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Möge sich die Kirche auf den Heiligen Valentin rückbesinnen!

Kirche und Quer ©Gerald Kaufmann

Mittlerweile ist er  vor allem für die Wirtschaft zu einem Ereignis geworden, an dem der Absatz von Blumen, Pralinen und Parfüm ins Unermessliche steigt. Doch in Wahrheit steckt hinter dem Valentinstag ein ernster Hintergrund: Der heilige Schutzpatron, der dem 14. Februar seinen Namen gab, war ein Verfechter der Liebe zwischen allen Menschen. Er hat diejenigen getraut, die ausgegrenzt und von der Gesellschaft verachtet wurden.

Wie hochaktuell ist diese Thematik beispielsweise durch das Outing von Kirchenmitarbeitern geworden, die sich zu ihrer sexuellen Orientierung und Identität bekannt haben. Sie sind der Überzeugung, dass Liebe überall dort sei, wo auch Gott ist. Er unterscheidet nicht, ob sich Männer und Frauen gegenseitig oder auch untereinander lieben.

Viel eher ging der Heilige Valentin davon aus, dass auch diejenigen unter dem Segen des Herrn und dem Schutz dieser neuerdings als „Verantwortungsgemeinschaft“ bezeichneten Verbindung zweier Menschen unterschiedlicher Couleur stehen, die in der Öffentlichkeit keine Anerkennung fanden – aufgrund von Vorurteilen, Stigmatisierung und der überholten Überzeugung, Liebe könne nur zwischen Heterosexuellen stattfinden.

Letztendlich haben bereits viele Verse aus der Heiligen Schrift diese dogmatische Verirrung widerlegt. Und auch zahlreiche Liederdichter haben sich mit der Frage befasst, wie es sich denn jetzt mit der Liebe verhält. Wenn wir die Zusage aus dem 1. Johannesbrief ernstnehmen und davon ausgehen, dass Gott selbst die Liebe sei, wird sich der kritische Christ von heute zu Recht echauffieren: Angesichts von Leid, Katastrophen und persönlichen Krisen fällt es schwer, das Bild eines ausschließlich liebenden Gottes aufrechtzuerhalten.

Doch ich möchte entgegenhalten: Liebe ist nicht eindimensional. Wir verbinden mit ihr ausschließlich emotional Positives. Doch ist es nicht der größte Liebesbeweis, dass uns Gott als souveräne und eigenverantwortliche Wesen geschaffen hat? Ernst Hansen schreibt in seinem Text aus dem Evangelischen Gesangbuch (Ausgabe Baden), Nr. 653 unter dem Titel „Gottes Liebe ist wie Gras und Ufer“ in der ersten Strophe: „Frei sind wir da, zu wohnen und zu gehen. Frei sind wir, ja zu sagen oder nein“.

Liebe hat tausende Gesichter – und zu ihr gehört nicht nur die subtile Äußerung von Gefühlen, sondern auch der Zuspruch: Weil ich dich liebe, lasse ich dich los. Gott schenkt uns die Unabhängigkeit, er traut uns zu, selbst zu entscheiden und zu wirken. Daraus folgt letztlich auch der Umstand, dass es Liebe ist, wenn wir einmal stürzen. Denn die oftmals falsch verstandene Allmacht Gottes ist eben kein Garantieschein, dass wir von Pein und Qual verschont werden.

Stattdessen ist es auch die Liebe von fürsorgenden Eltern, wenn sie ihr Kind irgendwann in die weite Welt entsenden, um Erfahrungen zu sammeln. Ohne die Erkenntnis, dass unser irdisches Dasein nicht ohne Gefahren ist, können wir schon deshalb nicht überleben, weil es uns an der Einsicht fehlt, wonach man nach dem Fallen auch wieder aufstehen kann. Und dabei hilft uns Gott allemal. Er streckt die Hand aus, damit wir vom Boden hochkommen.

Durch Menschen, die uns in den schwierigsten Augenblicken an der Seite stehen, zuhören und uns trösten. Durch die kleinen Gesten des Alltags, die aus unserem Radar verschwinden – und das Leben doch so kostbar machen. Und durch die Zuversicht, dass nach den Tälern auch wieder Höhen kommen werden. Dessen können wir uns gewiss sein, weil Gott schon so oft indirekt ins Weltgeschehen eingegriffen hat.

Wir sollten also verstehen, dass Gottes Liebe nicht plump ist, sondern sich im endlosen Vertrauen äußert, wonach wir als seine Geschöpfe über richtig und falsch befinden können. Diese Fähigkeit erlaubt uns auch, zu dem Urteil zu kommen, dass Valentin recht hatte: Liebe ist überall, wo Menschen sind – weil wir uns als Abbild Gott bezeichnen dürfen.

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