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50 Cent möchte Hunger in Afrika mit Energy Drinks bekämpfen

Vor einigen Monaten ging eine Schlagzeile durch die Presse, dass 50 Cent es sich zum Ziel gemacht hat, in naher Zukunft eine Milliarde Essensrationen an hungernde Menschen in Afrika zu verteilen. Erstaunlicherweise war dies nicht nur so dahingesagt. In Windeseile stampfte der Rapper bzw. ein Getränkehersteller den neuen Energy Drink "Street King" aus dem Boden. Zusammen mit der Ankündigung, dass die gesamten Einnahmen des Getränks sein humanitäres Vorhaben finanzieren werden. Nun reiste der Rapper für einige Tage nach Afrika, um Brennpunkte wie Somalia und Kenia aufzusuchen. Wohl um sich persönlich davon zu überzeigen, dass seine Hilfe auch an den richtigen Orten ankommt oder doch eher um PR für seine süße Koffein-Brause zu machen?

„Dass diese Worte jemals über meine Lippen kommen würden, hätte ich nie gedacht“, erinnert sich der Nachrichtenreporter Dan Harris von dem US-Fernsehsender ABC, der zusammen mit 50 durch Südafrika reiste. „Die letzten Tage verbrachte ich zusammen mit 50 Cent in Afrika, um dessen humanitäre Mission zu dokumentieren. Mit dem gesamten Gewinn seines neuen Energie-Getränks "Street King", plant er eine Milliarde Essensrationen an hungernde Afrikaner zu verteilen.“

Auf der Webseite von "Street King" steht allerdings nur, dass pro verkaufter Flasche eine Essensration des „UN World Food Programme“ gespendet wird. Eine Ration des WFP kostet laut eigenen Angaben ca. 0,25 Dollar. Bei dem stolzen Preis von 20 Dollar für die Zwölf-Flaschen-Packung, dürfte dann aber doch einiges an Gewinn hängen bleiben – bei den Herstellern, bei der Marketing-Agentur oder bei 50Cent selber. Zumal versucht wird, ganz modern, die Werbung umsonst über das Internet besorgen zu lassen. Durch die Ankündigung für jeden Facebook-Like eine Essensration zu finanzieren, wird auf einen viralen Effekt gesetzt, angetrieben ausnahmsweise nicht von einem lustigen Nonsense-Video, sondern vom Mitleid und der Spendenbereitschaft der Menschen. Die Ankündigung bei einer Million Facebook-Likes, zwei Millionen Essensrationen zu spenden hört sich erst mal spendabel an. Wägt man aber ab – ca. 500.000 Dollar für eine werbewirksame Verbreitung über das Internet, die bei zwei Millionen Likes auf jeden Fall gegeben sein dürfte – erscheinen die Zahlen in einem anderen Licht. Zum Vergleich: der wohl bekannteste Hersteller von Energy Drinks Red Bull gab 2010 1,4 Milliarden Euro für Marketing aus – ein Drittel des gesamten Umsatzes. Wäre man böse und würde die Hungerbekämpfung als Marketing klassifizieren, entspräche das ungefähr einem Achtel des Verkaufspreises. Es würde sich also durchaus um eine kostengünstige Variante der Werbung handeln.

„Die Menschen dort und vor allem die Kinder haben mich sehr inspiriert. Obwohl sie rein gar nichts besitzen, sind sie positiv gestimmt und beeindruckend optimistisch. So manch notorischer Jammerer der westlichen Welt könnte sich hier eine Scheibe abschneiden. Ich werde alles tun, um sicherzustellen, dass diese Menschen nicht mehr hungern müssen und die Kinder eine ordentliche Schule besuchen können. Hoffentlich nehmen noch mehr Leute mit mir Kontakt auf, um mir zu helfen. Diese menschenunwürdige Situation muss endlich ein Ende finden.“ Wow. Curtis Jackson, wie 50 Cent mit bürgerlichen Namen heißt, scheint seine Charity-Ader entdeckt zu haben. Da kann sich die „westliche Welt“, die sich hauptsächlich von Kaviar, Champagner und anderen Delikatessen aus dem Feinkost Versand ernährt, noch eine Scheibe vom Multimillionär abschneiden. Dass sein Name benutzt wird, um mit Hilfe der humanitären Notlage in Teilen von Afrika, das Marketing für ein neues Produkt auf dem umkämpften Markt von Promi-Lifestyle-Artikeln anzukurbeln würde man ja niemals unterstellen. Weiter so! Wenn die wohlhabenden Bevölkerungen der Welt nur mehr Energy Drinks tränken – der Hunger in Afrika wäre schon längst gestillt.

Tags: Lebensmittel

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