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Wie ein niedriger Cholesterinspiegel Schlaganfällen vorbeugen kann
Etwa 280.000 Bundesbürger sind jährlich von einem Schlaganfall betroffen. In acht von zehn Fällen wird ein Schlaganfall durch ein Blutgerinnsel im Gehirn verursacht. Als Risikofaktor Nummer 1 für Gefäßverkalkungen sehen dabei immer mehr Mediziner erhöhte Blutfettwerte ©obx-medizindirekt
  • 06. April 2023

Wie ein niedriger Cholesterinspiegel Schlaganfällen vorbeugen kann

Von Super User

Bundesweiter "Tag gegen den Schlaganfall" am 10. Mai:

Regensburg (obx-medizindirekt) - Mit einem Schlag ist alles anders: Alle zwei Minuten erleidet ein Mensch in Deutschland einen Schlaganfall. Pro Jahr ereignen sich rund 280.000 Schlaganfälle in der Bundesrepublik. Die Folgen sind oft gravierend. Schlaganfälle sind heute hierzulande die dritthäufigste Todesursache. Denn jeder fünfte Schlaganfall-Patient überlebt den Schlaganfall nicht. Das Risiko steigt mit dem Alter. Die traurige Gesamtbilanz: 40 Prozent aller Schlaganfall-Patienten sterben innerhalb des ersten Jahres nach ihrer Erkrankung. Etwa 60 Prozent der Überlebenden bleiben bis an ihr Lebensende langfristig Pflegefälle. Diese dramatischen Zahlen, aber auch Wege, wie sich die Gefahr mindern lässt, will der bundesweite "Tag gegen den Schlaganfall" am 10. Mai in den Fokus rücken. Als Risikofaktor Nummer 1 für einen Schlaganfall sehen dabei immer mehr Mediziner erhöhte Blutfettwerte. Studien haben jetzt herausgefunden, dass sich der Cholesterinspiegel auf natürliche Weise um rund ein Viertel senken lässt - mit der "Kraft des Apfels".

"Hohes Cholesterin ist der wichtigste Risikofaktor für die Atherosklerose - umgangssprach-lich Gefäßverkalkung genannt - welche zu Herzinfarkt, Schlaganfall und anderen, zum Teil lebensbedrohlichen Gefäßverschlüssen führen kann", stellt beispielsweise die Austrian Atherosclerosis Society, die österreichische Atherosklerose-Gesellschaft, fest. Auch Faktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, aber auch Stress können eine solche Gefäßverkalkung auslösen.

Blutgerinnsel im Hirn ist in acht von zehn Fällen Schlaganfall-Auslöser

In acht von zehn Fällen wird ein Schlaganfall durch ein Blutgerinnsel im Gehirn verursacht. Verstopft ein Blutpfropf eine Arterie im Hirn, hat dies Sauerstoffmangel zur Folge. Bleiben rechtzeitige Gegenmaßnahmen aus, tritt eine Schädigung der betroffenen Hirnregion ein. Die Folgen sind Lähmungen, Taubheitsgefühle, Sehstörungen, Sprach- oder Sprachverständnisstörungen.

Warum ist Cholesterin so ein entscheidender Risikofaktor für einen Schlaganfall? Eine einfache Erklärung liefert die österreichische Atherosklerose-Gesellschaft: "Da Cholesterin ein fettlösliches Molekül ist und Blut größtenteils aus Wasser besteht, kann Cholesterin nicht einfach frei im Blut schwimmen", heißt es dort. Damit Cholesterin im Blut transportiert werden kann, braucht es ein wasserlösliches Transportmedium als Verpackung. Dieses Gemisch heißt Lipoprotein. "Lipoproteine sind wie Boote, welche ihre Fracht (Cholesterin) auf Flüssen (Blutgefäßen) transportieren. Wenn zu viele Boote auf dem Fluss fahren, ist die Chance hoch, dass sich Boote am Ufer verfangen und Schiffbruch erleiden", schreiben die Atherosklerose-Experten und weiter: "Die Fracht lagert sich am Ufer ab." Ähnliche Prozesse passieren auch in unseren Blutgefäßen.

LDL-Cholesterin hat großen Anteil an gefährlichen Fettablagerungen

Wissenschaftler konnten nachweisen: Besonders das "schlechte" LDL-Cholesterin hat einen hohen Anteil an den Fettablagerungen. Befindet sich also zu viel davon im Blut, steigt die Gefahr von Ablagerungen an den Wänden der Blutgefäße. Diese behindern den Blutfluss und können ihn sogar vollständig zum Erliegen bringen. Dann kommt es zu einem Schlaganfall oder Herzinfarkt. Erhöhte Blutfettwerte sind eine Volkskrankheit in Deutschland: Mehr als zwei Drittel leben mit einem zu hohen Cholesterinspiegel. Bei jedem dritten Bundesbürger sind die Werte sogar deutlich zu hoch.

Mit Apfelpektin Cholesterinwerte dauerhaft um ein Viertel senken

Verschiedene Studien haben den Nachweis erbracht, dass sich erhöhte Cholesterinwerte auch auf natürliche Weise reduzieren lassen. Als Schlüssel gelten dabei Pektine, wie sie unter anderem in hoher Konzentration in Schalen und im Gehäuse von Äpfeln vorkommen. Durch Apfelpektin lassen sich Cholesterinwerte dauerhaft um etwa ein Viertel senken. Nachgewiesen haben diesen positiven Effekt unter anderem Wissenschaftler der Florida State University.

Pektine sind unverdauliche Fasern und Gerüststoffe von Pflanzen. Sie dienen im menschlichen Organismus als Ballaststoffe. In ihrer Reinform sind Pektine ein bräunliches Pulver, das in einem komplexen Verfahren unter anderem aus dem Trester von Äpfeln gewonnen wird. Im Darm binden Pektine Gallensäure, die dann über den Stuhl ausgeschieden wird. Um neue Gallensäure zu bilden - notwendig für die Verdauung von Fetten - benötigt der Organismus Cholesterin. Bei diesem Prozess wird vorhandenes Cholesterin "verbraucht" - und der Blutfettspiegel sinkt. Hinzu kommt ein weiterer Effekt: Wenn Bakterien im Darm das Pektin abbauen, entstehen so genannte kurzkettige Fettsäuren. Diese wiederum können die Neubildung von Cholesterin in der Leber hemmen.

Wirkung ab sechs Gramm Apfelpektin pro Tag

Die cholesterinsenkende Wirkung des Pektins ist ab einer täglichen Aufnahme von sechs Gramm nachgewiesen. Um den entsprechenden positiven Effekt vollständig nutzen zu können, müsste man allerdings pro Tag etwa zehn kleine oder fünf bis sieben mittelgroße Äpfeln essen. Pharmazeutischen Standards entsprechendes Apfelpektin ist in Deutschland unter dem Handelsnamen "ApfelCholest" erhältlich. Das Präparat, hergestellt in der Bundesrepublik, enthält in der empfohlenen Tagesdosis von fünf Komprimaten sechs Gramm Apfelpektin und somit den Pektin-Gehalt von zehn Äpfeln.

 




Ressort: Lifestyle & Wohlbefinden

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