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Ben Kim und das Concertgebouw Kammerorchester gastieren im Burghof Lörrach
Klaviervirtuosen Ben Kim
  • 20. Februar 2024

Ben Kim und das Concertgebouw Kammerorchester gastieren im Burghof Lörrach

Von Gerald Kaufmann

Bei Ben Kim ist die Vorfreude groß: Der Klaviervirtuose gastiert gemeinsam mit dem Concertgebouw Kammerorchester am Freitag, 23. Februar, 20 Uhr, im Burghof Lörrach. Auf dem Programm steht ein Meisterwerk der Musikgeschichte: Mozarts Klavierkonzert Nr. 13, C-Dur.

„Dieses Stück ist nicht nur ein großartiges Werk, sondern gewährt auch Einblicke in Mozarts erste kreative Periode nach seinem Umzug von Salzburg nach Wien“, erklärt Ben Kim. Während dieser Zeit befreite sich Mozart von der dominanten Präsenz seines Vaters, suchte jedoch zugleich noch immer dessen Anerkennung und Bestätigung. „Dieser Konflikt spiegelt sich in den Noten wider und verleiht dem Stück eine zusätzliche Tiefe. Man hört, wie er wirklich einen bleibenden Eindruck hinterlassen möchte.“ Das Klavierkonzert bekomme dadurch eine besondere Note – im wahrsten Sinne des Wortes. „Es singt, es spricht, es glänzt.“

Für viele Solisten – auf fast jedem Instrument – gehört Mozart zum herausforderndsten, was die Literatur zu bieten hat. Denn für Mozart braucht es mehr als schnelle Finger: Es geht darum, den Geist der Musik einzufangen und dabei Leichtigkeit und Anspruch miteinander in Einklang zu bringen. Jede Nuance, jede Feinheit liege offen zutage und das Spiel des Solisten sei dadurch sehr exponiert, beschreibt Kim. „Man muss diese Verletzlichkeit zulassen, um die Musik mit der gleichen ungebändigten Begeisterung wie ein Kind anzugehen, ohne Scham oder Verfälschung.“ Genau das aber sei die Schwierigkeit, weiß der Pianist: „Denn es ist eine nahezu unmögliche Aufgabe, im Grunde genommen alles zu verlernen, was man bisher gelernt hat.“

Um seinen eigenen Klang, seine eigene Interpretation zu finden, hilft Ben Kim der Blick in die Geschichte. Es will wissen, wie das Werk zu Mozarts Lebzeiten klang, auf welcher Art von Instrument es gespielt wurde und wie sich die Entwicklung des modernen Klaviers auf die musikalische Umsetzung ausgewirkt hat. Von großer Bedeutung seien in diesem Zusammenhang die Ausdruckseigenschaften des Fortepianos, besonders dessen Fähigkeit, die menschliche Stimme zu imitieren, betont Kim. „Im Wesentlichen besteht mein Ziel darin, nicht nur die Noten singen, sondern sie auch sprechen zu lassen, um die volle Bandbreite der Emotionen und Texturen, die in Mozarts Musik angelegt sind, zu vermitteln.“

CCO c Peter Tollenaar gConcertgebouw Kammerorchester

Kims Klavierspiel wird bei seinem Auftritt im Burghof Lörrach eingerahmt, begleitet, unterstützt, kontrastiert und kontrapunktiert von einem der besten Ensembles der Welt: dem Concertgebouw Kammerorchester. Die Interaktion mit diesem herausragenden Klangkörper sei geprägt von dem Anliegen, eine musikalische Einheit zu schaffen, in der jeder einzelne Musiker eine wesentliche Rolle spielt, beschreibt Kim die Dynamik. Auf diese Weise entstehe ein gemeinsamer Klang, der mehr sei als die Summe seiner Teile.

Das Mozart-Klavierkonzert wird am 23. Februar programmatisch eingerahmt von Elgars Streicherserenade in e-Moll, dem Introduction and Allegro, op. 47 und von der Kammersinfonie c-Moll von Schostakowitsch. Diese Werke bilden einen reizvollen Gegensatz zu Mozart und bieten dem Concertgebouw Kammerorchester seinerseits die Möglichkeit, musikalisch zu singen, zu sprechen und zu glänzen.

Weitere Informationen sowie Tickets gibt es unter www.burghof.com


Ressort: Lörrach

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