Regionalportal und Internetzeitung für Pressemeldungen!

 

Warum Deutschland eine Bahnsteighöhe für alle Eisenbahnstrecken braucht

55, 76 oder 96 cm … sind keine Glaubensfrage, sondern inzwischen ein drängendes Problem. Diese Bahnsteighöhen gibt es in Deutschland querbeet durch alle Bundesländer. Was bisher in der Bundespolitik niemand bedacht zu haben scheint: es wird endlich Zeit, dass es eine Bahnsteighöhe in der gesamten Bundesrepublik gibt. Das wäre ein Vorteil für alle. Herr Bundesminister Dobrindt, Frau Bundesministerin Nahles, Frau Bundesministerin Schwesig: bitte kümmern Sie sich endlich darum!

Im Moment scheint es so, dass die Deutsche Bahn AG, Eigentümer fast aller Bahnsteiganlagen, nach eigenem Gutdünken bauen darf. Dem DBV-Bundesverband liegt die Stellungnahme des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages zum Neubau der „Dresdner Bahn“ von Berlin nach Dresden vor. Die Petentin bemängelt, dass es eine Vereinbarung mit dem Land Brandenburg gäbe, wonach landesweit 55 cm Bahnsteighöhe angestrebt werden. Die DB AG baut aber im Moment  teilweise 76 cm hohe Bahnsteige – trotz der anderslautenden Vereinbarung mit dem Land Brandenburg.

Warum wird das selbstherrliche Verhalten der DB AG durch die Bundespolitik gedeckt? So heißt es in der Stellungnahme, dass 2011 der DB AG-Vorstand ein Bahnsteighöhenkonzept beschlossen habe – bei Neu- und Umbauten sind 76 cm hohe Bahnsteige zu realisieren. Zitat: „Ausnahmen davon sind hier nicht zulässig.“ Warum bekommen dann Klausdorf und Baruth doch 55 cm-Bahnsteige? Ganz einfach: „… eine Änderung der Bahnsteighöhe auf 0,76 m [war] wirtschaftlich nicht vertretbar gewesen...“ Ausnahmen sind also doch zulässig. Es kommt nur darauf an, wer sie wünscht. Warum schließt sich der Petitionsausschuss dieser widersprüchlichen Aussage an? Warum hält das Land Brandenburg an einer Vereinbarung fest, die seit 2011 das Papier, auf dem sie steht, nicht mehr wert ist?

Eine einheitliche Bahnsteighöhe vom Norden bis Süden, vom Westen bis in den Osten Deutschlands tut 28 Jahren nach der politischen Wende in Deutschland not. In einigen Jahren stehen die ersten Bahnsteige, die nach 1989 neu gebaut wurden, zur Sanierung an. Und dann gibt es da noch ein Datum: Zum 1. Januar 2022 muss es nach dem Personenbeförderungsgesetz die vollständige Barrierefreiheit im öffentlichen Verkehr hergestellt sein. Ausnahmen sind zu definieren und mit einem Zeitplan zu unterlegen, wie sie in welchem Zeitraum doch hergestellt werden soll. Hier wird der Schwarze Peter der Verantwortung von oben nach unten weitergereicht. Die Bundesregierung fühlt sich dafür nicht verantwortlich und verweist auf die Gelder, die die Bundesländer und die DB AG von ihr jährlich erhalten (aber für Leistungsbestellungen und fest definierte Projekte gebunden sind). Die Bundesländer sehen die Kommunen in der Verantwortung – denn die wüssten ja, wo was fehlt.

Leidtragende in dieser Gemengelage sind die Fahrgäste. Solange es keine  einheitliche Bahnsteighöhe für ganz Deutschland gibt, wird die Umsetzung der vollständigen Barrierefreiheit ei schöner Traum bleiben. Je früher der Bundesgesetzgeber sich des Themas annimmt, umso eher wird das Problem auch gelöst werden.

Unterschiedliche Bahnsteighöhen verteuern übrigens auch den Schienenverkehr. Denn nur mit zusätzlichen technischen Hilfsmitteln an den Fahrzeugen können Verkehrsunternehmen an regionalen Ausschreibungen teilnehmen.

Der DBV hält es für notwendig, dass sich die neue Bundesregierung ab Oktober 2017 auch mit der Einführung einer einheitlichen Bahnsteighöhe für ganz Deutschland beschäftigt. Diese muss zwingend für alle Neu- und Umbauten gelten – unabhängig von wirtschaftlichen Interessen der DB AG.

Tags: Mobilität

Studienkreis lädt zur Woche der offenen Tür ein

Jan 18, 2018
Nachhilfe
Halbjahreszeugnisse: Familienstreit wegen schlechter Noten? Die Halbjahreszeugnisse geben…

Albsteig Schwarzwald jetzt Qualitätsweg Wanderbares Deutschland

Jan 15, 2018
Der Albsteig Schwarzwald ist der neueste Fernwanderweg im Schwarzwald. Die Überreichung der Zertifikatsurkunde fand auf der Outdoormesse im Rahmen der CMT in Stuttgart statt. Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident des Deutschen Wanderverbands übergab die Urkunde an Landrat Dr. Martin Kistler und den Tourismusbeauftragten Klaus Nieke. Der Schwarzwaldverein war vertreten durch Hauptgeschäftsführer Mirko Bastian. (Bild: Helmut Ulrich v.l.: Hans-Ulrich Rauchfuß, Martin Kistler, Klaus Nieke, Mirko Bastian)
Gemeinsam mit dem 2017 neu eröffneten Fernwanderweg Albsteig Schwarzwald vom Hochrhein…

Kinderleicht: Lichterketten und Leuchtmittel richtig entsorgen

Jan 04, 2018
Ausgediente Weihnachtsbeleuchtung muss fachgerecht entsorgt werden. Credit: AleksandarNakic, iStock
München - Auch die Lichterketten, die zu Weihnachten Wohnzimmer, Balkone und Gärten…

Was kommt - was bleibt in der Außenwirtschaft

Jan 06, 2018
Geschäftig
Im neuen Jahr stehen einige Änderungen im Zoll- und Außenwirtschaftsrecht an. Das Seminar…

das Sturmtief "Burglind" hat am 3. Januar zu Millionenschäden geführt.

Jan 05, 2018
Schaden am Haus?
Der erste Sturm des neuen Jahres zog am Mittwoch mit Windgeschwindigkeiten von über 150…

Ursachen von Knieschmerzen dank neuer MRT-Technologie besser erkennbar

Jan 15, 2018
Mittels einer sogenannten MRT-Spule wird das Kniegelenk im Upright-MRT im Stehen und in Beugehaltungen untersucht. Credit: Medserena AG.
Ursachen von Knieschmerzen lassen sich dank neuer MRT-Technologie besser erkennen…

Kältehilfe für Obdachlose

Jan 16, 2018
Ulrich Müller von der Deutschen Kleiderstiftung
Kleiderstiftung sammelt Kleidung, Schlafsäcke und Schuhe Helmstedt - Mehr als 50.000…
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen