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Deutsche lesen weiterhin am liebsten gedruckte Bücher und Magazine
Blättern statt scrollen ©rebuy
  • 14. September 2023

Deutsche lesen weiterhin am liebsten gedruckte Bücher und Magazine

Von Christoph Lapczyna | DEDERICHS REINECKE & PARTNER

Fast jede:r Vierte liest täglich mehr als eine Stunde

Berlin, 15. September 2023 – Gedruckte Bücher und Magazine genießen in Deutschland eine hohe Beliebtheit. Die Lesegewohnheiten unterscheiden sich aber nach Altersgruppen. Das belegt eine repräsentative Umfrage des Recommerce-Pioniers rebuy.

Gedruckte Bücher und Magazine sind das präferierte Medium in Deutschland. Das haben rund 40 Prozent der Befragten angegeben. Damit liegen die gedruckten Medien weiterhin deutlich vor dem Smartphone (23 Prozent) und PC, Laptop und Tablet (19 Prozent). Doch die Lesegewohnheiten unterscheiden sich je nach Altersgruppe: Jüngere Menschen bevorzugen das Smartphone. So gaben 35 Prozent der Befragten im Alter von 18 bis 29 Jahren beispielsweise an, lieber am Smartphone zu lesen (gegenüber 31 Prozent, die gedruckte Medien bevorzugen). Bei der Gruppe 60+ verhielt es sich deutlich anders: Nur zehn Prozent lesen eher am Smartphone als in gedruckten Medien (53 Prozent).

Das verdeutlicht, dass die Lesegewohnheiten in Bewegung sind. 27 Prozent der Befragten gaben an, dass sie in den letzten zwei Jahren öfter zu einem digitalen Medium gegriffen haben, um ihren Lesehunger zu stillen. Gleichzeitig gaben nur elf Prozent an, digitale Medien seltener zu nutzen als noch vor zwei Jahren. Gedruckte Medien liegen weiterhin auf Platz eins, auch wenn sie einen leichten Popularitätsverlust hinnehmen mussten. Während fast jede:r Fünfte angab, häufiger zum Buch oder gedruckten Magazin zu greifen, gab ebenso jede:r Fünfte an, seltener in einem Medium zu lesen, in dem man tatsächlich blättern kann.

Die Gunst der Konsument:innen von Hörbüchern und Podcasts unterscheidet sich auch nach Altersgruppe stark: Während sie bei den 18- bis 39-Jährigen deutlich zunahm, ergab die Umfrage, dass die Befragten jenseits der 40 Jahre deutlich weniger Hörbücher oder Podcasts hören. Über alle Altersgruppen gemessen lag die Zahl derer, die diese Medien seltener konsumieren, bei Hörbüchern (35 Prozent) und Podcasts (33 Prozent) etwa doppelt so hoch wie die Zahl derer, die seit zwei Jahren häufiger dem gesprochenen Wort lauschen (15 Prozent beziehungsweise 18 Prozent). Daher ergibt sich ein leicht negativer Trend.

Texte auf Papier sorgen für ein intensiveres Leseerlebnis
Gefragt nach den Gründen, warum Menschen nach wie vor gern in gedruckten Medien lesen, gab deutlich mehr als die Hälfte (58 Prozent) der Befragten an, dass ihnen dies ein tieferes Eintauchen in die Inhalte ermöglicht, einhergehend mit einer besseren Konzentration. Das Lesen geschieht bewusster, und das Risiko, sich ablenken zu lassen, ist geringer (55 Prozent). Auf Platz drei der Gründe, warum Menschen gedruckte Medien den digitalen vorziehen, ist die Haptik. 39 Prozent derer, die an der Umfrage teilnahmen, sagten, dass sie die Haptik von gedruckten Büchern und Magazinen als ansprechend und befriedigend empfinden.

Lesen ist ein beliebter Zeitvertreib

Mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) liest täglich mehr als 30 Minuten. Nahezu ein Viertel der Befragten liest täglich sogar eine Stunde oder mehr. Unter den Vielleser:innen dominiert die demografische Gruppe 60+ mit 36 Prozent.

Unabhängig davon, ob ein Text digital oder in gedruckter Form konsumiert wird: Lesen ist für nahezu zwei Drittel der Befragten (63 Prozent) ein wichtiger Weg, um den eigenen Horizont zu erweitern, sich weiterzubilden und so geistig fit zu bleiben. Lesen, so sagten 61 Prozent der Befragten, ist der beste Weg, um Informationen aufzunehmen. Aber natürlich kann man durch Lesen auch entspannen und dem Alltag entfliehen (53 Prozent), und ein guter Text regt zudem die Fantasie und Vorstellungskraft an (45 Prozent).

„Das gedruckte Buch ist nach wie vor sehr beliebt. Dabei freut es uns sehr, dass immer mehr Bücher eine:n zweite:n oder auch dritte:n Besitzer:in bekommen. Allein wir bei rebuy verkauften im vergangenen Jahr über 6,6 Millionen gebrauchte Bücher“, erläutert Philipp Gattner, CEO des Berliner Recommerce-Unternehmens rebuy. „Insgesamt verkauften wir als Recommerce-Anbieter in den letzten zehn Jahren mehr als 53 Millionen gebrauchte Bücher. Dadurch wurden nicht nur große Mengen Energie und Papier eingespart, sondern ein Buch aus zweiter Hand schont natürlich auch den Geldbeutel.“


Ressort: Bildung und Kultur

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