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Ein Kur- und Heilwald für Europas Heilbad Nummer 1
Mit der Zertifizierung seines Kur- und Heilwalds geht Bad Füssing neue Wege. Er ergänzt die Gesundheitswelt des Wassers um ganz neue Outdoor-Angebote wie Waldmeditationen und Waldtherapien. Foto: obx-medizindirekt/Kur- & GästeService Bad Füssing
  • 11. August 2022

Ein Kur- und Heilwald für Europas Heilbad Nummer 1

Von Jens Henning-Billon | obx-medizindirekt

Bad Füssing  - Europas Kurort Nummer 1 Bad Füssing in Niederbayern ist ab sofort um ein besonderes Prädikat reicher: Das Heilbad im Herzen des Bayerischen Thermenlands hat jetzt einen Kur- und Heilwald. Der "Wohlfühlort Wald" rund um den mit jährlich mehr als zwei Millionen Übernachtungen beliebtesten Kurort Europas soll damit zum einmaligen Erlebnisraum werden: Neue Angebote verbinden Genuss in der Natur und Gesundheit zu einem einzigartigen Gesamterlebnis für alle Sinne. Nach dreijähriger Mitarbeit im Pilotprojekt "Wald und Gesundheit" erhielten Bad Füssings Bürgermeister Tobias Kurz und Kur- & Tourismusmanagerin Daniela Leipelt aus den Händen von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger das offizielle Zertifikat.

Mit einer Feierstunde schlossen der Bayerische Heilbäder-Verband und die Ludwig-Maximilians-Universität München ihr Pilotprojekt "Wald und Gesundheit" ab. Das Ergebnis: in Bayern gibt es ab sofort Kur- und/oder Heilwälder in 13 Kurorten. Das Projekt ist bundesweit einmalig. Denn die Ludwig-Maximilians-Universität erarbeitete unter Beteiligung des Heilbäder-Verbandes und von 15 Pilotorten ein Handbuch für die Zertifizierung. Nach den darin festgelegten Kriterien können künftig auch Waldbesitzer, Gesundheitsbetriebe oder Nicht-Kurorte Wälder zertifizieren lassen. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie förderte das Projekt mit rund 350.000 Euro.

"Wir alle wissen: Im Wald zu sein, tut den Menschen gut. Wälder spielen eine sehr bedeutende Rolle für Gesundheit und Wohlbefinden", sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bei der Überreichung der Zertifikate. "Im asiatischen Raum hat die Waldtherapie bereits eine lange Tradition. Dieses Potenzial wollen wir auch in Bayern nutzen und mit der Ausweisung der Kur- und Heilwälder die positiven Wirkungen von Wäldern auch in schulmedizinische Behandlungen integrieren."

Bad Füssings Bürgermeister Tobias Kurz würdigte: "Ich bin stolz, dass Bad Füssing mit dem zertifizierten Kur- und Heilwald eine weitere ‚Quelle der Gesundheit‘ erschließt und die vielen positiven Effekte des ‚natürlichen Heilmittels Wald‘ nutzt." Die Bad Füssinger Kur- & Tourismusmanagerin Daniela Leipelt betonte: "Auf Basis der Zertifizierung Kur- und Heilwald können wir künftig eine vielseitige und attraktive Angebotserweiterung für Naturgesundheitsfreunde vornehmen." Unter fachlicher Anleitung und persönlicher Betreuung von ausgebildeten Therapeuten und Trainern könne der Bad Füssinger Kur- und Heilwald nun als neuer Therapieraum auf wunderbare Weise Genuss in der Natur und Gesundheit zu einem einzigartigen Gesamterlebnis für alle Sinne verbinden", unterstrich sie.

Für den Bayerischen Heilbäder-Verband sei das Projekt "Wald und Gesundheit" ein Meilenstein in der Prävention, sagte der Vorsitzende des Bayerischen Heilbäder-Verbandes, Landrat Peter Berek. "Wir erweitern damit unsere ohnehin starke medizinisch-therapeutische Kompetenz um ein zeitgemäßes, wissenschaftlich-fundiertes Prädikat", so Berek. Der Verband vergibt in Zukunft nach erfolgreicher Prüfung das Zertifikat und auch das Qualitätssiegel "Wald Gesundheit".  
Die Projektleiterin Professorin Angela Schuh von der Ludwig-Maximilians-Universität München sieht in dem Projekt eine große Chance für die Heilbäder und Kurorte in Bayern. "Das so genannte Waldbaden und die Waldtherapie entsprechen in unserer heutigen schnelllebigen Zeit dem Bedürfnis, wenigstens für ein paar Stunden der Hektik und dem Alltag zu entfliehen und zur Ruhe zu kommen", so Schuh. "Der Wald als Ruheort und seine Nutzung zu gesundheitlichen Zwecken gewinnen dabei immer mehr an Bedeutung. Da die bayerischen Heilbäder und Kurorte in sehr waldreichen Gebieten liegen, bedeutet es für sie eine große Chance, ihre präventive und medizinische Kompetenz weiter auszudehnen."


Ressort: Lifestyle & Wohlbefinden

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