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Triclosan – ein Problemstoff muss weg

Die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU) und Pingwin Planet lancieren die Online-Petition «Triclosan verbieten – sofort» Triclosan ist eine gesundheitsrelevante chemische Substanz.

Triclosan steht im Verdacht, hormonaktiv und krebserregend zu sein, Spermien, Leber und Muskeln zu schädigen, sich im Körper anzureichern sowie Antibiotikaresistenzen auszulösen. Zudem reizt es die Haut. Deshalb wollte die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA das Biozid seit 1974 mehrmals verbieten, wie eine neue Studie an der Fachhochschule Nordwestschweiz Muttenz zeigt. Doch anstatt Triclosan vom Markt zu nehmen, mischte die Industrie den Problemstoff in immer mehr Alltagsprodukte: 67 Artikel mit Triclosan haben AefU und Pingwin Planet kürzlich eingekauft.

Triclosan durchsetzt fast alle Alltagsbereich

Triclosan findet sich etwa in den Zahnpasten Colgate Total (Colgate Palmolive) und Candida Halitosis (Migros), in Deosticks edler Marken für Männer wie z.B. im ‹ckfree› von Calvin Klein, im ‹Gucci by Gucci› und im ‹1 Million› von Paco Rabanne. Das Biozid steckt in Körpercremes (z.B. ‹Lipoderm Omega› von Spirig), Seifen (z.B. ‹Hygrolet Hand Antibact›) und Fusspuder (z.B. ‹Gehwohl med. Fusspuder›). Es ist teilweise Socken, Hundepfoten- und Sextoyreiniger beigemischt und kommt bisweilen in Faden für chirurgisches Nähen, in Plastiksäcken und in Waschmitteln vor. Die breite, keinesfalls abschliessende Produktepalette zeigt: Der Risikostoff Triclosan durchsetzt fast alle Alltagsbereiche.

Triclosan-Verbot in Minnesota

Der US-Bundesstaat Minnesota hat im Juni 2014 die Konsequenzen gezogen und das Biozid auf seinem Staatsgebiet verboten.

In der Schweiz fehlt den personell eher dünn besetzten, aber laufend mit zusätzlichen Aufgaben betrauten Kontrollbehörden des Bundes und der Kantone der Überblick: Sie erfassen unzureichend, wie verbreitet z.B. Triclosan in unseren Konsumgütern vorkommen. Das Kantonale Laboratorium Zürich beispielsweise sagt gegenüber OEKOSKOP, dass es «keinen Marktüberblick darüber» habe, ob in der Schweiz «auch in Lebensmittelverpackungen Triclosan eingesetzt» werde.

Über die Triclosan-Belastung der Muttermilch ist in der Schweiz wenig bekannt: Die letzten Untersuchungen auf Triclosan stammen von 2009. Warum? Humanmilch ist gesetzlich kein Lebensmittel und wird somit von den kantonalen Laboratorien nicht untersucht. Es kümmert sich also keine Behörde wirklich um ihren Schutz.

Online-Petition «Triclosan verbieten, sofort.»

Klar ist hingegen: Triclosan gehört auf keinen Fall in die Muttermilch. Deshalb muss das riskante Biozid aus unseren Alltagsprodukten verschwinden. AefU und Pingwin Planet lancieren unterstützt von Greenpeace Schweiz die Online-Petition «Triclosan verbieten – sofort»

AefU und Pingwin Planet fordern ausserdem:

Die gesetzliche Anerkennung von Muttermilch als Lebensmittel. Dies soll der erste Schritt hin zu ihrem umfassenden gesetzlichen Schutz sein.

Eine regelmässige Überwachung von Muttermilch aus allen verschiedenen Landesteilen, welche die Fremdstoffbelastung möglichst differenziert und vollständig erfasst.

Hintergrundinformationen finden Sie auf AefU

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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