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Internationale Tagung über den Basler Totentanz

Eine internationale Tagung am 18. und 19. September 2015 im Bildungszentrum 21 in Basel widmet sich dem Basler Totentanz und seinem Nachleben. Sie wird von der Totentanz-Vereinigung Schweiz organisiert.

Um 1440 malte ein bis heute unbekannter Künstler auf die ca. 60 Meter lange Friedhofsmauer beim Dominikanerkloster (jetzt Predigerkirche) Basel einen Totentanz. 37 Tanzpaare – jeweils der Tod als Skelett mit einem Menschen – zogen vor dem Betrachter vorüber und erinnerten ihn an die Sterblichkeit des Menschen. Nach der Reformation wurde der Prediger im Totentanz mit dem Porträt des Basler Reformators Johannes Oekolampad übermalt. Damit war das Bild für das reformierte Basel aktualisiert worden.

Im 17. Jahrhundert kopierte Matthäus Merian den Totentanz mit einer Folge von Radierungen und publizierte diese in Buchform. Das Werk erlebte mehrere Auflagen und machte den Basler Totentanz in den deutschsprachigen Ländern bekannt. Das Bild wurde eine Sehenswürdigkeit Basels. Fremde Besucher berichten von der Besichtigung des Bildes. Während der Aufklärung liess das Interesse am Totentanz nach, 1805 wurde die Mauer abgerissen, der Totentanz zerstört. Einige Basler Kunstfreunde retteten Teile des Bildes. Diese 19 Bildfragmente sind im Museum für Geschichte des Historischen Museums Basel ausgestellt und gehören zu den Highlights der Sammlung.

Das eindrückliche Bild mit der allgemein gültigen Aussage, dass alle Menschen sterben müssen und im Tod einander gleich sind, die hohe künstlerische Qualität des Bildes und seine spannende Geschichte haben Künstler während Jahrhunderten bis zur Gegenwart zu Kopien oder freien Umsetzungen des Themas angeregt. Kaum war der Totentanz abgerissen, nahm sich auch die Forschung seiner an.

Der internationale Kongress, der am 18. und 19. September im Bildungszentrum 21 (früher Missionshaus) in Basel stattfindet, trägt den Titel „Der Basler Totentanz und sein Nachleben“. Die Tagung widmet sich nicht nur den Kopien, den mehr oder weniger freien Umsetzungen des Basler Totentanzes in Malerei, Grafik und Literatur, sondern auch Werken, die durch den Basler Totentanz lediglich angeregt wurden, aber eine ganz eigenständige Auseinandersetzung mit dem Thema waren und zu völlig neuen Resultaten führten. Ein Dutzend Präsentationen wird die spannende Beschäftigung von Malern, Zeichnern und Schriftstellern mit dem Basler Totentanz vorstellen. Die Tagung wird von der Totentanz-Vereinigung Schweiz ausgerichtet und ist öffentlich. Das genaue Programm ist einsehbar unter www.totentanz-schweiz.ch/Kongress

Abbildungen:

  1. Johann Rudolf Feyerabend, Kopie des Basler Totentanzes, Aquarell, 1806. Foto: HMB
  2. Jeremias Burckhardt im Alter  von 12 Jahren, Der Tod zum Kranken, Federzeichnung laviert, 1791. Foto: HMB
  3. Edmond Bille, La haine (der Hass), aus der Folge: Une Danse Macabre, 1919. Copyright by Association Edmond Bille

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