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  • 11. Dezember 2013

„Nicht nur den Maklern geht es jetzt an den Kragen“

Von Redaktion

Mit der wahrscheinlichen Verabschiedung des Koalitionsvertrags sollen in Zukunft die Vermieter die Maklergebühren entrichten – nicht mehr die Mieter. Was Millionen Mieter freuen dürfte, ist gleichzeitig als Abschaffung des klassischen Maklerberufs zu verstehen. Denn (fast) kein Vermieter wird tatsächlich noch auf deren teure Hilfe zurückgreifen wollen. Mit dieser Entwicklung geht es aber nicht nur den Maklern an den Kragen. Ein ganzer Wirtschaftskreislauf muss sich neu erfinden. Herzs Krymalowski, Immobilienexperte und Geschäftsführer von kautionsfrei.de, darüber, für wen es neben den Maklern nun ebenfalls härter wird.

„In Deutschland gibt es über 30.000 registrierte Immobilienmakler. Ihnen stehen mit dem neuen Koalitionsvertrag schwere Zeiten bevor. Doch nicht nur Ihnen: An der gesamten Maklerbranche hängt ein gewaltiger Wirtschaftsapparat. Allen voran die Anzeigenportale wie ImmobilienScout24, Immowelt und Immonet. Da es insbesondere die Makler sind, die diese Plattformen exzessiv für die Kundenansprache nutzen und dafür teure Abonnements abschließen, drohen den Portalen nun empfindliche Umsatzeinbußen.

Vermieter konnten sich bislang darauf verlassen, dass ihnen das Einstellen von Annoncen von der Maklerschaft abgenommen wird: Nicht nur monetär, sondern auch vom fachlichen Knowhow. Denn oft geschieht das über spezielle Schnittstellen, die von Softwarefirmen angeboten werden. Auch diese geraten in den Abwärtsstrudel. Dass nun die Vermieter selbst viel Geld in die Hand nehmen werden, um ihre Objekte mit Schnittstellen-Software großflächig anzupreisen kann getrost ausgeschlossen werden. Insofern wird es an den Plattformen selbst liegen, wie sie sich auf die neue Situation einstellen und attraktive Preismodelle für ihre neue Stammklientel, die Vermieter, entwickeln.“


Ressort: Glaube und Gesellschaft

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