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Veranstaltung zum Thema Demenz im Waldshuter Landratsamt stößt auf große Resonanz

Thema Demenz im Waldshut

Vor einem vollen Kreistagssaal mit circa 120 Besuchern fand am Dienstag, den 12.11.2019, die Informationsveranstaltung „Diagnose: Demenz“ statt. Der Pflegestützpunkt des Landkreises Waldshut hatte gemeinsam mit der AOK Hochrhein-Bodensee alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu diesem Thema in das Landratsamt eingeladen.

Gastredner Dr. Andreas Ackermann, Leiter der Fachschule für Sozialpädagogik an der Justus- v.-Liebig-Schule, referierte nach einführenden Worten von Sabine Schimkat, Dezernatsleiterin für Arbeit, Jugend und Soziales. Sein Vortrag mit dem Titel „Demenz – Schicksal und Herausforderung. Ursachen und Präventionen demenzieller Erkrankungen‘“ durchleuchtete das Thema der Krankheit, die laut Studien in Deutschland circa 1,7 Millionen Menschen betrifft. Dr. Ackermann gilt als Experte auf dem Gebiet der Demenz, auch seine eigenen Erfahrungen mit seinem demenzkranken Vater flossen in seine Arbeit mit ein.

Das Gesicht der Krankheit ist vielfältig, so gibt es allein bei den Primären Demenzen circa 150 degenerative Arten. Erschreckend ist, dass viele Demenzerkrankungen oftmals gar nicht als solche wahrgenommen werden. Die Früherkennung ist laut Ackermann, ein entscheidender Faktor. So setzen sinnhafte Behandlungen der demenziellen Symptome voraus, dass Veränderungen möglichst frühzeitig erkannt werden. Auch allgemeine Präventivmaßnahmen wie beispielsweise Bewegung, Ernährung oder geistige Aktivität sollten unabhängig vom Demenzrisiko durchgeführt werden.

Die Krankheit, die durch die stetig alternde Gesellschaft scheinbar immer häufiger auftritt, stellt viele Betroffene und Angehörige vor Fragen, bei denen sie oftmals nicht weiterwissen. Auf diese Situation wollten der Pflegestützpunkt des Landkreises und die AOK Hochrhein- Bodensee mit ihrer gemeinschaftlichen Veranstaltung eingehen und den Betroffenen Wege aufzeigen, wie ihnen geholfen wird.

Neben den beiden Veranstaltern hatten die Besucherinnen und Besucher im Foyer des Landratsamtes die Möglichkeit, mit dem Kompetenzzentrum Demenz der Caritas Tagespflege Hochrhein und der Beratungsstelle für barrierefreies Wohnen des DRK ins Gespräch zu kommen. Auch die Betreuungsbehörde war vertreten und verteilte Informationsmaterialen zu rechtlichen Fragen und Vorsorgevollmachten. Das Steinbeis-Transfer-Institut stellte seine Inhalte des Kurses „Stärke für Pflegende“ vor, der gemeinsam mit dem Pflegestützpunkt für pflegende Angehörige angeboten wird.

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