Zum Hauptinhalt springen
Regionalportal und Internetzeitung für Pressemeldungen!
Jeder dritte Mann glaubt, dass Feminismus mehr schadet als nützt
Symbol Mann Frau
  • 05. März 2022

Jeder dritte Mann glaubt, dass Feminismus mehr schadet als nützt

Von Super User

- und die traditionelle Männlichkeit bedroht ist

Hamburg, 05. März 2021 – Zum internationalen Weltfrauentag, der am 8. März weltweit begangen wird, zeichnet sich ein weiterhin eher konservatives Bild ab, was die Meinungen zur Gleichberechtigung der Geschlechter betrifft. Allerdings stimmen laut einer internationalen Umfrage, die Ipsos in Zusammenarbeit mit dem Londoner Kings´ College durchführte, nur 18 Prozent der Menschen in 30 Ländern der Aussage zu, es gebe gar keine Ungleichheit zwischen Frauen und Männern, in Deutschland sind sogar nur 12 Prozent dieser Meinung.

Die Umfrage zeigt außerdem, dass Männer (21%) eher als Frauen (14%) der Ansicht sind, dass die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern nicht wirklich existiert (in Deutschland stehen 15% der Männer 10% der Frauen gegenüber). Gleich in mehreren Ländern ist der Anteil der männlichen Befragten, die keine Ungleichbehandlung sehen, sogar mehr als doppelt so hoch wie der Anteil der weiblichen Befragten (u. a. Australien, 30% gegenüber 14%; Rumänien, 27% gegenüber 13% und Russland, 30% gegenüber 12%).

Männer skeptischer gegenüber Feminismus

Jeder dritte Mann weltweit ist darüber hinaus der Überzeugung, dass Feminismus mehr schadet als nützt (32%) und glaubt, dass die traditionelle Männlichkeit bedroht ist (33%). In Deutschland sehen 23 Prozent der Befragten mehr Schaden als Nutzen im Feminismus (27 Prozent der Männer gegenüber 18 Prozent der Frauen). Die Ansicht, dass in unserer heutigen Zeit die traditionelle Männlichkeit bedroht sei, teilen hierzulande 26 Prozent der Männer und 18 Prozent der Frauen. Etwa ein Fünftel der Befragten weltweit (19%) ist gar der Meinung, dass der Feminismus dazu geführt hat, dass Männer in wirtschaftlicher, politischer oder sozialer Hinsicht an Macht verloren haben, wobei Männer dieser Meinung erneut eher zustimmen als Frauen (23% gegenüber 15%). Auch in Deutschland teilen immerhin 15 Prozent der Befragten diese Auffassung (21% der Männer gegenüber 10% der Frauen).

Infografik

Schuldzuweisungen an Opfer sexueller Gewalt bestehen weiterhin

In 18 der 30 befragten Länder stimmen die Befragten mehrheitlich nicht der Aussage zu, dass Gewalt gegen Frauen häufig vom Opfer provoziert wird (64% Ablehnung in Deutschland). In 21 von 30 Ländern teilen Mehrheiten zudem nicht den Vorwurf, dass Frauen, die angeben missbraucht oder vergewaltigt worden zu sein, diese Behauptungen oft erfinden oder übertrieben darstellen (55% in Deutschland). Dennoch bleibt in einigen Ländern der Anteil der Befragten, die eine Schuld bei den Opfern sexueller Gewalt sehen, relativ hoch.

vcsPRAsset 3889162 310842 fc52a0e8 6b66 4022 b093 1c4c82ac92e7 0

Etwa jeder Siebte (15%) ist der Auffassung, dass Gewalt gegen Frauen oft vom Opfer provoziert wird, darunter 13 Prozent der Frauen. In Deutschland ist der Anteil der Frauen, die dieser Aussage zustimmen, mit 15 Prozent sogar größer als bei den männlichen Befragten (13%). Fast jeder zehnte Deutsche (9%) findet darüber hinaus, dass es die Pflicht einer Frau ist, mit ihrem Partner oder Ehemann Sex zu haben, auch wenn sie keine Lust dazu hat. Drei Viertel der deutschen Befragten (74%) stimmen dem jedoch nicht zu.


Ressort: Glaube und Gesellschaft

Kommentare

0
Der Versuchsschwabe
3 jahre vor
Ob das traditionelle Frauenbild in Gefahr ist, danach fragt niemand. Seltsam nur dass meine Tochter voller Stolz berichtete, sie hätte sich bis auf einmal jedes Jahr als Prinzessin verkleidet. ICH habe sie nicht dazu gedrängt.
Like Gefällt mir Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
0
Anonym
3 jahre vor
Wenn man Frauen bei gleicher Qualifikation bevorzugt, ohne das nachgewiesen ist, dass diese überhaupt diskriminiert sind, dann hat das nichts mit Gerechtigkeit zu tun. Und wenn allein die Tatsache das weniger Frauen in einer Berufssparte arbeiten ein Beweis dafür ist, dass Frauen dort diskriminiert werden, dann muss das umgekehrt auch genau so für Männer gelten und dann müssen Männer in Bereichen mit hoher Frauenquote bevorzugt werden, z.B. bei Richtern und bald auch bei Ärzten.

Macht man aber nicht, weil das Frauen ja nichts nützt. Trotzdem wird weiter behauptet das Feminismus auch gut für Männer ist.
Like Gefällt mir Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren

Weitere Nachrichten


Werbegeschenke: Eine Frage des Budgets?

Dez. 16, 2025
Werbegeschenke
Kaum ein Unternehmen kommt ohne Werbung aus! Die einen pumpen Millionen in einzelne Kampagnen, während die anderen sehr genau darauf achten müssen, welche Werbemaßnahmen sie sich leisten können. Vor…

Richtig trainieren im Winter

Dez. 18, 2025
Kälte und Muskelsteifheit
Regensburg (medizin.report) - Die kalte Jahreszeit hat Einzug gehalten - und für Sportbegeisterte stellt sich die Frage, wie sie ihre Fitness im Winter aufrechterhalten können, ohne dabei…