu sehen sind. Sein Umgang mit Farbe und Formen, seine enorme Schaffenskraft und seine Energie sind sichtbar in jedem Bild.

Heute würde man Eipper als Mensch unkonventionell nennen, seine Kunst hingegen ist klassisch. Konventionen, auch jene des Kunstmarktes, waren ihm zuwider. Er war Mitte der 60erJahre in den Landkreis gekommen. Zuvor hatte er in der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart bei Professor Manfred Henninger Malerei studiert und war danach als Lehrer tätig. Im Landkreis arbeitet er als Kunst-und Musiklehrer an der Hans Thoma Schule in Tiengen und später an der Schule für Sozialpädagogik in Waldshut. Der Schwabe schlug samt Familie Wurzeln in Horheim, ohne je seine schwäbische Mundart aufzugeben. Er unterrichtete mit Leidenschaft. Nicht nur Kinder und Jugendliche, auch viele ambitionierte Erwachsene gingen in Eippers Malkreise. Bis zuletzt war seine künstlerische Schaffenskraft unermüdlich. Ulrich C. Eipper starb 1996.

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