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Fünf Tipps zur Vorbeugung von Arthrose
Regelmäßige moderate Bewegung, wie zum Beispiel Nordic Walking, stabilisiert Gelenke, ohne sie übermäßig zu belasten ©Debeka
  • 02. September 2025

Fünf Tipps zur Vorbeugung von Arthrose

Von Dr. Gerd Benner | Debeka Krankenversicherungsverein a. G.

Damit Gelenke möglichst lange funktionieren und der Knorpel intakt bleibt

Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung der Welt. Laut Robert Koch-Institut erkranken ab dem 60. Lebensjahr gut die Hälfte der Frauen und ein Drittel der Männer an Arthrose. Durch eine fortschreitende Zerstörung des Knorpels wird die Funktionsfähigkeit von Gelenken eingeschränkt. In fortgeschrittenem Stadium werden zudem angrenzende Knochen, Muskeln und Bänder geschädigt. Die Debeka, eine der größten Versicherungen und Bausparkassen in Deutschland, gibt Tipps zur Prävention von Arthrose.

Regelmäßig bewegen

Wer sich regelmäßig bewegt, hält die Gelenke geschmeidig, stärkt Knorpel und Muskulatur, was wiederum stabilisiert und im besten Fall Fehlbelastungen ausgleicht. Gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Nordic-Walking sind hier förderlich, da sie einen Trainingseffekt haben, ohne Gelenke übermäßig zu belasten. Tipp: Schwimmen und Aquatraining ist übrigens besonders für Übergewichtige geeignet, da durch den Wasserauftrieb ein Teil des Körpergewichts „getragen“ wird und dadurch die Gelenke weniger belastet werden.

Gesund ernähren

Eine entzündungshemmende Ernährung kann die Gelenkgesundheit unterstützen: etwa Omega-3-Fettsäuren, die in fettreichem Fisch und pflanzlichen Ölen wie Leinöl oder Walnüssen vorkommen. Weitere Lebensmittel, die Entzündungen hemmen: Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse. Entzündungsfördernd dagegen sind z. B. tierische Fette, die Arachidonsäure enthalten: Sie kommt vor allem in fettem Fleisch, Innereien, Eigelb und Milchprodukten mit hohem Fettgehalt vor.

Gewicht im Rahmen

Wer sich ausreichend bewegt und gesund ernährt, hat meist schon eine weitere Voraussetzung für gesunde Gelenke geschaffen: ein Gewicht, das sie nicht zu sehr belastet bzw. die Verschlimmerung von Arthrose verlangsamt. Übergewicht hingegen kann den Verschleiß besonders von Knien und Hüften beschleunigen.

Haltung und Belastung optimieren

Flache, bequeme Schuhe können helfen, Fehlbelastungen zu vermeiden, ebenso wie ein ergonomischer Arbeitsplatz. Wo es möglich ist, einseitig oder punktuell belastende Bewegungen vermeiden bzw. regelmäßig Pausen einlegen. Sportarten, die Gelenke besonders strapazieren oder verletzungsträchtig sind, können zunächst Mikroschäden am Knorpel auslösen, aus denen sich eine Arthrose entwickeln kann. Darunter zählen Kontaktsportarten und Bewegungsabläufe mit abrupten Richtungswechseln oder Stoppbewegungen, wie Fußball, Tennis oder Alpin-Skifahren.

Fehlstellungen frühzeitig behandeln

Manchmal führen Fehlstellungen zu Arthrose, zum Beispiel X-Beine, O-Beine, eine Schiefstellung der Großzehe (Hallux Valgus) oder Knick-Senkfuß. Sie sollten möglichst frühzeitig behandelt werden. Hierbei kommen häufig orthopädische Einlagen, Schienen oder Physiotherapie zum Einsatz.

Ein spezielles Coaching bei Gelenkbeschwerden bietet zum Beispiel die Debeka für ihre privat Krankenversicherten mit ihrem Programm www.debeka.de/MeineGelenke an.


Ressort: Lifestyle & Wohlbefinden

Kommentare

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Der Admin
4 monate vor
Ich habe 30 Jahre Karate gemacht, und somit grundsätzlich genügend Bewegung gehabt. Arthrose entsteht durch die Faszienverklebung. Die schert sich anscheinend überhaupt nicht darum, wie viel Sport man macht.
Daher bin ich der Meinung, dass dort angesetzt werden muss. Erst mal ein Test, und den schon ab 30 Jahren: Tun die Muskeln weh, wenn man sich auf der Rolle bewegt, hat man wahrscheinlich auch die Verklebung. Hat man die Verklebung, sollte weiter auf der Rolle gerollt werden. Orthopäden werden das nie empfehlen. Sie warten bloß darauf, bis der Patient ein neues Gelenk braucht.

Ernährung: Viel zu viel Milch getrunken, wäre ja so gesund. Stattdessen erzeugt es im Körper überall Entzündungen und ist somit das größte Gift!
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Entertainer
4 monate vor
Diverse Physiotherapeuten gehen das Thema viel zu selektiv an. Auch die klassische Krankengymnastik sieht das Große und Ganze nicht.
Die Methode Liebscher & Bracht bringt beides zusammen und kann so wirklich eine Änderung herbeiführen, ohne künstliches Gelenkt.
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Entertainer
4 monate vor
Viel zu wenig wird über Faszientraining kommuniziert und die Leute glauben wahrscheinlich gar nicht, wie betroffen sie schon längst sind. 
Wenn dann die Faszien die Muskeln zusammenziehen und dabei Knorpel und Knochen langsam aber sicher zermalmt werden, ist es fast schon zu spät und der Orthopäde reibt sich schon die Hände.
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