Zum Hauptinhalt springen
Regionalportal und Internetzeitung für Pressemeldungen!
Partnerschaft ZMF x Haufe-Group
Mai 15, 2026

Haufe Group wird Hauptsponsor des ZMF

Starke Partnerschaft für die Freiburger Kultur: Die Haufe Group unterstützt das Zelt-Musik-Festival künftig als Hauptsponsor und gibt dem…
Mai 18, 2026

Oldtimer im Zentrum des Geschehens

Die ADAC Carculture brachte die Begeisterung für klassische Fahrzeuge ins Motorworld Village Metzingen Großer Jubel bei der Zieleinfahrt…
Juni 23, 2026

Don Toliver kündigt Nitrous an

Neue Termine für Octane World Tour in Nordamerika, Europa und UK nach überwältigender Fan-Nachfrage und einer ausverkauften ersten…
Chancen durch Zuwanderung in Deutschland
Die Grafik zeigt den Migrantenanteil unter den Beschäftigten in acht Schlüsselbranchen der deutschen Wirtschaft. Die Migrationsquote innerhalb der gesamten Bevölkerung beträgt 9,6 %, während der Anteil an Migranten unter den Beschäftigten in den Schlüsselindustrien oft höher ist.
  • 17. Mai 2017

Chancen durch Zuwanderung in Deutschland

Von Super User

Berlin, Deutschland  - Movinga, Europas führende Online-Plattform für Umzüge, hat eine Studie herausgegeben, die mögliche positive Effekte von Einwanderung in Deutschland untersucht. Die Studie umfasst alle 16 Bundesländer und analysiert neben Migrations- und Arbeitslosenquote der jeweiligen Länder auch die Anzahl der dort niedergelassenen Firmen, die Risikokapital erhalten, sowie die Anzahl der angemeldeten Patente. Die Studie zeigt, dass Firmen in Bundesländern mit hohem Migrantenanteil auch mehr Risikokapital erhalten. Sie demonstriert ebenfalls, dass mehr Zuwanderung nicht zu einer höheren Arbeitslosenquote führt.

Um den möglichen Nutzen von Zuwanderung zu zeigen, vergleichen die nachfolgenden Diagramme die Schlüsselindikatoren für Innovation und wirtschaftlichen Wohlstand (Firmen mit Risikokapital-Investitionen, Patentanmeldungen, Arbeitslosenquote) mit dem jeweiligen Migrantenanteil. Alle für die Studie verwendeten Daten wurden von der Gesellschaft für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und dem Bundesamt für Statistik (Destatis) zur Verfügung gestellt.

Mit 81,4 Millionen Einwohnern ist Deutschland das bevölkerungsreichste Land Europas. Mehr als 7,8 Millionen Einwohner (9,6%) sind im Ausland geboren, womit Deutschland europaweit das Land mit der größten zugewanderten Bevölkerung ist. Die Migrationsquote ist jedoch ungleichmäßig über die 16 Bundesländer verteilt, denn während fünf Länder einen Migrantenanteil von mehr als 10% haben, leben in fünf weiteren Bundesländern weniger als 3%. Dies ist in Abbildung 1 zu sehen.

Abbildung 2 zeigt, dass in Stadtstaaten wie Berlin und Hamburg, die einen höheren Migrantenanteil haben, gleichzeitig auch mehr Firmen Risikokapital erhalten. Ferner wird in in Abbildung 3 deutlich, dass in den beiden Bundesländern mit den meisten angemeldeten Patenten (Bayern und Baden-Württemberg) überdurchschnittlich viele Zuwanderer leben (10%). Gegenteilig wird aus den Abbildungen 1-3 erkennbar, dass in Bundesländern wie Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, wo weniger Firmen Risikokapital erhalten und weniger Patente angemeldet werden, auch weniger Einwanderer leben.

Die Ergebnisse machen deutlich, dass Einwanderung von großem wirtschaftlichem Nutzen sein kann. Eine offene Einstellung gegenüber Zuwanderern ist daher unerlässlich, um Innovation, Forschung, Entwicklung und Wachstum zu fördern. Das verhältnismäßig schlechte Abschneiden der Bundesländer mit niedrigem Migrantenanteil spricht dafür, dass diese Länder Innovation und wirtschaftlichen Wohlstand positiv beeinflussen können, wenn sie um talentiertes Personal aus dem Ausland werben.  

Abbildung 3 zeigt, dass Bayern und Baden-Württemberg die niedrigsten Arbeitslosenquoten in Deutschland haben, während Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern die höchsten Arbeitslosenraten vorweisen. Die Studie gibt daher zu erkennen, dass ein höherer Anteil an Zuwanderern nicht zu mehr Arbeitslosigkeit führt. Es ist darauf hinzuweisen, dass die überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit in multikulturellen Städten wie Berlin und Hamburg nicht als Zeichen wirtschaftlicher Schwäche zu beurteilen, sondern mit ihrer Sonderstellung als Stadtstaaten zu begründen ist.

„Die beeindruckende Anzahl von Firmen, die Risikokapital erhalten, und die Anzahl der Patentanmeldungen in multikulturellen Regionen wie Berlin, Bayern und Baden-Württemberg verdeutlicht, dass Zuwanderung Innovation und Wachstum positiv beeinflusst”, sagt Movingas Geschäftsführer Finn Age Hänsel.

Quelle: movinga.de


Ressort: Politik

Weitere Nachrichten