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Lesen auf dem Berg: Preisgekrönte Autor:innen bei den Literaturtagen Todtnauberg
Blick vom Hochfirst auf den Titisee ©Hochschwarzwald Tourismus GmbH
  • 18. November 2022

Lesen auf dem Berg: Preisgekrönte Autor:innen bei den Literaturtagen Todtnauberg

Von Matthias Maier | Hochschwarzwald Tourismus GmbH

Bereits zum 17. Mal heißt es bei den Literaturtagen Todtnauberg: „Lesen auf dem Berg“. Am Wochenende vom 25. bis 27. November 2022 sind im Kurhaus Todtnauberg renommierte Schriftsteller:innen aus dem In- und Ausland zu Gast. Bei Lesungen und Podiumsgesprächen stellen sie dem Publikum ihre neuesten Werke vor.

Bereits zum 17. Mal wird die Bergwelt Todtnau am Wochenende vom 25. bis 27. November 2022 zum literarischen Zentrum des Hochschwarzwaldes. Unter dem Titel „Lesen auf dem Berg“ warten die Literaturtage im Kurhaus Todtnauberg mit Lesungen von renommierten Schriftsteller:innen, teilweise mit musikalischer Begleitung, sowie Autorengesprächen auf.

Bei den sieben Einzelveranstaltungen sind von Freitag bis Sonntag unter anderem die Hörbuchinterpretin Doris Wolters mit Pianist Andreas Erchinger, der langjähriger Leiter des Hanser-Verlags Michael Krüger sowie die Autor:innen Marie Malcovati, Joachim B. Schmidt und Annika Büsing zu Gast auf der Bühne im Kurhaus.

Auch die Themen Heimat, Migration und gesellschaftspolitische Entwicklung stehen bei den Literaturtagen im Blickpunkt – etwa bei der Lesung des irakisch-stämmigen Autors Usama Al Shahmani, der vor rund 20 Jahren vor dem Regime Saddam Husseins in die Schweiz flüchtete, sowie beim Autorengespräch zwischen Catalin Dorian Florescu und Katerina Poladjan am Samstagabend. Florescu entkam als 15-Jähriger der damaligen kommunistischen Diktatur in seiner Heimat Rumänien. Katerina Poladjan emigrierte mit ihrer Familie in den 1970er-Jahren aus Russland nach West-Berlin. Ihr Roman „Zukunftsmusik“ war in diesem Jahr für den Leipziger Buchpreis nominiert.

Alle Veranstaltungen der Literaturtage finden im Kurhaus Todtnauberg statt und werden begleitet und moderiert von Gerwig Epkes, Autor, Literatur- und Feature-Redakteur beim SWR.

Einen Überblick mit weiteren Informationen zu allen Programmpunkten gibt es unter www.hochschwarzwald.de/literaturtage.
Tickets für die einzelne Veranstaltungen sind erhältlich in allen Tourist-Informationen der Hochschwarzwald Tourismus GmbH, unter www.reservix.de oder unter +49 (0)7652/1206-30.
Den Lesepass, der als Ticket für alle Veranstaltungen der Literaturtage gilt, gibt es bei der Tourist-Information Bergwelt Todtnau oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Programm:

Freitag, 25. November 2022:
16:30 Uhr:
Klassiker – Vergessene Literatur neu entdecken
Lesung: Doris Wolters, Piano: Andreas Erchinger

Am Freitagnachmittag eröffnen im Kurhaus die preisgekrönte Hörbuchinterpretin Doris Wolters und Andreas Erchinger, Pianist und Komponist unter anderem des Cécile Verny Quartets, die neue Reihe „Klassiker – Vergessene Literatur neu entdecken“. In ihrem Programm: „Wohin ich immer reise, ich fahr nach Nirgendland“ laden sie dazu ein, das Werk der Dichterin Mascha Kaléko neu zu entdecken, die 1975 in Zürich starb.
 
20:30 Uhr:
Lesung: Michael Krüger

Michael Krüger war von 1985 bis 2013 literarischer Leiter des Hanser-Verlags in München und anschließend unter anderem sechs Jahre lang Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Als vielfach preisgekrönter Autor verfasst er Lyrik, Erzählungen und Romane. In Todtnauberg stellt er in Lesung und Gespräch sein neuestes Buch vor, die Gesellschaftsbetrachtung „Was in den zwei Wochen nach der Rückkehr aus Paris geschah“.
 
Samstag, 26. November 2022:
11:00 Uhr:
Lesung: Marie Malcovati
 
In ihrem zweiten Roman „Als hätte jemals ein Vogel verlangt, dass man ihm ein Haus baut“ beschreibt Marie Malcovati, Autorin von Theaterstücken, Drehbüchern, Erzählungen und Romanen, die Reise dreier Frauen an den Polarkreis. Dort haben sie alle mit demselben Mann „ein Hühnchen zu rupfen“. Mit ihren stimmigen Metaphern lässt Malcovati, die in Sölden bei Freiburg lebt, Personen, Stimmungen und Handlungen lebendig werden.
 
15:30 Uhr:
Lesung: Joachim B. Schmidt

Wilhelm Tell, anders erzählt – Joachim B. Schmidt, 1981 in Graubünden geboren, lebt seit 15 Jahren in Reykjavik. Mit „Kalmann“ hatte er vor zwei Jahren großen Erfolg. Mit „Tell“ präsentiert er nun eine neue spannende und berührende Geschichte über den legendären Schweizer Volkshelden – der bei Schmidt nicht mehr nur in einem gesellschaftlichen, sondern einem ganz persönlichen Freiheitskampf steckt.
 
20:30 Uhr:
Im Gespräch: Katerina Poladjan und Catalin Dorian Florescu

Katerina Poladjan vereint in ihrem aktuellen Roman „Zukunftsmusik“ die Hoffnungen und Schicksale von vier Generationen Frauen in einer Mehrfamilienwohnung östlich von Moskau. Ihre Geschichte spielt im Mai 1985, als Michael Gorbatschow zum Staatschef der Sowjetunion gewählt wird. 1971 in Moskau geboren, kam Poladjan Ende der 1970er-Jahre nach Westberlin. Mit „Zukunftsmusik“ war sie in diesem Jahr für den Leipziger Buchpreis nominiert. Über Veränderungen und Hoffnung in ihrem Heimatland sowie in Rumänien unterhält sie sich in Todtnauberg mit Catalin Dorian Florescu, der 1967 in Westrumänien geboren wurde. 1982 konnte seine Familie der kommunistischen Diktatur entkommen, seitdem lebt Florescu in Zürich. Sein aktueller Roman „Der Feuerturm“ handelt vom wechselvollen Leben einer Bukarester Familie vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Hoffnung auf Freiheit und Glück 1989.
 
Sonntag, 27. November 2022:
11:00 Uhr:
Lesung: Annika Büsing

Kann das gutgehen, einen Roman mit dem Satz „Ich liebe dich“ zu beginnen? Annika Büsing hat es in ihrem Debütroman „Nordstadt“ erfolgreich gewagt: Die darin erzählten Lebensgeschichten zweier 25-Jähriger brachten ihr den Literaturpreis Ruhr sowie eine Nominierung für den Debütpreis des Hamburger Harbour Front Literaturfestivals ein. Annika Büsing wuchs als Arbeiterkind mitten im Ruhrpott auf, entwickelte eine Vorliebe für Punkrock und Bücher und arbeitet als Lehrerin an einem Bochumer Gymnasium.
 
15:00 Uhr:
Lesung: Usama Al Shahmani

Am Sonntagnachmittag beschließt Usama Al Shahmani, dessen Flucht aus dem Irak 2002 in der Schweiz endete, mit seinem dritten Roman „Der Vogel zweifelt nicht am Ort, zu dem er fliegt“, die 17. Literaturtage Todtnauberg. 1971 in Bagdad geboren, erlebte er Diktatur und Krieg. „Ich hatte damals ein kritisches Theaterstück geschrieben, welches dazu führte, dass ich fliehen musste,“ erinnert sich Al Shahmani – und ergänzt mit Blick auf seine neue Heimat: „Integration ist ein schönes Zeichen der Hoffnung und der Liebe zum Leben.“




Ressort: Lörrach

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