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  • 24. September 2015

Gewerkschafter-Treffen gegen ständig wachsenden „Putz-Stress“

Von Evelin Jagusch | IG BAU

„Sauberkeit braucht ihre Zeit“: Reinigungsparcour der IG BAU in Freiburg

Schluss mit dem „Turbo-Putzen“: Unter dem Motto „Sauberkeit braucht ihre Zeit“ wollen GebäudereinigerInnen und ihre IG BAU dem steigenden Arbeitsdruck in ihrem Beruf den Kampf ansagen. In der Freiburger Innenstadt machen sie am 26.09.15 auf ihre Situation aufmerksam. Hintergrund sind die schwierigen Tarifverhandlungen in der Branche. In Südbaden arbeiten insgesamt rund 18.000 Reinigungskräfte.

„Immer mehr Bürofläche, Krankenhausflure und Fenster in immer weniger Zeit sauber machen: Das ist Putz-Stress pur – ein Reinigungsmarathon“, sagt Andreas Harnack. Für den Regionalleiter der IG BAU Baden-Württemberg ist es höchste Zeit, die Arbeitsbedingungen in der Gebäudereinigung wieder zu einer „sauberen Sache“ zu machen.

Mit dem Aktionstag in Freiburg will die IG BAU ihren Forderungen in der bevorstehenden Tarifrunde Nachdruck verleihen. Für die Gebäudereiniger fordert die Gewerkschaft ein deutliches Lohn-Plus und besseren Gesundheitsschutz. „Besonders dem ,Turbo-Putzen‘ soll durch einen bundesweiten Tarifvertrag der Riegel vorgeschoben werden“, so Andreas Harnack. Damit gebe es auch für die Gebäudereiniger in Südbaden erstmals eine Garantie gegen „Putz-Stress“, so Harnack.

In Freiburg können Interessierte selbst den Test machen: Unter dem Motto „Schrubben nach Zeit“ geht die IG BAU mit einem Reinigungs-Parcours an den Start. „Hier kannman sehen, wie sehr dieser Beruf auf die Knochen geht. Und das schon nach ein paar Minuten und nicht erst nach einem ganzen Arbeitstag“, so Harnack.


Ressort: Wirtschaft

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