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Ausbau der Windenergie ist in Stocken geraten

Windräder

- DIHK sieht Ansatzpunkte zur Beschleunigung

Der Ausbau der Windenergie ist in Deutschland ins Stocken geraten. Das ist aus Sicht der Wirtschaft eine alarmierende Entwicklung. Denn wenn Deutschland gleichzeitig aus der Kohle und der Kernenergie aussteigt, muss der Strom aus anderen Quellen kommen. Sonst werden auch die Klimaziele der Bundesregierung verfehlt. Der DIHK hat den aktuellen Stand des Windkraftausbaus und dessen Ursachen für die Stagnation analysiert und zu Papier gebracht.

"Beim Ausbau der Windenergie an Land ist Deutschland von der Überholspur auf den Standstreifen gewechselt", fasst der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks die Lage zusammen. Im ersten Halbjahr 2019 seien nur Windkraftkapazitäten von 280 Megawatt neu errichtet worden, während es im gesamten Vorjahr noch 2.500 Megawatt waren. Zudem führten die stockenden Genehmigungen für neue Projekte dazu, dass der Ausbau auf absehbare Zeit niedrig bleibe.

"Mit diesem Tempo kann die Bundesregierung ihre selbstgesteckten Ziele beim Klimaschutz und bei erneuerbaren Energien nicht erreichen", befürchtet Dercks. Für das neue 2030er-Ziel, 65 Prozent der Energien aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen, seien jeden Tag fünf neue Anlagen mit 3 Megawatt Leistung erforderlich und nicht alle zwei Tage eine. "Und selbst das reicht nur, wenn der Stromverbrauch nicht ansteigt", betont der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer.

Die Unternehmen seien "von diesem Schneckentempo direkt betroffen", erläutert Dercks. Dies gelte nicht nur für Windanlagen-Hersteller und damit verbundene Lieferanten, sondern auch für alle anderen Betriebe. "Denn: Deutschland steigt bis 2022 aus der Kernenergie aus und plant die Beendigung der Kohleverstromung auf deutschem Boden bis 2038. Der Strom, soweit im Inland produziert, muss dann aus anderen Quellen kommen. Zu diesen Quellen gehört die Windkraft an Land – und zwar nicht nur unter 'ferner liefen', sondern mit einem signifikanten Beitrag." Versorgungssicherheit sei für alle Unternehmen entscheidend, so Dercks. Schon jetzt melde jeder vierte Industriebetrieb, von kurzen Stromausfällen betroffen zu sein. "Angesichts der ohnehin schwierigen Lage für die deutsche Exportwirtschaft müssen wir hier dringend gegensteuern", mahnt er.

Aus der Analyse der Fakten haben sich folgende erste vorläufige Vorschläge herausgebildet, die der DIHK mit Blick auf die aktuelle politische Diskussion bereits auf den Tisch legt:

  1.  eine massive Beschleunigung der Planungs- und Genehmigungsverfahren
  2.  die Schaffung bundesweit einheitlicher Regeln für Abstände zur Wohnbebauung, die den weiteren Ausbau nicht hemmen
  3.  die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Flächenkonkurrenzen
  4.  ein stärkerer Ausbau von Wind im Wald
  5.  eine flexible Gestaltung der Auktionsvolumina
  6.  die Beschleunigung des Zubaus von Photovoltaik

Über das, was zu tun ist, damit der Ausbau der Windenergie wieder Fahrt gewinnt, befindet sich der DIHK im weiteren Austausch mit den Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen in seinen Gremien.

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