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Jeffrey Lewis & The Voltage (USA), Quince (SH)

Jeffrey Lewis & The Voltage (USA)

Er bringt mit seiner Band den Sound of New York in unsere bescheidene Hütte: Jeffery Lewis & The Voltage, charmanter Antiheld, Querdenker, kreative Sprudelquelle. Ihm zur Seite stehen die Dreampop-Wunder Quince.
Der beste aller New Yorker Anti-Folker, der Punk-Beatnik und Comic-Künstler Jeffrey Lewis, tourt mit seiner wilden Band, die er für das aktuelle Album – wie gewohnt – umgetauft hat: Zusammen mit The Voltage also hat Lewis in Nashville das im November 2019 erschienene Album «Bad Wiring» eingespielt. Obwohl nie ganz so berühmt geworden wie sein Anti-Folk-Wegbegleiter Adam Green, hat Jeffrey Lewis acht hochgelobte Alben, ein treues Fanpublikum und eine Reihe prominenter Verehrer: David Berman zählte Lewis’ «Sad Screaming Old Man» zu seinen liebsten Songs, Jarvis Cocker (Pulp) nennt ihn «derzeit besten Lyriker der USA» und Will Oldham meint: «Es gibt nicht viele Leute, die eine Geschichte so erzählen und Sprache in der Musik so einsetzen können wie Jeffrey Lewis.»

Diese Geschichten nehmen öfter Bezug auf die Szene, aus der Lewis kommt, und sein grosses Wissen darüber – so betitelt er schon mal nicht unselbstironisch einen Song mit «The Complete History of Punk» oder nennt ein Lied in Anlehnung an Leonard Cohen «The Chelsea Hotel Oral Sex Song». Ein Wortwitz, der beisst, die eher düstere Weltsicht mit dem Silberstreifen am Horizont und Musik, die gerade auf dem neuen Album auch gern energischer geschrubbt daherkommt. Bei Balladen wie «Till Question Marks Are Told» lässt Lewis seinem inneren Lou Reed Auslauf, und beim Nach-vorn-Losgeher «LPs» hat man eigentlich keine Chance, nicht an den frühen Jonathan Richman zu denken. Cool, smart, albern, charmant und zu Herzen gehend. So macht Jeffrey Lewis das.

Seit rund 15 Jahren tourt die «Schaffhauser Supergroup» (J. Odermatt) Quince nun schon durch die Clubs, Bars und Spelunken der Schweiz und hat dabei vom Café Kairo bis Bad Bonn, über den Grünenwald bis in die Grabenhalle alle schönen und weniger schönen Orte abgeklappert, die es in unserem Ländchen zu bespielen gilt. Ihren Stil beschreibt die Band dabei als «Dreampop für melancholische Punks mit leichtem Hang zum Pathos», und man kann sich durchaus vorstellen, wie Beni, Mike, Steiner – oder wie auch immer der Dorfpunk aus unserer Jugend hiess –, sich abends ganz allein mit dem letzten Dennerbier (oder einem Quittenschnaps) zu Frontfrau Lindas zartrauchiger Stimme in den Schlaf schwelgt.

Mehr Infos: https://www.thejeffreylewissite.com; https://www.youtube.com/watch?v=9YpR_OpaLlg;
https://www.youtube.com/watch?v=3urXygZXb74; https://www.youtube.com/watch?v=6t4m4Ls5tuQ; https://quince.bandcamp.com; https://www.youtube.com/watch?v=3atFHp4baUU; https://www.youtube.com/watch?v=3uc8A-ithYM&t=3s; https://www.youtube.com/watch?v=LmaY2LARu64

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