Zum Hauptinhalt springen
Regionalportal und Internetzeitung für Pressemeldungen!
Photovoltaik
Apr. 15, 2026

Jetzt reicht es: „Reiche muss weg!“

Nach neuer Eskalation im Ministerium fordert die ÖDP den Rücktritt der Ministerin und will stattdessen „eine echte Wende der Energiepolitik…
THIRTY SECONDS TO MARS
Apr. 10, 2026

THIRTY SECONDS TO MARS

Alternative-Rockband um Jared Leto feiert auf kommender Tour zwei ihrer erfolgreichsten Alben nur wenige Bands haben innerhalb der letzten…
Blaulicht
Mai 09, 2026

Zeugenaufruf nach Treppensturz

Konstanz (ots) - Auf dem Gelände des Zentrums für Psychiatrie Reichenau ist am Montag, gegen 16:30 Uhr, eine Rollstuhlfahrerin am Fuße…
Mai 13, 2026

Aktuelles zum Japankäfer 2026

Invasive Art eindämmen! In den vergangenen zwei Jahren wurde in Basel und Riehen im Kanton Basel-Stadt sowie in Münchenstein und Birsfelden…
Mai 15, 2026

Haufe Group wird Hauptsponsor des ZMF

Starke Partnerschaft für die Freiburger Kultur: Die Haufe Group unterstützt das Zelt-Musik-Festival künftig als Hauptsponsor und gibt dem…
Insekten, Windräder & die Interessen der Agrochemie-, Kohle- & Atomlobby
Windräder
  • 02. April 2019

Insekten, Windräder & die Interessen der Agrochemie-, Kohle- & Atomlobby

Von Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer

Eine neue Studie des DLR besagt, dass pro Jahr möglicherweise ca. 1.200 Tonnen Insektenbiomasse in Deutschland an Windrotoren verloren gehen. "Die aufgrund vereinfachter Annahmen hochgerechnete Zahl einer maximalen Masse von 1.200 Tonnen getöteter Insekten erscheint auf den ersten Blick sehr hoch" kritisiert das Bundesamt für Naturschutz. Dennoch haben viele Medien, aber auch Kohle-, Atom- und Agrarchemielobbyisten die Studie begierig aufgegriffen. Die inhaltlich umstrittene Studie ist lesenswert. Sie beschreibt gemessen an den Hauptursachen des Insektensterbens, allerdings nur ein kleines Rand- und Nischenthema. Allein in deutschen Wäldern fressen Vögel ca. 400.000 Tonnen Insektenbiomasse im Jahr!

Die Hauptursache für das Sterben von Insekten wie Schmetterlingen und Bienen ist eindeutig die industrielle Landwirtschaft mit ihren Giften, Überdüngung und die „pflegeleichte“ ausgeräumte, monotone Agrarlandschaft.

Doch auch in kleinen Randbereichen des Insektensterbens muss selbstverständlich seriös geforscht werden. Nischendebatten und Nischenberichterstattung führen allerdings dazu, dass die tatsächlichen Hauptprobleme nicht angegangen werden. Spannend sind nicht nur die Ergebnisse der umstrittenen Windrad-Studie, sondern auch die Art und Weise, wie von interessierter Seite das Thema gezielt und erfolgreich aufgebauscht wird.

Das Ganze erinnert an die industriegelenkte Debatte zu den jährlich ca. 100.000 durch Windräder getötete Vögel. Eine Nischendebatte, die verhindert, dass über die 18 Millionen Vögel diskutiert wird, die in Deutschland an Glasscheiben sterben.

Strom aus neuen AKW ist nicht nur gefährlich und umweltschädlich, sondern auch viel teurer als Strom aus Windenergie. Gerade darum bekämpfen die Atom- und Kohlelobbyisten und ihre Vorfeldorganisationen die erneuerbaren Energien mit gezielt vorgeschobenen Scheinargumenten. Gerade rechtspopulistische Netzwerke und Klimawandelleugner, die ansonsten immer gegen Umwelt- und Naturschutz agitieren, benutzen immer wieder aus dem Zusammenhang gerissene Naturschutzargumente, um Kohle- und Atomkonzernen zu nutzen.

Wie schaffen es Konzerne und PR-Agenturen, dass manche wichtigen Themen gezielt ablenkend nur in Nischen debattiert werden und gleichzeitig aber in den Medien solche Aufmerksamkeit finden?


Ressort: Energie und Umwelt

Weitere Nachrichten