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Studie: Große Wissensdefizite bei der Geldanlage

Geld, und wie man ran kommt!

Vor allem bei der Frage, wie man seine Ersparnisse am besten vermehren kann, sind viele Bürgerinnen und Bürger heute rasch mit ihrem Latein am Ende. Um Abhilfe zu schaffen, müsste es mehr Angebote zur finanziellen Bildung geben. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Meinungsumfrage im Auftrag der TARGOBANK.

Das Düsseldorfer Marktforschungsinstitut Innofact befragte im September 2018 über 1.000 Einwohner in den zehn größten NRW-Städten Bielefeld, Bochum, Bonn, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Köln, Münster und Wuppertal zu ihrer finanziellen Bildung.

Die befragten Einwohner geben sich selbst im Durchschnitt die Schulnote 2,5 für ihr Wissen rund ums Thema Geld. 53 Prozent, also gut die Hälfte der Befragten, schätzt sich gut oder sehr gut informiert ein. Dabei fällt auf, dass sich 61 Prozent der Männer bei Finanzthemen sattelfest fühlen, aber nur 44 Prozent der Frauen.

Männer fühlen sich besser informiert als Frauen

Im NRW-Städtevergleich fühlen sich mit 61 Prozent die meisten Befragten in Düsseldorf am sachkundigsten, gefolgt von Bonn und Köln mit jeweils 57 Prozent der Befragten. Die niedrigste Zahl finanziell gut informierter Bürger ermittelte die Studie mit 45 Prozent in Wuppertal, etwas besser schneiden Dortmund und Münster mit jeweils 47 Prozent ab.

Nicht in allen finanziellen Belangen ist der Wissenstand gleich gut: Am besten kennen sich die Befragten mit dem klassischen Zahlungsverkehr aus, nur sieben Prozent fühlen sich hier eher schlecht informiert. Und auch digitales Banking (Online-Banking oder Banking per App) stellt offenbar keine nennenswerte Barriere dar, denn nur 15 Prozent der Befragten geben an, sich hier kaum auszukennen.

Ganz anders der Bereich Geldanlage, wo mit 53 Prozent die Mehrheit der Befragten die größten Wissenslücken einräumt. In der für die finanzielle Vorsorge besonders wichtigen Altersgruppe der 18- bis 39-Jährigen sind es sogar 57 Prozent. Außerdem gibt es eine deutliche geschlechtsspezifische Schere: Während sich bei den Männern 43 Prozent der Befragten schlecht informiert fühlen, sind es bei den Frauen sogar 63 Prozent.

„Die Studienergebnisse decken sich mit unseren Erfahrungen aus dem Beratungsalltag“, sagt Alfredo Garces, Direktor Vorsorge und Vermögen bei der TARGOBANK: „Trotz oder gerade aufgrund der immer vielfältigeren Informationsmöglichkeiten on- wie offline fühlen sich immer mehr Kunden beim Thema Geldanlage überfordert. Entsprechend wächst auch die Nachfrage nach professioneller Anlageberatung“, so Garces.

Wie lassen sich Finanzinformationen am besten vermitteln?

Die Studie forschte auch danach, welche Quellen die Befragten für ihr finanzielles Wissen nutzen. Dabei gaben 61 Prozent Banken und Sparkassen als Primärquelle an, dicht gefolgt von 56 Prozent, die sich auf den Rat nahestehender Personen wie Familie und Freunde verlassen.

Als geeigneten Ort für die Vermittlung fehlenden Finanzwissens sieht eine große Mehrheit von 94 Prozent die Schule an. Als eigenes Schulfach „Wirtschaft“ fordern es immerhin 55 Prozent (in der Altersgruppe der 18- bis 39-Jährigen 62 Prozent). Dass das Finanzwissen auch durch die Schule selbst vermittelt werden sollte, finden 74 Prozent der Befragten, während 44 Prozent der Ansicht sind, dies sollte von Banken und Sparkassen geleistet werden.

Ein Weg, beides zu kombinieren, kann darin bestehen, die Kompetenz von Bankkaufleuten an die Schulen zu holen – wie dies die TARGOBANK Stiftung seit 2002 mit dem Projekt „Fit für die Wirtschaft“ praktiziert. Dabei gestalten Mitarbeiter der TARGOBANK als ehrenamtliche Wirtschaftstrainer gemeinsam mit den Lehrern die Unterrichtsstunden. Die modular aufgebauten Themen reichen von der Erklärung ökonomischer Grundbegriffe im Wirtschafts-ABC über die Suche nach dem Traumberuf bis hin zum Umgang mit dem eigenen Geld. Die Teilnehmer erhalten werbefreies, kostenloses Unterrichtsmaterial, das vom Institut der deutschen Wirtschaft Junior in Köln entwickelt wurde. Zielgruppe sind die achten und neunten Schulklassen aller weiterführenden Schultypen.

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