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Nationale Auszeichnung für die Öffentlichkeitsarbeit der Roche Pharma AG zur Sanierung der Kesslergrube
Roche Responsible Care 2022
  • 31. August 2022

Nationale Auszeichnung für die Öffentlichkeitsarbeit der Roche Pharma AG zur Sanierung der Kesslergrube

Von Faten Gaber | Roche Pharma AG

Am 30. August hat der Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI) im Rahmen des diesjährigen Responsible-Care-Wettbewerbs die Roche Pharma AG ausgezeichnet. Der Wettbewerb stand unter dem Motto „Dialog – Unser Beitrag zur Transparenz“. Zur Wahl standen der unabhängigen siebenköpfigen Jury alle VCI-Landessieger-Projekte. Ausgezeichnet wurde Roche für ihre transparente und dialogorientierte Kommunikation zur Sanierung der Altablagerung Kesslergrube im südbadischen Grenzach-Wyhlen. Das Sanierungsprojekt hat exemplarischen Charakter, was den Umgang mit Altlasten betrifft und wie der Dialog mit der Öffentlichkeit gepflegt werden kann. Die Preisverleihung fand am 30. August 2022 in Frankfurt/Main statt. 

Bereits am 18. August 2022 erhielt die Roche Pharma AG den VCI-Landespreis Baden-Württemberg für ihren langjährigen Dialogbeitrag zur Sanierung der Kesslergrube. Dass sie nun auch auf nationaler Ebene ausgezeichnet wurde, freut Prof. Dr. Hagen Pfundner, Vorstand der Roche Pharma AG, ganz besonders: “Die Sanierung der Kesslergrube hat exemplarischen Charakter, nicht nur was den Umgang mit Altlasten betrifft, sondern auch wie der Dialog über ein solch langjähriges Großprojekt mit der Öffentlichkeit gepflegt wird”.

Nachhaltige Sanierung der Kesslergrube durch die Roche Pharma AG

“Mit dem für die Sanierung der Kesslergrube gewählten Sanierungsverfahren werden die Umweltvorgaben von Roche umgesetzt, wonach Altlasten, sofern technisch möglich, innerhalb von einer Generation nachhaltig und vollständig zu beseitigen sind“, erklärt Dr. Richard Hürzeler, Gesamtprojektverantwortlicher für die Sanierung der Kesslergrube und im Roche-Konzern globaler Verantwortlicher für Umwelt und Altlasten.

Die Roche ließ den nordwestlichen Teil der Kesslergrube vollständig ausheben und das kontaminierte Aushubmaterial thermisch entsorgen. Die Entfernung des Deponiematerials erfolgte unter einer Einhausung. Neben dem Abfallmaterial entfernte Roche auch den belasteten Untergrund vollständig bis in die Grundwasser-führenden Bodenschichten. Die Abfälle und belasteten Böden wurden vor Ort konditioniert und in Spezial-Transportcontainern zur thermischen Entsorgung transportiert. Ende März 2022 konnte der Aushub beendet werden. Seither gilt die Sanierungsbaustelle als „schadstofffrei“. Die Sanierungs- und Rückbauarbeiten werden voraussichtlich bis zum Ende des ersten Quartals 2023 abgeschlossen. 

Seit 2012 einer transparenten Kommunikation verpflichtet

Die 2015 gestartete Sanierung ist komplex und auch mit Beeinträchtigungen für die Anwohner:innen und Anrainer:innen verbunden. Roche hat deshalb bereits in der Projektplanungsphase ab 2012 Kommunikationsplattformen aufgebaut und den Dialog mit allen betroffenen Anspruchsgruppen aufgenommen. 

Seither informiert Roche kontinuierlich, umfassend, transparent und auf eine leicht verständliche Art über den Sanierungsprozess. Dabei nimmt Roche die Anliegen aller Interessen- und Anspruchsgruppen ernst und versucht, diese so weit wie möglich zu berücksichtigen. Mit einem umfassenden Informationsangebot, das neben digitalen Angeboten auch klassische Printprodukte sowie Publikumsveranstaltungen vor Ort auf der Sanierungsbaustelle beinhaltet, ist es gelungen, die vielschichtigen Anspruchsgruppen zu erreichen und über die Sanierung und die jeweils aktuellen Arbeiten zu informieren. 

Im eigens errichteten Besucherzentrum auf dem Sanierungsgelände wird auf verschiedenen Stationen der Prozess von der behördlichen Genehmigung bis zur geplanten Renaturierung des Rheinufers einfach erklärt und mittels multimedialer Installationen erlebbar gemacht. Der geführte Rundgang durch das Besucherzentrum dauert ca. 90 Minuten. Auf den Führungen sind auch Kinder und Jugendliche willkommen. Roche empfiehlt aber einen Besuch für Schüler:innen erst ab Sekundarstufe I. Für den Besuch ist eine Anmeldung erforderlich. Das Besucherzentrum wird noch bis Dezember 2022 geöffnet sein. Danach wird es im Rahmen der Rückbauarbeiten auf dem Sanierungsgelände abgebaut. Bis es aber so weit ist, können Interessierte über die Medien- und Kontaktstelle noch einen Besuchstermin buchen: https://kesslergrube.de/perimeter1/besucher/ 

Zudem bietet die Roche Pharma AG auf ihrer Projektwebseite zur Sanierung der Kesslergrube eine virtuelle Baustellenführung an. Roche macht damit die Sanierungsarbeiten auf dem Bildschirm eines Computers, Laptops, Tablets oder Smartphones erleb- und erfahrbar. Die Userin oder der User entscheidet sich entweder für eine geführte Tour oder entdeckt die Sanierungsarbeiten virtuell auf eigene Faust. Hier geht es zur virtuellen Baustellenführung: https://kesslergrube.de/perimeter1/die-sanierung-entdecken/ 

Hintergrund zu Responsible Care und zum Wettbewerb
Freiwillig mehr tun, als Gesetze und Vorschriften vorschreiben. Das dokumentiert die Chemie mit ihrer weltweit einzigartigen Initiative Responsible Care – in Deutschland seit mehr als 30 Jahren. Responsible Care ist ein Beitrag zur Nachhaltigkeitsinitiative Chemie3. Der Responsible-Care-Wettbewerb des VCI beginnt auf Landesebene. In den Landesverbänden wurden in diesem Jahr 92 Projekte eingereicht. Die Landessieger nehmen automatisch am Bundeswettbewerb teil. Hier entschied die Jury aus insgesamt 18 Projekten über die Bundessieger.

Die Jury
Über die Platzierungen auf Bundesebene entschied eine unabhängige siebenköpfige Jury: Dr. Anita Breyer, Bundesumweltministerium; Carola Dittmann, Stiftung Arbeit und Umwelt der IGBCE; Ministerialdirigent Bernhard Kluttig, Bundeswirtschaftsministerium, vertreten durch Dr. Heinrich Lochte; Dr. Michael Reubold, Wiley-VCH Verlag Weinheim; Prof. Dr. Ferdinand Schüth, Max-Planck-Institut für Kohlenforschung; Prof. Dr.-Ing. Leon Urbas, TU Dresden; sowie Dr. Wolfgang Große Entrup und Dr. Gerd Romanowski für den VCI.


Ressort: Lörrach

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