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Balkonkraftwerk für mehr Nachhaltigkeit - für wen es sich lohnt
Energie ©Gerald Kaufmann
  • 25. Januar 2024

Balkonkraftwerk für mehr Nachhaltigkeit - für wen es sich lohnt

Von Redaktion

Günstiger Preis, unkomplizierte Installation und mehr Nachhaltigkeit bei der Energiegewinnung. Balkonkraftwerke bringen viele Vorzüge für Menschen mit, die nicht die Möglichkeit für eine komplette Photovoltaikanlage auf dem Dach haben. Aber lohnt sich die Mini PV-Anlage wirklich für jeden Haushalt und was gibt es bei der Nutzung zu beachten?

Ist ein Balkonkraftwerk sinnvoll?

Mit einem Balkonkraftwerk von Kleines Kraftwerk haben Besitzer von Eigentums- und Mietwohnungen (nach Rücksprache mit dem Vermieter) die Möglichkeit, durch Sonnenlicht Energie zu gewinnen. Am Anfang stehen Investitionen, die Kosten liegen zwischen ca. 350 und 1.000 Euro. Berechnungen zufolge amortisiert sich der Kaufpreis oft schon nach zwei bis acht Jahren, je nach Intensität der Nutzung. Menschen im Süden haben generell etwas mehr Gewinn als jene, die im Norden leben.

Gemessen daran, dass 3 von 4 Deutschen nachhaltig leben möchten, lohnt sich das Minikraftwerk schon allein aus diesem Grund. Es eignet sich nicht, um den vollen Energiebedarf zu decken. Es trägt aber dazu bei, den Bezugsbedarf von Energie durch den Versorger zu minimieren.

Praktische Berechnungen - wie viel spart ein Balkonkraftwerk?

Nicht nur im Lebensmittelhandel setzen Menschen auf Nachhaltigkeit, auch wenn es um die Energiegewinnung geht, gewinnt das Thema an Bedeutung. Letztlich spielt aber auch die Geldersparnis eine Rolle, denn Energie durch die Sonne steht kostenfrei zur Verfügung. Balkonkraftwerke haben eine hohe Langlebigkeit, Nutzungszeiträume von 25 Jahren sind keine Seltenheit.

Ein rechnerisches Beispiel mit einer vierköpfigen Familie ergibt, dass pro Jahr rund 4.000 kWh Strom genutzt werden. Das Balkonkraftwerk ist in der Lage, einen Teil davon nachhaltig zu decken. Gehen wir davon aus, dass eine 600-Watt-Anlage pro Jahr 600 kWh an Strom bereitstellt, können Familien bis zu 250 Euro (je nach Strompreis beim Versorger) sparen. Hochgerechnet auf eine Nutzungszeit von 25 Jahren liegt die Ersparnis bei über 6.000 Euro.

Ist das Balkonkraftwerk auch für Mieter eine Option?

Der Trend geht ganz klar zum Balkonkraftwerk, aber lohnt sich das nur für Eigenheimbesitzer? Mieter haben bislang die Pflicht, sich im Vorfeld eine Genehmigung bei ihrem Vermieter zu besorgen. Die Bundesregierung plant diesbezüglich aber weitreichende Änderungen. So soll es künftig zu den Grundrechten des Mieters gehören, Energie aus erneuerbaren Quellen durch ein Balkonkraftwerk zu gewinnen. Tatsächlich gibt es einzelne Bundesländer (NRW), die sogar an Fördermaßnahmen arbeiten.

Braucht ein Balkonkraftwerk einen Speicher?

Normalerweise wird der überflüssige Strom ins öffentliche Netz eingespeist. Bei klassischen PV-Anlagen haben sich Speicher bewährt, die Energie für einen späteren Zeitpunkt aufbewahren. Ein Speicher lohnt sich bei einer 600 Watt Anlage eher weniger, da die Stromproduktion geringer ist als beim "großen Bruder". Sollten künftig stärker arbeitende Kraftwerke erlaubt werden, verändert das den Bedarf.

Ein Balkonkraftwerk mit Stromspeicher wäre dann in der Lage, Solarenergie im Sommer zu speichern, um sie beispielsweise im Winter zu nutzen. Es lohnt sich, im Vorfeld zu berechnen, welche Variante sich für den individuellen Bedarf lohnt.

Im Sinne der Nachhaltigkeit ist es für quasi jeden Haushalt ein Mehrwert, wenn die Balkongitter mit einem Minikraftwerk ausgestattet werden. Lediglich Häuser mit Nordbalkonen haben Schwierigkeiten, da die Sonnenstrahlung hier zu gering ist.

 




Ressort: Energie und Umwelt

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