- 09. Februar 2026
Mit guten Gartenvorsätzen ins neue Jahr
Tipps vom Gartenbauexperten
München, 09. Februar 2026 – Der Jahreswechsel gilt für viele als willkommener Neustart. Mit ihm werden häufig nicht nur gute Vorsätze für die kommenden Monate beschlossen, sondern auch Pläne für den Garten geschmiedet. Vielleicht soll dieser endlich bunter und naturnaher, für Obst- und Gemüseanbau genutzt oder schlicht regelmäßiger gepflegt werden. Dr. Lutz Popp, Gartenbauexperte vom Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege e. V. (BLGL), gibt erfolgversprechende Tipps für Hobbygärtner, die das Potenzial ihrer Grünfläche ausschöpfen wollen.
Der Start ins neue Gartenjahr
Neujahrsvorsätze beinhalten oft, nachhaltiger zu leben und Gutes für die Natur zu tun oder mehr auf sich selbst und das eigene Wohlbefinden zu achten. Beides lässt sich mit der Gartenpflege verbinden, denn die richtige Arbeit im Grünen kann die Artenvielfalt fördern, fit halten, Stress reduzieren und einen Ausgleich zum Arbeitsalltag schaffen. Kinder lernen im Garten von klein auf Wertschätzung für die Natur, können dort toben und gleichzeitig erstes Wissen über Pflanzen und tierische Bewohner sammeln. Durch gut überlegte und umsichtige Gestaltung wird der Garten zu einem Ort der Freude, an dem man sich gerne aufhält und der maßgeblich zur Steigerung der Lebensqualität beiträgt.
Experten-Tipps für erfolgreiches Gärtnern
So gelingt der Neubeginn
Wer einen Garten neu anlegt, sollte sich zuerst Gedanken machen, welche Art gewünscht ist – beispielsweise ein Natur-, Nutz- oder Designgarten. Natürliche Gegebenheiten wie Kleinklima und Boden sollten dabei berücksichtigt werden. Dr. Lutz Popp weiß: „Für die Natur ist es am besten, wenn der Garten einen Ausgleich zu bebauten, versiegelten Flächen darstellt und viele verschiedene Arten in ihm gedeihen können, denn das unterstützt die Biodiversität.“
Das Gartenjahr planen
„Mit einem effizienten Zeitplan haben Gartenbesitzende das ganze Jahr Freude an ihrem grünen Reich und vermeiden Enttäuschung darüber, einen Pflanztermin verpasst zu haben. Überblick schafft ein Aussaat- und Pflanzkalender, der wichtige Saattermine enthält“, empfiehlt Dr. Popp. Im Februar können unter anderem bereits Spinat und Radieschen ausgesät werden.
Gemüseanbau im Hausgarten
Der Verzehr von ausreichend frischem Gemüse ist gesundheitsfördernd. Mit dem Eigenanbau im Garten oder auf dem Balkon investieren Hobbygärtner demnach langfristig in ihr Wohlbefinden. Für den erfolgreichen Gemüseanbau rät der Gartenbauexperte, hochwertiges Saatgut zu wählen und spezielle Anzuchterde zu verwenden. Zur Schädlingsabwehr eignen sich Schneckenzäune und Gemüsenetze.
Routinen bilden
Routinen beugen Überforderung vor, da terminliche Entscheidungen abgenommen werden und die Arbeit auf kleine Portionen aufgeteilt wird. „Gartenbesitzende können feste Gießzeiten einplanen und diese mit einem kleinen Kontrollgang verbinden. So lernen sie ihren Garten durch regelmäßige Beobachtung besser kennen, sehen sofort, wenn ein Problem anliegt, und freuen sich über regelmäßige Fortschritte, was die Motivation steigert“, erklärt Dr. Popp. Wiederkehrende Abläufe wirken beruhigend und helfen dabei, die gesteckten Gartenziele zu verwirklichen.
Zum Valentinstag: Nachhaltig(e) Freude schenken
Zum bald anstehenden Valentinstag am 14. Februar werden jedes Jahr Schnittblumen in großen Mengen gekauft – und nach ein bis zwei Wochen, wenn sie verblüht sind, wieder weggeworfen. Auch wenn sie schön aussehen und zu den beliebtesten Valentinstag-Traditionen zählen, nachhaltig sind die prächtigen Sträuße leider nicht. Warum also nicht etwas schenken, das naturschonender ist – und woran auch die zu beglückende Person länger Gefallen haben kann? Dr. Popp bietet passende Inspiration: „Statt zu Blumensträußen zu greifen, empfehle ich die Vergabe von Topfpflanzen oder feinen Kräutern, die dann auch direkt für ein romantisches Dinner eingesetzt werden können. Beliebt bei Gartenfans sind außerdem DIY-Pflanzsets, mit denen man langfristig Freude bereiten kann.“