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Selbstbestimmt und integriert: Zukunftsweisende inklusive WGs im Wohnprojekt der OEKOGENO GLH eG in Tiengen
Freuen sich über die neue Kooperation (v.l.n.r.): Simon Stott (OEKOGENO), Simone Ahls, Barbara Muser-Heinz (beide AWO Waldshut), Felicitas Greiner, Manfred Schrenk und Thomas Utz (alle Caritaswerk-stätten Hochrhein gemeinnützige GmbH)
  • 19. Januar 2023

Selbstbestimmt und integriert: Zukunftsweisende inklusive WGs im Wohnprojekt der OEKOGENO GLH eG in Tiengen

Von Thomas Bauer | OEKOGENO eG

Waldshut-Tiengen. Anfang November vergangenen Jahres sind die ersten Bewohner*innen in die Wohngemeinschaften für Menschen mit Behinderung im Wohnprojekt der OEKOGENO GLH eG eingezogen. Das Besondere: Die Bewohner*innen übernehmen viel Selbstverantwortung und organisieren das Wohnen so weit wie möglich selbst.

Die eigens für das Wohnprojekt gegründete Genossenschaft OEKOGENO GLH eG hat sich zum Ziel gesetzt, ein vielfältiges Quartier zu schaffen. Dazu gehört auch, Wohnraum für Menschen mit Behinderung zur Verfügung zu stellen und diesen ein Leben und Wohnen außerhalb von traditionellen Heimstrukturen zu ermöglichen. Im Wohnprojekt gibt es daher eine 6er-Wohngemeinschaft für Menschen mit Behinderung und eine 5er-Wohngemeinschaft für Menschen mit psychischen Einschränkungen. Die 6er-WG wird von der Caritaswerkstätten Hochrhein gemeinnützige GmbH betreut, die 5er-WG von der AWO Waldshut.Mehr Autonomie und Selbstverantwortung für die Bewohner*innenDas Bundesteilhabegesetz sieht vor, dass Menschen mit Behinderung selbstbestimmt leben können. Dies scheiterte bisher nicht zuletzt am mangelnden Wohnraum. „Wir haben ein Modell entwickelt, bei dem wir die Paragrafen des Gesetzes wirklich mit Leben füllen können“, so Simon Stott, Inklusionsbeauftragter der OEKOGENO. „Alle Vorgänge, die das Wohnen betreffen, liegen bei den Bewohner*innen selbst.“

Dazu gehören ganz alltägliche Dinge wie das Organisieren eines geteilten Internetanschlusses, aber auch regelmäßige WG-Treffen, bei denen das gemeinsame Wohnen organisiert wird. „Das ist ein Lernprozess für alle Beteiligten, sowohl für uns als auch für die Assistenzdienstleister, die rechtlichen Betreuer*innen und das zuständige Landratsamt. Alle Beteiligten haben sich sehr dafür eingesetzt, dass wir dieses zukunftsweisende Modell in Waldshut-Tiengen umsetzen können. Die Kooperation mit dem Landkreis war erfreulich unbürokratisch, offen und ergebnisorientiert.“Die OEKOGENO GLH eG hat sowohl mit der AWO als auch mit den Caritaswerkstätten Hochrhein gemeinnützige GmbH Kooperationsvereinbarungen abgeschlossen, die genau regeln, wer wofür verantwortlich ist. Das Mietverhältnis ist dabei nicht wie in anderen Wohnsituationen an den Betreuungsvertrag gekoppelt.

Die WG-Bewohner*innen können sogar den Assistenzdienstleister wechseln, ohne ihre Wohnung zu verlieren. Am meisten profitieren die Bewohner*innen der WGs von den vielen Mitspracherechten, die sie bei anderen Wohnmodellen nicht immer haben. Sie sind wie alle anderen Hausbewohner*innen gleichberechtigte Mitglieder der Genossenschaft und sind voll in die Hausgemeinschaft integriert. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit der AWO und den Caritaswerkstätten Hochrhein gemeinnützige GmbH zwei Projektpartner gefunden haben, die unsere Idee von Inklusion und Selbstbestimmung teilen“, so Simon Stott. „Und wir hoffen, dass wir mit unserem Modell aufzeigen können, dass neue Wohnformen ein extrem wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft sind.“

Das WohnprojektDas Wohnprojekt der OEKOGENO GLH eG hat insgesamt 23 Wohneinheiten. Die beiden Wohngemeinschaften sind in das Gebäude integriert. Bei dem Projekt steht das Thema Gemeinschaft im Mittelpunkt, es gibt im gesamten Quartier zahlreiche Begegnungs- und Gemeinschaftsflächen. Die Genossenschaft ist Eigentümerin und Betreiberin der Immobilie. Sie hält die Wohnungen im Bestand und vermietet diese (per Nutzungsvertrag) an die Genossenschaftsmitglieder.


Ressort: Waldshut

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