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Gemeindewald Lottstetten erwirtschaftet ein leichtes Plus

Forstwirt Thomas Mathis beim Bohren von Pflanzlöchern für Eichen

Der Bewirtschaftungsplan für das Forstwirtschaftsjahr 2021 im Gemeindewald Lottstetten sieht ein kleines Plus in Höhe von 4.065 Euro vor. Die Bedeutung des Gemeindewaldes geht indes weit über die wirtschaftliche Funktion hinaus. Alleine in diesem Jahr werden durch eine Naturschutzmaßnahme 333.000 Ökopunkte generiert, was bei einem Marktwert von knapp einem Euro pro Ökopunkt ein mehrfaches des Betriebsergebnisses darstellt.

Tom Drabinski, Forstbereichsleiter des östlichen Landkreises und Revierleiter Ralf Göhrig stellten den aktuellen Plan dem Gemeinderat Lottstetten vor. Da es in Lottstetten von Natur aus kaum Fichten gibt, stellt der Borkenkäfer auch kein großes Problem dar, was ein weitgehend planmäßiges Wirtschaften im Gemeindewald bedeutet. Die geplante Holznutzung liegt bei 1.290 Festmetern und somit im Rahmen des jährlichen Solls. Die Einnahmen durch den Holzverkauf werden mit rund 61.000 Euro veranschlagt, die Ausgaben für die Holzernte mit 34.000 Euro. Größere Ausgaben gibt es im Bereich der Kulturen, die Verwaltungskosten schlagen mit 14.500 Euro zu Buche. Neben den Einnahmen aus dem Holzverkauf ist mit Rückeinnahmen bei Wildschutzkosten und der Jagdpacht zu rechnen.

Gemeinderat Hauke Schneider (Freie Wähler) wollte wissen, ob es sinnvoll sei, bei sinkenden Holzpreisen den Einschlag zu senken. Dies sei nicht zielführend, gaben die Förster zu wissen, denn der von der Forsteinrichtung geplante Einschlag diene in erster Linie der Pflege der Bestände im jungen und mittleren Alter. „Wir verzichten allerdings auf den Einschlag von Sortimenten, die nur schwer verkäuflich sind“, teilte Ralf Göhrig mit. Auf der anderen Seite sei es auch nicht vernünftig, außerplanmäßige Mengen einzuschlagen, nur wenn der Preis steige. Der Fokus der Arbeit im Gemeindewald richtet sich aber neben der notwendigen und sinnvollen Ernte des nachwachsenden, heimischen Rohstoffs Holz auf die vielfältigen Naturschutzmaßnahmen. Tom Drabinski wies darauf hin, dass alleine die naturschutzrelevanten Maßnahmen im Gemeindewald, in den vergangenen zwei Jahren, mehr als 550.000 Ökopunkte der Gemeinde bescherten. „Dieser Mehrwert des Forstbetriebs Lottstetten kann regional genutzt werden, sei es baurechtlich oder als Ausgleich für eigene Maßnahmen“, gab Drabinski zu wissen. Er wies auf die enormen Potentiale des Waldes für die Gemeinde hin. Durch aktive Maßnahmen, beispielsweise pflegende und fördernde Eingriffe können viele seltene Arten, wie der Braune Eichenzipfelfalter, die Gelbbauchunke oder das Große Mausohr geschützt werden.

Der Gemeindewald Lottstetten hat eine Fläche von rund 230 Hektar und wird seit 30 Jahren von Ralf Göhrig betreut. Für den Naturschutz sind 10 Hektar als Artvorkommen, 4,4 Hektar als FFH- Gebiet, 9 Hektar als Naturschutzgebiet sowie 4 Hektar als Waldbiotop von Relevanz.

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